137 - Ich nehme mich ernst. Was brauche ich eigentlich?

Shownotes

Wenn du mehr Informationen im Umgang zum Thema ADHS/ADS & Co. suchst, besuche mich gerne auf meiner Homepage unter: https://www.manuelakronenberger.de

Dort erfährst du mehr zu mir und die Möglichkeit wie ich dich und dein Kind/deine Familie begleiten und unterstützen kann.

Du kannst auch gerne die Möglichkeit nutzen, mir eine e-mail zu schreiben oder ruf mich unverbindlich an.

Ich freu mich von dir zu hören, Deine Manuela

Manuela Kronenberger – Heilpraktikerin Psychotherapie, Beratung, Kinder-, Jugend- und Familiencoach, Wertschätzungstrainerin und KinFlex Therapeutin Psychotherapeutische Praxis Manuela Kronenberger Am Rohlande 2 58300 Wetter an der Ruhr

Mobil: +49 (0)1632836205 Praxis: +49 (0) 23358989790 info@manuelakronenberger.de

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00:00:05: Hallo und herzlich willkommen bei Träumerie Unser Befehl.

00:00:06: Dem Podcast für alle, die selber temperamentvoll sind oder ein sehr lebendiges und bewegungsfreudiges Kind haben mit- und ohne Diagnose ARR S&K.

00:00:15: Mein Name ist Manuela und ich begleite Dich Deine Familie und weder jurische Fachkräfte!

00:00:20: Du bekommst Tipps für den Umgang mit dem besonderen Verhaltensweisen und dem Zusammenleben innerhalb der Familie.

00:00:27: Let's go!

00:00:28: Brauchst aus dem Schubladen.

00:00:29: Denken rein ins selbstbestachte Leben.

00:00:36: Vielleicht erinnerst du dich an die letzten beiden Folgen.

00:00:39: Wir haben uns zuerst gefragt, und wo bleibst eigentlich du Mama?

00:00:44: Wenn du so viel für alle anderen tust, irgendwann ganz leise nach hinten rutscht... ...und dann haben wir uns auf die Suche gemacht!

00:00:50: Wer bin ich

00:00:51: eigentlich?!

00:00:52: Nicht nur Mama, nicht nur Ehefrau,... ...nicht nur die Organisatorin, die Problemlöserin,... ...die Kümmerin, DIE, die alles irgendwie am Laufen

00:01:00: hält!...

00:01:01: Sondern wer bist

00:01:02: Du?!

00:01:03: Was macht Dich

00:01:04: aus!?

00:01:04: Was ist dir wichtig?

00:01:06: Was gibt dir Energie?

00:01:08: Was hast du vielleicht unter all dem Funktionieren verschüttet?

00:01:11: und vielleicht hast Du bei dieser Reise schon das eine oder andere entdeckt.

00:01:15: Vielleicht einen Gedanken, ein Bedürfnis, eine Sehnsucht, eine Seite an Dir die lange keinen Platz hatte.

00:01:22: Vielleicht hast Du aber auch gedacht schön und gut manuelle Aber was brauche ich denn eigentlich?

00:01:28: Und genau da sind wir heute Bei einer Frage die so einfach klingt um gleichzeitig erstaunlich schwer zu beantworten sein kann.

00:01:36: Was brauche ich?

00:01:38: Hallihallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge, die wieder einmal spannend wird!

00:01:44: Ja vielleicht möchtest du jetzt ganz spontan antworten was brauchst Du?

00:01:50: Ruh, Schlaf Zeit Nähe Abstand Anerkennung Unterstützung Mehr Freiheit mehr Struktur mehr Leichtigkeit Mehr Zeit mit deinem Partner.

00:02:03: Zeit ganz allein, Bewegung Natur Kreativität Sex Freundschaften Endlich mal wieder raus oder vielleicht keine Ahnung Und weißt du was?

00:02:16: Auch das ist eine Antwort Denn vielleicht hast Du irgendwann verlernt diese Fragen überhaupt zu stellen.

00:02:23: Nicht bewusst!

00:02:25: Du hast Dich nicht eines morgens hingesetzt und gesagt So ab heute ignoriere ich mich.

00:02:29: Ja, das wäre auch irgendwie ziemlich umständlich.

00:02:33: Nein!

00:02:33: Es passiert viel leiser.

00:02:36: Du merkst Das Kind braucht mich Der Partner braucht mich Die Arbeit braucht mich die Schule braucht eine Antwort.

00:02:42: Die Kita hat angerufen Der nächste Termin muss gemacht werden Die Waschmaschine piepst Das Essen muss auf den Tisch Das Kind soll ins Bett Und du?

00:02:51: Du sagst Später Nur wann ist denn später?

00:02:58: Vielleicht ist später inzwischen ein ziemlich großer Ort in deinem Leben geworden.

00:03:04: Später schlafe ich aus, später treffe ich meine Freundin, später gehe ich zum Sport, später lese ich wieder, später fahre ich mal weg, später kümmere ich mich um meine Gesundheit, später denke ich darüber nach was ich eigentlich möchte, später ... später wenn die Kinder größer sind, wenn die Schule ruhiger wird Wenn die Diagnose geklärt ist, wenn die nächste Therapie beginnt.

00:03:30: Wenn die Arbeit weniger wird?

00:03:32: Wenn das Haus endlich aufgeräumt ist?

00:03:34: Wenn!

00:03:36: Und vielleicht denkst du dieses später hat ganz schön viel Macht bekommen.

00:03:42: Gerade wenn Du ein Kind mit ADHS begleitest kann der Alltag besonders viel Aufmerksamkeit von Dir verlangen.

00:03:49: Vielleicht musst Du morgen sehr mehr begleiten, mehr erinnern, mehr strukturieren, mehr auffangen.

00:03:55: Vielleicht gibt es häufiger Konflikte Mehr Gespräche mit Schule und Kita.

00:03:59: Vielleicht Termine bei Ärzten, Ärztinnen und Therapeuten, Therapeutinnen?

00:04:03: Vielleicht schlaflose Nächte?

00:04:04: Und vielleicht die ständige Frage Was braucht mein Kind jetzt?

00:04:09: Und natürlich ist diese Frage wichtig – sehr wichtig sogar!

00:04:13: Aber heute möchte ich eine andere daneben stellen.

00:04:16: Was brauche ich

00:04:18: jetzt?!

00:04:20: Und vielleicht kommt jetzt sofort dieser kleine innere Einwand Ich kann noch nicht jedes Mal schauen was ich brauche Doch!

00:04:28: Aber sich selbst ernst nehmen bedeutet nicht, jedem Bedürfnis sofort nachzugeben.

00:04:34: Das ist ein ganz wichtiger Unterschied.

00:04:36: Wenn ich müde bin heisst das nicht automatisch.

00:04:39: alle anderen müssen jetzt sehen wo sie bleiben.

00:04:41: wenn ich genervt bin heißt dass nicht.

00:04:44: dann darf ich jetzt alle anmotzen.

00:04:46: wenn ich keine lust habe heißt es nicht.

00:04:48: Ich muss jetzt nichts mehr tun.

00:04:50: wenn ich ruhe brauche heißt das nicht.

00:04:52: meine familie ist mir egal.

00:04:54: Sich selbst ernst nehmen bedeutet zunächst einmal, ich nehme wahr was in mir passiert.

00:05:01: Ich erkenne an dass es da ist und dann überlege ich was mache ich damit?

00:05:07: Vielleicht ist das der Unterschied zwischen ich habe Bedürfnisse und ich nehme meine Bedürfenisse ernst.

00:05:15: Bedürfe haben wir sowieso!

00:05:17: Die Frage ist hören wer sie denn dein Körper redet dein Kopf redet Deine Gefühle reden, dein Verhalten redet.

00:05:28: Manchmal sogar ziemlich laut!

00:05:30: Du bist ständig müde?

00:05:32: Vielleicht braucht ein Körper Erholung... du bist stendig gereizt?

00:05:35: Vielleicht ist dein Belastungsfass ziemlich voll.

00:05:39: Du hast keine Freude mehr am Dingen die dir früher wichtig waren?

00:05:43: Ja vielleicht lohnt es dich genauer hinzuschauen.

00:05:46: Du sagst ständig ja obwohl du eigentlich nein meinst.

00:05:49: Vielleicht fehlt eine Grenze.

00:05:51: Du hast das Gefühl dein Leben besteht nur noch aus Pflichten.

00:05:55: Vielleicht fehlt etwas, dass dich lebendig macht und manchmal steckt natürlich auch etwas medizinisches oder psychisches dahinter.

00:06:03: nicht jedes ich kann nicht mehr lässt sich mit einem Spaziergang oder eine Tasse T lösen Und das möchte ich ganz ausdrücklich sagen Denn wir wissen inzwischen ziemlich viel darüber was dauerhafte Belastung mit Körper und Psyche machen kann.

00:06:18: Kronischer Stress bedeutet nicht einfach nur Ich bin gerade ein bisschen genervt.

00:06:23: Unser Organismus passt sich an Belastungen an, Herz-, Kreislaufsysteme, Stoffwechsel-, Immunsystem und andere Regulationssysteme sind daran beteiligt!

00:06:34: Wenn solche Stressreaktionen immer wieder auftreten und Erholung zu kurz kommt kann sich eine sogenannte allostatische Belastung entwickeln – vereinfacht gesagt die kumulative körperliche Last wiederholt oder anhaltender Stressreakktionen.

00:06:51: Eine systematische Übersichtsarbeit mit twohundertsechzig Untersuchungen fand Zusammenhänge zwischen dieser alustratischen Belastung und ungünstigeren körperlichen um psychischen Gesundheits-Outcomes.

00:07:03: Und eine aktuelle Übersichtsarbeit zu familiären Pflegepersonen kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, dass chronische Belastungen mit höherer alustrater belastungsverbunden sein können – wobei die Forschung hier noch weiter untersucht werden muss.

00:07:18: Das bedeutet nicht!

00:07:19: Stress macht dich automatisch krank.

00:07:21: Aber es bedeutet unser Körper ist kein unendlicher Akku und wenn die rote Lampe ständig leuchtet, ist es vielleicht keine besonders gute Idee einfach das Klebeband darüber zu

00:07:31: kleben.".

00:07:33: Und gerade Mütter kennen dieses Prinzip oft ziemlich gut!

00:07:37: Für alle anderen gibt es einen Termin für alle andere gibt es Medikamente für alle anderen gibts Essen für alle Anderen gibt es frische Kleidung für alle andern gibt es ein Kalender.

00:07:49: Nur bei dir heißt es, ach das geht schon noch.

00:07:53: Ja, geht noch und noch bis irgendwann vielleicht gar nichts mehr geht.

00:08:01: auch hier eine systematische Übersichtsarbeit zu Parenting Stress also Familien Stress Eltern Stress in der allgemeinen Bevölkerung hat neunundzwanzig Studien ausgewertet und Zusammenhänge unter anderem mit mütterlicher Depression kindlichen Verhaltensproblemen und sozialer Unterstützung gefunden.

00:08:19: Die Autoren und Autorinnen betonen dabei auch veränderbare Faktoren, die für Prävention relevant sein können.

00:08:26: Auch bei Eltern von Kindern mit ADHS sieht die Forschung genauer hin.

00:08:31: Eine systematische Übersichtsarbeit zu Bewältigungsstrategien fand in vierzehn Studien das Eltern von Kinder mit ADHs Häufige vermeidungsorientierte Bewertigungsstrategien nutzen.

00:08:42: Mütter suchten häufiger Unterstützung und griffen häufiger auf indirekte Bewältigungsformen zurück, als Müttern typischerweise entwickelte Kinder.

00:08:51: Die Autoren-Autorinnen betonen die Bedeutung von Unterstützung und positiven Bewertigungstrategien.

00:08:58: Ich finde daran ein Gedanken besonders wichtig.

00:09:01: Unterstützungen zu brauchen ist kein persönliches Versagen.

00:09:05: Es ist eine menschliche Reaktion auf Belastung.

00:09:09: Und vielleicht ist genau das ein Punkt, an dem wir als Mütter etwas lernen dürfen?

00:09:13: Nicht ich muss alles alleine schaffen sondern Ich darf Unterstützung brauchen.

00:09:19: Das kann eine Freundin sein dein Partner deine Familie Eine Beratungsstelle eine Therapeutin eine Selbsthilfegruppe eine gute pädagogische oder fachliche Begleitung Oder manchmal auch einfach jemand der für eine Stunde die Kinder übernimmt damit du in Ruhe duschen kannst.

00:09:35: Und ja, ich meine wirklich duschen!

00:09:38: Nicht mit einem Kind vor der Badezimmertür das ruft NAMA, sondern alleine – Mit geschlossener Tür kann schon Wellness Level Platin sein.

00:09:48: Aber zurück zu dir… Denn was brauche ich ist noch nicht die ganze Frage?

00:09:54: Ich möchte heute noch eine Schritt weitergehen.

00:09:56: Was fehlt mir?

00:09:59: Das ist manchmal eine ziemlich unbekehme Frage … denn vielleicht stellt so fest Da fehlt etwas.

00:10:05: Etwas, das früher einmal da war!

00:10:08: Vielleicht Lebensfreude?

00:10:09: Vielleicht Leichtigkeit?

00:10:11: Vielleicht Nähe?

00:10:12: Vielleicht Sexualität?

00:10:14: Vielleicht Abenteuer?

00:10:15: Vielleicht Kreativität?

00:10:17: vielleicht Freundschaft?

00:10:18: Vielleicht

00:10:19: Ruhe?!

00:10:20: Vielleicht Freiheit?

00:10:21: Vielleicht das Gefühl... Ich bin nicht nur darum für da dass alles funktioniert und vielleicht hast du Angst vor diesem Erkenntnis weil du denkst Wenn ich erst einmal anfange darüber nachzudenken was mir fehlt, dann muss ich mein ganzes Leben verändern.

00:10:37: Nein nicht unbedingt Wahrnehmen ist noch keine Entscheidung.

00:10:42: Das ist mir ganz wichtig.

00:10:44: du darfst feststellen Mir fehlt etwas ohne sofort zu wissen wie du es verändern kannst.

00:10:51: Du darf sagen Ich vermisse meine Freundin Ohne morgen sofort eine Mädels Urlaub zu buchen zu müssen.

00:10:57: Du darfst sagen Ich möchte wieder kreativ sein ohne gleich eine Werkstatt zu eröffnen.

00:11:03: Du darfst sagen, ich brauche mehr Ruhe, ohne deine Familie aus dem Haus zu werfen.

00:11:08: Erst einmal wissen was ist – ist schon etwas!

00:11:11: Vielleicht hilft dir dabei eine ganz einfache Frage… Was macht mich lebendig?

00:11:16: Nicht «Was is vernünftig», «Was es nützlich» …was bringt mir etwas?

00:11:21: Was erwarten andere?

00:11:22: Was wäre jetzt pädagogisch sinnvoll?

00:11:24: Sondern…?

00:11:25: Was macht Mich

00:11:26: Lebendig?!

00:11:27: Wann vergisst du die Zeit?

00:11:29: Wann musst du lachen?

00:11:31: Wann fühlst Du Dich wach, wann bist Du neugierig, wann Bist Du verbunden.

00:11:35: Wann denkst Du Ja das bin ich!

00:11:38: Vielleicht beim Tanzen, beim Singen im Wald auf dem Motorrad, beim Nähen, beim Fotografieren, beim Lesen, beim Reisen, beim Reden mit Deiner besten Freundin, beim Arbeiten, beim Nichts tun, beim Quatschmachen mit Deinen Kindern?

00:11:52: vielleicht beim Sex?

00:11:54: auch das gehört zum Leben.

00:11:55: Und nein, darüber müssen wir jetzt keinen dreistündigen Sonderpodcast machen.

00:12:00: Aber auch dieser Teil von dir darf existieren!

00:12:04: Denn Selbstfürsorge bedeutet nicht was kann ich tun damit ich noch besser funktioniere?

00:12:09: Das ist ein ganz entscheidender Punkt.

00:12:11: Wenn selbst Fürsorge nur dazu dient dich wieder fit für deine nächsten vierzehn Stunden Schicht als Familienministerin zu machen dann ist das vielleicht eher Selbstoptimierung.

00:12:22: Selbst Fürsage darf mehr sein.

00:12:24: Sie darf fragen, was brauche ich damit ich mich in meinem eigenen Leben wieder zu Hause fühle?

00:12:32: Und jetzt kommt eine vielleicht noch etwas größere Frage.

00:12:37: Bestimmst du dein Leben eigentlich noch oder funktioniert dein Leben dich?

00:12:43: Das klingt ein bisschen hart.

00:12:44: ne aber ich meine es nicht hart.

00:12:48: Schau einfach mal hin wie viel von deinem Tag ist von dir gestaltet und wieviel passiert?

00:12:55: einfach Wecker, Kinder Arbeit Termine Handy Nachrichten einkaufen Hausaufgaben Abendessen Wäsche schlafen und wieder von vorne.

00:13:06: vielleicht funktioniert alles aber du fühlst dich dabei irgendwie leer nicht unbedingt traurig nicht unbedingt krank einfach wenig lebendig.

00:13:17: kennst Du das?

00:13:18: Du machst.

00:13:19: Du organisierst.

00:13:21: Du erledigst.

00:13:22: du funktionierst Aber du erlebst Dich selbst immer weniger.

00:13:28: Und hier möchte ich sehr genau hinschauen, denn dieses Gefühl kann viele Ursachen haben.

00:13:34: Es kann eine Phase sein durch Schlafmangel über Forderungen chronischer Stress depressive Symptome einer Erschöpfung hormonekörperliche Erkrankung Beziehungsprobleme ohne einfach ein Leben das über längere Zeit zu wenig Raum für dich gelassen hat.

00:13:50: Deshalb gilt wenn du über länghere Zeit kaum noch Freude empfindest, dich dauerhaft erschöpft und hoffnungslos fühlst, dich stark zurückziehst Schlaf oder Appetit deutlich verändert sind, oder du das Gefühl hast gar nicht mehr zu können.

00:14:04: Dann ist das kein Auftrag zu noch mehr selbst für Sorge!

00:14:08: Dann hol die bitte fachliche Unterstützung hausärztlich psychotherapeutisch oder über eine geeignete Beratungsstelle.

00:14:15: und wenn Gedanken auftauchen dir etwas anzutun oder nicht mehr leben zu wollen brauchst du zeitlich professionelle Hilfe und im akuten Notfall sofortige Unterstützung.

00:14:26: auch dass es Keine Schwäche.

00:14:28: Das ist selbst für Sorge auf sehr hohem Niveau!

00:14:31: Ich nehme mich ernst genug, um mir Hilfe zu holen.

00:14:36: Ja... Aber vielleicht bist du noch gar nicht dort und das hoffe ich.

00:14:41: Vielleicht bist du einfach an diesem Punkt?

00:14:43: Irgendwie bin ich nicht mehr richtig in meinem Leben drin und genau da lohnt sich ein Blick.

00:14:49: Vielleicht hast Du in Folge zwei Deine verschütteten Schätze entdeckt.

00:14:53: heute möchte ich Dich fragen was davon braucht jetzt einen Platz?

00:14:58: Vielleicht ist es ein Bedürfnis, vielleicht einen Wunsch, vielleicht ein Traum.

00:15:03: Vielleicht eine Grenze?

00:15:04: Vielleicht ein Nein und vielleicht ein Ja!

00:15:07: Und jetzt kommt der Teil, der oft schwieriger ist als das Erkennen.

00:15:11: Wie bringe ich das nach außen?

00:15:14: Denn du kannst natürlich innerlich wissen, ich brauche Ruhe aber wenn du gleichzeitig zu deinem Partner sagst ach nein is schon okay ich mach dass ja dann wird dein Umfeld vermutlich nicht hellsichtig werden.

00:15:26: schade eigentlich Das wäre nämlich praktisch.

00:15:29: Ein kleiner Blickkontakt und alle wissen, Manuela braucht heute dringend siebenundvierzig Minuten absolute Ruhe.

00:15:36: Leider funktioniert das meistens nicht!

00:15:38: Wir müssen Bedürfnisse kommunizieren Und vielleicht bist du das gar nicht gewohnt?

00:15:44: Vielleicht hast Du gelernt Sei unkompliziert sei stark Hilf mach halte aus Mach anderen keine Umstände Seid für die Familie da.

00:15:54: und vielleicht fühlt sich der Satz Ich brauche schon fast ungewohnt an.

00:15:59: Dann darfst du üben, ganz klein nicht ab sofort mache ich alles anders sondern ich brauche heute Abend eine halbe Stunde für mich.

00:16:07: oder ich kann diesen Termin gerade nicht zusätzlich übernehmen oder ich möchte am Samstag mit meiner Freundin Kaffee trinken oder ich brauch Hilfe oder sogar nein.

00:16:18: ein vollständiger Satz und nicht diskutierbar manchmal überraschend wegsam.

00:16:25: Und jetzt kommt eine wichtige Unterscheidung.

00:16:27: Ein Bedürfnis ist nicht automatisch eine Forderung, wenn du Ruhe brauchst darf dein Partner trotzdem eigene Bedürffnisse haben.

00:16:34: Wenn ein Partner Zeit für sich braucht heißt das nicht dass deine Bedeutung nicht unwichtig sind.

00:16:40: Wenn dein Kind gerade etwas braucht bedeutet es nicht dass du verschwinden musst.

00:16:46: Wir sind schließlich nicht in einem Wettbewerb.

00:16:48: Wer hat die wichtigsten bedürfnisse und die wichtigeren?

00:16:51: Das Ziel ist nicht meine Bedürfenste zuerst Das Ziel ist, die Bedürfnisse.

00:16:57: alle dürfen sichtbar sein.

00:17:00: Und gerade in Partnerschaften kann das einen großen Unterschied machen!

00:17:03: Denn wenn du ständig über deine Grenzen gehst und gleichzeitig erwartest dass dein Partner irgendwann merkt, dass es dir zu viel wird... tja dann entstehen leider leichte Missverständnisse.

00:17:14: Und vielleicht denkt ein Partner sie sagt doch immer es ist okay und du denkst er müsste doch sehen es nicht ok ist.

00:17:22: Da sitzen zwei Menschen nebeneinander Beide überfordert, beide enttäuscht.

00:17:27: Beide überzeugt – ich mache doch schon so viel!

00:17:30: Das ist keine schöne Tanzfigur.

00:17:32: Eher so.

00:17:33: Einer tritt dem anderen auf den Fuß.

00:17:35: Beides sagen Aua und schließlich diskutieren sie darüber wer angefangen hat.

00:17:39: Und genau deshalb gehört selbst für Sorge auch in Beziehungen nicht das Rückzug sondern als Klarheit.

00:17:45: Das brauche Ich.

00:17:46: Das kann ich geben, das kann ich gerade nicht geben und hier brauche ich Unterstützung.

00:17:54: Und auch die Forschung schaut auf solche Zusammenhänge.

00:17:57: Denn in der Forschung zu älterlichen Burnout gehören unter anderem die Eltern-Kindbeziehungen, Partnerschaftszufriedenheit und soziale Unterstützung zu den relevanten zwischenmenschlichen Faktoren.

00:18:09: Ja – und jetzt kommen wir zu deinem Kind!

00:18:11: Vielleicht denkst du aber ich muss doch für mein Kind da sein?

00:18:14: Ja natürlich!

00:18:16: Aber genau deshalb ist es so wichtig dass dein Kind dich nicht nur als funktionierende Versorgungsstation erlebt Es darf auch erleben, Mama braucht Ruhe.

00:18:26: Mama sagt nein.

00:18:28: Mama bittet um Hilfe.

00:18:30: Mama freut sich!

00:18:31: Mama hat einen Traum.

00:18:32: Mama macht Fehler.

00:18:34: Mama entschuldigt sich.

00:18:35: Mama nimmt sich Zeit für sich.

00:18:37: mama kann sagen heute habe ich keine Kraft und gleichzeitig Ich liebe dich.

00:18:42: das sind keine Gegensätze Das ist Leben.

00:18:47: Kinder lernen nicht nur aus dem was wir ihnen erklären.

00:18:50: sie beobachten Wie gehen Erwachsene mit Grenzen um?

00:18:54: Wie sprechen sie über sich selbst.

00:18:56: Dürfen Bedürfnisse ausgesprochen werden, darf meine Hilfe annehmen, darf man Nein sagen, darf Man sich ausruhen, darf Mann Freude erleben, darf MAN auch einmal sagen das ist mir gerade zu viel.

00:19:08: Gerade deshalb finde ich den Gedanken so wichtig.

00:19:11: du lebst einem Kind nicht nur vor wie man sich um andere kümmert Du kannst ihm auch vorleben wie man Sich Selbst Nicht Aus dem Blick verliert.

00:19:21: Und dabei geht es nicht darum, aus deinem Kind einen kleinen Venice-Manager zu machen.

00:19:26: Bitte nicht!

00:19:27: Man braucht jetzt selbst für Sorge und bringt mir einen Tee.

00:19:29: Nein, nein, nein... Es geht um etwas tieferes, es geht um Beziehung, um Grenzen, um gegenseitige Rücksicht und um die Erfahrung.

00:19:39: ich darf Besürfnisse haben und andere Menschen auch.

00:19:43: Vielleicht ist das gerade für Mütter von Kindern mit ADHs besonders wichtig?

00:19:47: Denn wenn der Familienalltag ohnehin von vielen Anforderungen geprägt ist, kann sich leicht ein Muster entwickeln.

00:19:54: Das Kind braucht etwas, Mama reagiert das Kind eskaliert, Mama reguliert Schule meldet sich, Mama organisiert Der nächste Termin, Mama fährt Der nächste Konflikt, Mama vermittelt Und irgendwo dazwischen Mama verschwindet Nicht nur körperlich Aber innerlich vielleicht ein Stück Um.

00:20:14: genau deshalb ist diese Reise auf der wir gerade sind keine nette kleine Selbstfindungsaktion.

00:20:20: Sie hat einen

00:20:22: Sinn.".

00:20:24: Eine aktuelle, systematische Übersichtsarbeit von im Jahr- und Jahrzehnte zu achtsamkeitsbasierten Interventionen bei Eltern von Kindern mit ADHS wertete neunzehn Studien aus, darunter neunrandomierte Kontrollierte Studien.

00:20:40: Insgesamt zeigen die eingeschlossenen Studien häufig eine statistisch signifikante Reduktion von elterlichem Stress, wobei die Ergebnisse wegen der unterschiedlichen Studien und Intervention mit Vorsicht interpretiert werden müssen.

00:20:54: Das Spannende daran ist für mich nicht!

00:20:56: Dann müssten jetzt alle mal was meditieren?

00:20:58: Nein überhaupt nicht!

00:21:00: Der interessante Punkt ist wenn Eltern lernen sich selbst und ihre inneren Reaktionen bewusster wahrzunehmen kann das tatsächlich etwas verändern.

00:21:08: Und genau darum geht es in unserer Reise.

00:21:11: Nicht um Wellness und nicht um Selbstoptimierung, sondern um Wahrnehmung!

00:21:15: Und vielleicht möchtest du jetzt einmal ausprobieren wie sich ich nehme mich ernst im Alltag anhört?

00:21:21: Nicht theoretisch, ganz praktisch.

00:21:23: also.

00:21:23: zum Beispiel Ich bin müde...nicht.

00:21:26: Ich bin MÜDE aber das geht schon.

00:21:29: Sondern ich bin müder.

00:21:30: was brauche ich?

00:21:32: Vielleicht Schlaf, vielleicht Entlastung, vielleicht ein Nein oder Ich bin wütend.

00:21:39: Nicht, ich darf nicht wütent sein!

00:21:41: Sondern...ich bin wüdend.

00:21:43: Was hat meine Grenze berührt?

00:21:45: Oder…Ich bin traurig.

00:21:47: Nicht – ich habe doch gar keinen Grund.

00:21:49: Sondern …da ist Traurigkeit.

00:21:52: Was möchte sie mir sagen?

00:21:54: Oder auch ...ich habe Lust auf etwas.

00:21:56: Nicht — ach dafür ist jetzt keine Zeit.

00:21:59: Sonder zunächst ah interessant da ist ein Wunsch.

00:22:03: Du musst ihn nicht sofort erfüllen aber du darfst ihn hören.

00:22:08: Vielleicht ist genau das, was wir mit sich selbst ernst nehmen meinen.

00:22:12: Nicht jedem Gefühl folgen!

00:22:14: Nicht jeden Wunsch erfüllen!

00:22:16: Nicht alle stehen und liegen lassen, sondern mich selbst nicht mehr automatisch übergehen.

00:22:23: Und jetzt möchte ich dir eine kleine Übung mitgeben.

00:22:26: Vielleicht machst du sie nicht heute, vielleicht morgen?

00:22:28: Vielleicht irgendwann beim Autofahren oder spazierengang unter der Dusche?

00:22:33: Oder wenn du selbst besonders mutig bist, während fünf Minuten niemand etwas von dir will.

00:22:39: Frag dich was brauche ich gerade?

00:22:43: und dann warte nicht sofort antworten.

00:22:47: spür einmal Was sagt dein körper?

00:22:52: Was sagt deinen kopf?

00:22:54: Was sag dein gefühl?

00:22:56: Und dann was wünsche ich mir?

00:23:00: und was fehlt mehr?

00:23:03: und schließlich was könnte ein klitzeklitz kleiner erster Schritt sein.

00:23:07: Nicht der große Lebensumbau, ein kleiner Schritt!

00:23:12: Ein Nachricht?

00:23:13: Ein Nein?

00:23:15: Ein Spaziergang?

00:23:16: Ein Gespräch?

00:23:17: Ein Termin?

00:23:18: Eine Pause?

00:23:19: Einen Wunsch den du aussprichst eine Unterstützung die du annimmst und vielleicht stellt so fest hey ich brauche gar nicht so viel.

00:23:29: Vielleicht brauchst Du gar kein komplett neues Leben vielleicht brauchst du mehr von deinem eigenen Leben mehr von dem, was dich ausmacht.

00:23:38: Mehr von dem ,was dich lebendig macht.

00:23:40: Mehr vom dem, das dir entspricht und vielleicht weniger von dem Was du nur noch machst weil du glaubst es machen zu mischen.

00:23:49: Ich möchte heute deshalb mit einem Gedanken enden sich selbst ernst nehmen heißt nicht Sich selbst an die erste stelle zu setzen.

00:23:57: Es heißt sich selbst überhaupt wieder auf die liste zu setzen Nicht ganz oben nicht ganz unten sondern mit drauf Denn du bist Teil deiner Familie, du bist teil deiner Partnerschaft.

00:24:09: Du bist Teil der Beziehung zu deinem Kind und wenn du dich selbst dauerhaft aus dieser Gleichung herausrechnest wird die Rechnung irgendwann nicht mehr aufgehen!

00:24:19: Nicht weil du Schuld bist sondern weil du ein Mensch bist mit begrenzter Energie, mit Bedürfnissen, Mit Grenzen, mit Sehnsüchten, mit einem Körper, mit einer Psyche ,mit einem eigenen Leben.

00:24:32: Vielleicht hast du dich in den vergangenen Folgen gefragt wo bin ich?

00:24:36: Und dann wer bin ich?

00:24:39: Und heute, was brauche ich?

00:24:41: Vielleicht ist das der Moment an dem aus dem Hinschauen langsam Bewegung entsteht.

00:24:46: Nicht – Ich muss jetzt alles verändern!

00:24:49: Sondern ich darf anfangen mich ernst zu nehmen.

00:24:53: Und vielleicht ist genau das dein kleiner Wegruf nicht laut, nicht mit Serene eher dieses sanfte Hey bist du noch da und vielleicht kannst Du heute antworten Ja oder da bin ich.

00:25:07: Und vielleicht sogar, und ich höre mir jetzt einmal zu!

00:25:13: Und wenn du beim Zuheil merkst?

00:25:14: Da gibt es Dinge in mir die ich schon lange spüre aber alleine komme ich dann nicht so richtig ran.

00:25:20: Dann musst du diese Entdeckungsreise nicht allein machen.

00:25:23: Ich begleite Mütter auf diesem Weg Nicht mit einer fertigen Schablone, nicht mit So musst du das machen Sondern mit Raum Mit Fragen Mit meinem Wissen und meiner Erfahrung Mit Wertschätzung Und manchmal auch mit einem liebevollen kleinen Schubs, wenn du selbst schon ganz genau weißt dass da irgendeine Tür ist dich aber noch nicht so richtig traust sie aufzumachen.

00:25:46: Wir schauen gemeinsam was brauchst Du?

00:25:49: Was fehlt Dir?

00:25:50: Wohin sehnst Du Dich?

00:25:51: Was macht Dich lebendig?

00:25:53: Wo gehst Du über Deine eigenen Grenzen?

00:25:56: und vor allem wie kannst Du gut für Dich sorgen ohne dabei das Gefühl zu haben egoistisch zu sein?

00:26:03: Vielleicht finden wir dabei nicht sofort die große Lösung Aber vielleicht finden wir den nächsten Schritt.

00:26:08: Und manchmal beginnt genau dort Veränderung!

00:26:12: Wenn du dir eine solche Begleitung wünscht, findest du meine Kontaktmöglichkeiten und Angebote in den Schoenots oder unter www.manuela-grunnenberger.de.

00:26:22: Für heute möchte ich dir noch etwas mitgeben.

00:26:24: Wenn du später irgendwo sitzt – vielleicht im Auto auf dem Sofa oder am Küchentisch – während nebenbei natürlich irgendetwas piept dann stell dir nur diese eine Frage was brauche ich gerade?

00:26:36: Und diesmal warte wirklich auf deine Antwort.

00:26:40: Vielleicht ist sie ganz klein, vielleicht ist sie überraschend und vielleicht ist ihr unbequem?

00:26:46: Vielleicht ist die Wunderschön aber vielleicht ist dir genau das Deine Antwort!

00:26:53: Und die darfst du ernst nehmen denn Du bist nicht nur die Mama die alles zusammenhält.

00:26:57: Du bist Nicht nur die Frau die funktioniert.

00:27:00: Du Bist ein Mensch mit einem eigenen Leben Mit Wünschen, mit Träumen.

00:27:05: Mit Bedürfnissen!

00:27:06: Mit Schätzen und vielleicht ist es an der Zeit ihnen wieder einen Platz zu geben nicht irgendwann sondern Schritt für Schritt ein kleines Stück heute Und damit sind wir noch lange nicht am Ende unserer Reise denn wenn du weißt wer du bist und was du brauchst kommt irgendwann natürlich die nächste schwande Frage traue ich mich auch danach zu handeln?

00:27:32: Was passiert, wenn dein Bedürfnis auf die Bedürffnisse anderer trifft?

00:27:35: Was passiert – wenn du nein sagst.

00:27:38: Wenn jemand enttäuscht ist.

00:27:39: Wenn dein Kind protestiert!

00:27:41: Wenn dein Partner es anders sieht.

00:27:43: Wenn Du selbst Angst bekommst….

00:27:45: Dann sind wir bei etwas ganz Wichtigem.

00:27:48: Selbstwirksamkeit.

00:27:49: Und genau darum wird es in einer der nächsten Folgen gehen.

00:27:53: Für heute aber Mach einmal kurz Halt Atme Spüre dich Und frage dich, was brauche ich?

00:28:05: Vielleicht ist die Antwort längst da.

00:28:08: Du hast sie nur lange genug überhört und vielleicht darfst du ihr heute wieder zuhören.

00:28:14: Vielleicht spürst du gerade... Da gibt es noch mehr in mehr!

00:28:19: Mehr Wünsche, mehr Lebendigkeit, mehr von dem Menschen den ich eigentlich bin.

00:28:24: und vielleicht hast du Lust diesen Weg nicht allein zu gehen.

00:28:29: Tja Wie gesagt, ich begleite Möter dabei ihre versäumten Schütze wieder zu entdecken mit Wissen, Erfahrung, Wertschätzung und einem liebevollen Kleinschubs wenn er gebraucht wird.

00:28:40: Nicht zurück zu der Frau die nur einmal warst sondern hin zur der Frau, die heute in dir steckt.

00:28:48: Und wenn du neugierig bist was da auf dich wartet tja dann melde dich!

00:28:54: Und zum Schluss nochmal ein Zitat manchmal beginnt Veränderung dort wo wir aufhören und selbst zu überhören, und anfangen unsere verschütteten Schätze wieder auszugraben.

00:29:07: In diesem Sinne wünsche ich dir alles Liebe, alles Gute bis zur nächsten Folge.

00:29:13: Träumalie um Zappe Philipp Deine Manuela.

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