136 – Hast du dich als Mama auch schon mal gefragt "Wer bin ich eigentlich – und ja, wie viele?
Shownotes
Wenn du mehr Informationen im Umgang zum Thema ADHS/ADS & Co. suchst, besuche mich gerne auf meiner Homepage unter: https://www.manuelakronenberger.de
Dort erfährst du mehr zu mir und die Möglichkeit wie ich dich und dein Kind/deine Familie begleiten und unterstützen kann.
Du kannst auch gerne die Möglichkeit nutzen, mir eine e-mail zu schreiben oder ruf mich unverbindlich an.
Ich freu mich von dir zu hören, Deine Manuela
Manuela Kronenberger – Heilpraktikerin Psychotherapie, Beratung, Kinder-, Jugend- und Familiencoach, Wertschätzungstrainerin und KinFlex Therapeutin Psychotherapeutische Praxis Manuela Kronenberger Am Rohlande 2 58300 Wetter an der Ruhr
Mobil: +49 (0)1632836205 Praxis: +49 (0) 23358989790 info@manuelakronenberger.de
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00:00:05: Hallo und herzlich willkommen bei Träumerie.
00:00:05: Unser Befehl.
00:00:06: Dem Podcast für alle, die selber temperamentvoll sind oder ein sehr lebendiges und bewegungsfreudiges Kind haben mit- und ohne Diagnose ARR S&K.
00:00:15: Mein Name ist Manuela und ich begleite Dich Deine Familie und weder jurische Fachkräfte!
00:00:20: Du bekommst Tipps für den Umgang mit dem besonderen Verhaltensweisen und dem Zusammenleben innerhalb der Familie.
00:00:27: Let's go!
00:00:28: Brauchst aus dem Schubladen.
00:00:29: Denken rein ins selbst gestachte Leben.
00:00:35: Vielleicht erinnerst du dich noch an die letzte Folge.
00:00:38: Da haben wir uns gefragt, wo bleibst eigentlich du Mama?
00:00:41: Wenn du zwischen Kind, Familie, Schule und Terminen Erwartungen in diesem ganz normalen Wahnsinn irgendwann selbst ein bisschen nach hinten rutscht bist?
00:00:50: Heute möchte ich noch einen Schritt weiter gehen Und vielleicht ist dieser Schritt sogar ein bisschen schwieriger Denn heute geht es um eine Frage, die eigentlich ganz einfach klingt Wer bin ich?
00:01:01: Hallihallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge!
00:01:05: wieder ein ganz spannendes Thema.
00:01:07: Lass uns mal schauen!
00:01:10: Na?
00:01:11: Hast du schon spontan eine Antwort?
00:01:13: Vielleicht kommt, ja ich bin Mama Ich bin Ehefrau Ja und ich bin berufstätig, ich bin selbstständig, äh...ich bin Tochter Und ich bin Freundin Naja und ich ben die, die sich um alles kümmert.
00:01:26: Wenn Du einen Kind mit ADHS hast komm vielleicht noch Dazu, ich bin die Mama die ständig Termine organisiert.
00:01:32: Die sich mit Schule auseinandersetzt, die versucht ihr Kind zu verstehen... ...die immer wieder nach Lösungen sucht, die vermittelt, die erklärt, die beruhigt, die aufhängt und die nachts noch googlt.
00:01:42: Und plötzlich hast du eine ganze Liste!
00:01:46: Aber welche Antwort kommt wenn wir die Rollen einmal wegnehmen?
00:01:51: Wer bist
00:01:52: Du?!
00:01:53: Nicht als Mama, nicht als Ehefrau.
00:01:55: Nicht als Arbeitnehmerin!
00:01:57: Nicht als Selbstständiger... ...nicht als Organisatorin.
00:02:01: Nicht diejenige, die alles zusammenhält Sondern einfach du.
00:02:06: Und vielleicht merkst Du gerade schon Das ist gar nicht so einfach.
00:02:13: Vielleicht liegt das auch daran dass unser Alltag uns verdammt wenig Gelegenheit gibt und solche Fragen zu stellen.
00:02:20: Denn mal ehrlich Wenn du morgen schon damit beschäftigt bist, dein Kind überhaupt aus dem Bett zu bekommen.
00:02:25: Wenn du nebenbei Brotdosen packst, Frühstück machst daran erinnerst das Szene putzen keine freiwillige Freiheitsaktivität ist wenn du gleichzeitig schon drei Nachrichten auf dem Handy hast und du eigentlich längst auf den Weg zur Arbeit sein solltest.
00:02:38: Und dann ist die Frage was macht mich als Mensch eigentlich aus?
00:02:42: Nicht unbedingt die Frage die ganz oben auf deiner To-do Liste steht.
00:02:47: Da steht eher Kindfertig, Tasche, Schuhe, Frühstück, Terminearbeit, Hausaufgaben, Essen, Wäsche, Abendroutine.
00:02:56: Und wenn du Glück hast duschen vielleicht und irgendwann ganz unten steht dann ich.
00:03:02: Und vielleicht sagst du jetzt Manuela Ganz ehrlich Ich bin froh Wenn ich meinen Alltag einigermaßen überstehe da habe ich wirklich keine Zeit auch noch über mich nachzudenken.
00:03:14: Ja und ich verstehe diesen Gedanken echt wirklich.
00:03:17: Aber genau deshalb möchte ich heute mit dir darüber sprechen.
00:03:21: Denn sich selbst kennenzulernen ist kein Wellnessprogramm, kein Luxus!
00:03:27: Kein.
00:03:28: Wenn die Kinder irgendwann größer sind dann kümmere ich mich auch mal um mich.
00:03:32: Es geht um etwas viel Grundsätzlicheres.
00:03:35: es geht darum einen inneren Bezug zu dir selbst zu behalten denn wenn du dich selbst immer weniger wahrnimmst wird es irgendwann schwer zu unterscheiden was brauche Ich?
00:03:46: Was will ich?
00:03:48: Was ist mir wichtig, was ist meine Grenze.
00:03:52: Was passt zu mir und was mache ich noch?
00:03:55: weil ich glaube dass sich es machen muss?
00:03:59: Ja gerade als Mama eines Kindes mit ADHS kann diese Frage nochmal eine ganz andere Bedeutung bekommen Denn vielleicht hast du irgendwann angefangen dich sehr stark über dein Kind zu definieren Nicht Weil Du das bewusst entschieden hast Sondern weil der Alltag erst verlangt.
00:04:16: Du beschäftigst dich mit ADHS, du liest, du recherchierst.
00:04:20: Du telefonierst!
00:04:21: Du sprichst mit Fachleuten und suchst nach Erklärungen.
00:04:24: Du überlegst welche Schule passt?
00:04:26: Welche Unterstützung?
00:04:27: Welcher Therapie?
00:04:29: Welches Strategie?
00:04:33: Was hilft nicht?
00:04:35: Und natürlich möchtest du dein Kind verstehen.
00:04:37: Das ist etwas Wundervolles aber vielleicht passiert dabei etwas ganz Leise.
00:04:44: Du kennst dein Kind immer besser.
00:04:46: Und dich selbst?
00:04:47: Immer weniger!
00:04:49: Du kannst erklären, warum dein Kind gerade ausrastet.
00:04:52: Du kannst sagen das ist wahrscheinlich gerade Überforderung.
00:04:55: Das Arbeitsgedächtnis ist voll Die Reizfilterung funktioniert gerade nicht.
00:04:59: Das ist keine böse Absicht.
00:05:01: Alles richtig und dann steht dein Kind vor dir und schreit Lass mich in Ruhe!
00:05:06: Und du?
00:05:09: Du weißt vielleicht theoretisch ganz genau was jetzt hilfreich wäre Aber in dir drinnen geht gerade die Sirene an.
00:05:15: Und plötzlich bist du nicht mehr die ruhige reflektierte Mama aus dem Ratgeber, sondern einfach eine Frau, die gerade an ihre Grenzen kommt und vielleicht kommt danach sofort der schlechte Gewissen.
00:05:26: Ich hätte es doch bis alles müssen!
00:05:28: Aber vielleicht wäre eine andere Frage viel reihilfreicher?
00:05:32: Was ist eigentlich gerade mit mir?
00:05:36: Ja kennst Du solche Situationen?
00:05:39: Denn auch dein Nervensystem sitzt mit am Tisch Und das wird manchmal vergessen.
00:05:45: Wir sprechen viel darüber, wie wichtig Koregulation für Kinder ist.
00:05:48: Aber koregulation bedeutet nicht Mama bleibt immer ruhig und reguliert das Kind!
00:05:54: Wir sind keine Wellen des Oasen auf zwei Beinen.
00:05:57: Auch wir haben Grenzen auch wir sind müde Auch wir sind gereizt auch wir haben Bedürfnisse auch wir Haben eine Geschichte und auch wir habe Knöpfe.
00:06:08: Und auch wir bringen unser eigenes Nervensystem mit in die Beziehung Und das ist keine Schuldfrage.
00:06:13: Das ist Menschsein!
00:06:17: Vielleicht kennst du das?
00:06:18: Mein Kind kommt zehn Minuten zu späten, ja eigentlich nichts Dramatisches aber du merkst dein Herz schlägt schneller Du wirst ungeduldig, du sagst Schärfer jetzt mach doch endlich.
00:06:28: und hinterher denkst du warum habe ich mich darüber jetzt so aufgeregt?
00:06:32: vielleicht geht es gar nicht nur um die zehn minuten vielleicht geht Es um etwas dahinter vielleicht um den Gedanken Ich muss immer alles organisieren Auf mich kann sich sowieso keiner verlassen.
00:06:46: Vielleicht ich habe keine Kontrolle, vielleicht ich werde nicht ernst genommen und vielleicht schon wieder muss ich alles auffangen Und plötzlich bekommt eine kleine Alltagssituation eine ganz andere Bedeutung.
00:07:01: Deshalb ist die Frage wer bin ich?
00:07:03: auch die Frage was passiert eigentlich in mir?
00:07:09: Und jetzt möchte ich dich einmal auf eine kleine Reise schicken!
00:07:12: Keine Große du musst dafür nirgendwo hinfahren.
00:07:14: Du brauchst keine Räucherstäbchen, keine Klangschale und auch keinen Sonnenaufgang über den Bergen.
00:07:20: Wir bleiben ganz bodenständig aber wir machen etwas das wir im Alltag erstaunlich selten tun.
00:07:26: Wir schauen nach innen nicht um Fehler zu suchen sondern um Informationen zu bekommen.
00:07:33: also mach dich bereit es geht los.
00:07:37: Situation eins dein Körper.
00:07:39: vielleicht denkst du jetzt mein Körper der vollsoktioniert.
00:07:42: doch.
00:07:43: Aber genau da liegt manchmal der Haken.
00:07:45: Wir merken unseren Körper häufig erst dann, wenn er laut wird Kopfschmerzen Verspannungen Herzklopfen Erschöpfung Schlafprobleme Magen Unruhr.
00:07:56: Und vorher Ja vielleicht hat er schon längst versucht mit dir zu sprechen Ganz leiser So ein Ziehen im Bauch Ein Druck auf der Brust Zusammengebissene Zähne Schultern die bis an den Ohren stehen Ein flacher Atem Unruhe in den Händen Und vielleicht kannst du heute einmal einfach nur beobachten, wie fühlt sich mein Körper gerade an?
00:08:19: Nicht was muss ich dagegen tun sondern was nehme ich wahr.
00:08:25: Das ist ein Unterschied.
00:08:26: Du musst nichts verändern Nur wahrnehmen.
00:08:33: Station zwei Dein Kopf.
00:08:36: Jetzt gehen wir weiter.
00:08:37: Was läuft eigentlich in deinem Kopf?
00:08:40: Welche Sätze tauchen immer wieder auf?
00:08:42: Vielleicht solche Sachen wie Ich muss, ich darf nicht.
00:08:46: Ich sollte.
00:08:47: Andere schaffen das doch auch?
00:08:49: Ich muss geduldiger sein!
00:08:50: Ich muss konsequenter sein.
00:08:52: Ich darf mein Kind nicht so viel fernsehen lassen.
00:08:54: Ich muss mehr Zeit für meinen Kind haben.
00:08:56: Ich müsste eigentlich mehr Sport machen.
00:08:58: Ich musste mich gesunder ernähren.
00:09:00: Ich müsse mich besser organisieren... Ich müsste ... merkst du etwas?
00:09:06: Manchmal bespielt unser innerer Dialog fast nur noch aus Müssen und Säufen Und dann frage ich mich Wo ist eigentlich das, ich möchte geblieben?
00:09:19: Station drei.
00:09:20: Dein Gefühl.
00:09:22: Und jetzt wird es vielleicht ein bisschen schwieriger Denn Gefühle sind nicht immer besonders duquem.
00:09:28: Da gibt es Wut Traurigkeit Neid Angst Enttäuschung Schaben Erschöpfung Freude Leichtigkeit Stolz und Liebe.
00:09:38: Dankbarkeit Alles darf da sein Auch Gefühle, die nicht in unser schönes Bild von der liebevollen geduldigen Mama passen.
00:09:47: Du darfst dein Kind lieben und trotzdem manchmal denken Boah ich kann gerade nicht mehr!
00:09:53: Du darf dankbar sein um gleichzeitig erschöpft.
00:09:56: du darf dein Kind über alles lieben Und trotzdem fünf Minuten Ruhe wollen.
00:10:01: Du darf stolz sein und gleichzeitig zweifeln.
00:10:04: Diese Dinge schließen sich nicht aus.
00:10:06: Wir Menschen sind keine entweder oder Wesen.
00:10:10: Wir sind ziemlich oft und.
00:10:14: Vielleicht ist genau das gemeint damit, wer bin ich?
00:10:17: Und ja wie viele!
00:10:20: Du bist nicht nur eine Version von dir, du bist manchmal mutig, manchmal ängstlich, manchmal laut, manchmal leiser, manchmal unglaublich geduldig und manchmal, naja sagen wir freundlich eher nicht.
00:10:33: Du bist vielleicht die Frau, die Abenteuer lebt und gleichzeitig Sicherheit braucht.
00:10:38: Du kannst unabhängig sein und dir Nähe wünschen, du kannst stark sein und Unterstützung brauchen.
00:10:43: Du kannst dein Kind loslassen wollen und gleichzeitig Angst haben!
00:10:46: Du kannst wissen dass dein Kind seinen eigenen Weg gehen muss und trotzdem manchmal am liebsten jeden Stein aus diesem Weg räumen wollen.
00:10:54: Das ist kein Widerspruch das bist du!
00:10:57: Und genau deshalb möchte ich heute noch ein bisschen weg von diesen Gedanken.
00:11:02: Ich Muss mich finden Denn vielleicht bist du gar nicht verloren.
00:11:06: Vielleicht bist du einfach nur sehr lange nicht mehr stehen geblieben, um dich wahrzunehmen?
00:11:11: Das ist nämlich etwas ganz anderes.
00:11:15: Die Psychologie spricht unter anderem von psychologischer Flexibilität.
00:11:20: Hm, das ist ein etwas sperriger Begriff!
00:11:23: Im Kern aber geht es darum wahrzunemen was gerade in uns passiert auch unangenehme Gedanken und Gefühle auszuhalten ohne sofort von ihnen gesteuert zu werden und trotzdem nach den eigenen Werten handeln zu können.
00:11:39: Eine systematische Übersichtsarbeit mit sechsundzwanzig Studien bei Eltern vom Kindern, mit Behinderungen fand Zusammenhänge zwischen psychologischer Flexibilität, psychischer Gesundheit und älterlichem Funktionieren.
00:11:52: Das finde ich für unsere Reise ziemlich spannend Denn es geht eben nicht darum Ich muss mich immer gut fühlen sondern Ich darf wissen, was in mir los ist und trotzdem entscheiden wie ich handeln möchte.
00:12:06: Ja unglaublich!
00:12:07: Das ist ein gewaltiger Unterschied.
00:12:12: Und auch die Forschung zum Elternstress zeigt Wenn Eltern dauerhaft stark belastet sind Ist das nicht einfach nur eine bisschen schlechte Laune?
00:12:20: Elterlicher Stress steht mit verschiedenen Aspekten der psychischen Gesundheit und den Familienalltags im Zusammenhang.
00:12:27: Bei Eltern von Kindern mit ADHS wurden beispielsweise höhere Belastungen um psychische Belastung beschrieben.
00:12:33: Das bedeutet nicht, adhs gleich gestresste Mama?
00:12:37: Nein nein so einfach ist die Welt nicht!
00:12:40: Aber es bedeutet... Die Bedingungen unter denen du deinen Alltag bewältigst spielen eine Rolle und deshalb ist die Frage nach dir keine Nebensache.
00:12:51: Und jetzt kommt eine ganz persönliche Landkarte.
00:12:55: Stell dir vor, du hältst eine Landkarte deines Lebens in der Hand.
00:12:59: Da sind ganz viele Orte eingezeichnet Familie Arbeit Freundschaften Partnerschaft Mutterschaft Vielleicht Kreativität Natur Bewegung vielleicht Reisen Vielleicht Ruhe Vielleicht Humor Vielleicht Sexualität Vielleicht Spiritualität Vielleicht Lernen Vielleicht Abenteuer Vielleicht einfach Auf dem Sofa liegen und niemand möchte etwas von dir.
00:13:24: Auch ein wichtiger Ort!
00:13:26: Und jetzt schau einmal auf diese Karte.
00:13:29: Welchen Ort besuchst du regelmäßig?
00:13:33: Und welche liegen schon seit Jahren brach?
00:13:36: Wo fühlst Du Dich zu Hause, wo bekommst Du Energie und wo verlierst Du sie?
00:13:43: Was ist Dir
00:13:44: wichtig?!
00:13:45: Nicht weil es Instagram schön findet nicht weil Deine Freundin das wichtig findet, nicht weil man das als gute Mutter eben macht sondern was isst dir wichtig.
00:13:59: Vielleicht möchtest du gerade tatsächlich einen Zettel nehmen und drei Wäuter aufschreiben, drei Dinge die dich ausmachen?
00:14:07: Und das bedeutet nicht ich bin Mama!
00:14:10: Nicht ich bin Krankenschwester und auch nicht Ich bin Ehefrau sondern drei Eigenschaften, Werte, Wesenszüge vielleicht sowas wie Du bist humorvoll, loyal, freiheitsliebend neugierig, berecht kreativ direkt, empathisch, ordnungsleben und chaotisch.
00:14:30: Abenteuerlustig, sicherheitslebend, naturverbunden leise laut was auch immer!
00:14:37: Und wenn der jetzt spontan nichts einfällt dann ist das auch eine Information denn vielleicht hast du dich einfach sehr lange nicht mehr danach gefragt und vielleicht kommt jetzt die nächste Hürde.
00:14:51: ja aber ich sehe an mir eben die Dinge die ich nicht mag Auch das kenne.
00:14:57: Wir können unglaublich schnell aufzählen, was wir nicht können.
00:15:01: Zu ungeduldig, zu laut, zu empfindlich, zu kodisch, zu kontrollieren, zu emotional... und dann wird aus Selbstreflexion ganz schnell selbstkritik.
00:15:12: Deshalb möchte ich heute eine kleine Regel aufstellen!
00:15:15: Wir sprechen nicht schlecht über Dich auch nicht im Gedanken Nicht Heute.
00:15:21: Wir schauen neugierig Wie bei einem Menschen, den wir gerade kennenlernen.
00:15:27: Du würdest einer neuen Bekannten hier auch nicht nach fünf Minuten sagen also deine fünf größten Schwächen interessieren mich jetzt aber mal zuerst Warum machen wir das dann bei uns selbst?
00:15:38: Vielleicht kannst du dich heute einmal mit denselben Augen anschauen Mit denen du dein Kind anschaust.
00:15:44: Wenn dein Kind etwas noch nicht kann sagst du hoffentlich nicht Na toll!
00:15:48: Das kannst du also auch noch nicht.
00:15:50: Sondern du schaust... ...du beobachtest Du versuchst zu verstehen, du suchst nach Stärken.
00:15:57: Nach Interessen.
00:15:58: Nach dem was schon da ist.
00:16:00: Nachdem was wachsen möchte.
00:16:02: Vielleicht dürfen wir genau diese Brille auch einmal für uns selbst aufsetzen.
00:16:08: und hier kommt ein Punkt der mir besonders wichtig ist.
00:16:11: wenn du einen Kind mit ADHS begleitet hast kann es passieren dass sich dein Blick immer stärker auf das richtet was schwierig ist weil Was muss organisiert werden, was muss verhindert werden?
00:16:22: Was darf nicht vergessen werden.
00:16:24: Was muss erklärt werden!
00:16:26: Was muss kompensiert werden?
00:16:28: und natürlich ist das notwendig ja.
00:16:31: aber wenn dein Blick dauerhaft auf Schwierigkeiten gerichtet ist kann es passieren dass du dich selbst ebenfalls nur noch unter dem Blickwinkel von Defiziten betrachtest.
00:16:41: also was mache ich falsch.
00:16:43: was muss sich verbessern?
00:16:45: warum bin ich nicht geduldiger?
00:16:46: warum schaffe ich das nicht?
00:16:48: Vielleicht brauchen wir auch hier eine andere Brille.
00:16:53: Was ist eigentlich schon da?
00:16:55: Welche Stärke hat dich bisher getragen, welche Eigenschaft hilft dir gerade sogar durch diesen anspruchsvollen Alltag?
00:17:02: Vielleicht ist deine Hacknäckigkeit manchmal anstrengend aber vielleicht ist genau sie es die dich immer wieder nach einer Lösung suchen lässt.
00:17:11: Vielleicht bist du sehr sensibel.
00:17:13: Ja das kann anstrend sein Aber vielleicht nimmst du dadurch auch Dinge wahr die andere übersehen.
00:17:20: Vielleicht bist du sehr strukturiert, vielleicht manchmal halt zu sehr.
00:17:24: Aber vielleicht gibt es genau diese Struktur.
00:17:26: deinem Kind Halt!
00:17:28: Vielleicht bist Du spontan und chaotisch?
00:17:30: Vielleicht bringt genau das Leichtigkeit in Eure Familie.
00:17:35: Wir müssten nicht aus jeder Eigenschaft eine Superkraft machen aber wir dürfen aufhören jede Eigenschaft sofort als Fehler zu betrachten.
00:17:44: Und vielleicht ist die eigentliche Reise dieser Folge Nicht herauszufinden, wie kann ich besser werden?
00:17:50: Sondern wie kann Ich mich besser kennenlernen.
00:17:54: Denn erst wenn ich weiß wer ich bin, kann ich überhaupt entscheiden welche Strategien zu mir passen, welche Grenzen ich setzen möchte, welche Werte ich leben möchte, welche Unterstützung ich brauche und welchem Weg mit meinem Kind gehen möchte.
00:18:09: Denn vielleicht ist genau das der Grund warum manche Tipps bei dir wunderbar funktionieren – und andere überhaupt nicht!
00:18:16: Nicht weil du unfähig bist, nicht weil du es nicht richtig machst sondern weil du ein anderer Mensch bist als die Mutter für die dieser Tipp vielleicht entwickelt wurde.
00:18:27: Du bist du mit deinem Temperament deiner Geschichte deinen Werten deinem Nervensystem deinen Erfahrungen deinen Ressourcen und mit dein einem ganz eigenen Blick auf die Welt.
00:18:43: Deshalb möchte ich dir heute keine Hausaufgabe geben.
00:18:46: Ich möchte dir eine Einladung geben.
00:18:49: Nimm dir irgendwann in den nächsten Tagen vielleicht zehn Minuten, nicht mehr und setz dich irgendwo hin wo du kurz umgestört bist und dann frage dich wer bin ich?
00:19:01: Und wenn du möchtest ergänze was macht mich aus?
00:19:05: Was ist mir wirklich wichtig?
00:19:07: Was gibt mir Energie?
00:19:09: Was raubt mehr Energie?
00:19:13: Und vielleicht auch, was habe ich an mir bisher immer nur kritisiert.
00:19:20: Obwohl darin vielleicht auch eine Stärke steckt.
00:19:24: und wenn du bei einer Frage nicht weißt dann ist das okay.
00:19:27: Du musst dich nicht auf Knopfdruck finden!
00:19:30: Du lernst dich gerade erst wieder kennen und vielleicht spürst du dabei irgendwann Da isst sie ja diese Frau die unter all den Rollen noch da ist Vielleicht ein bisschen müde vielleicht ein bisschen verschüttet Vielleicht auch ziemlich lebendig.
00:19:51: Vielleicht wartet sie gar nicht darauf, dass du sie findest.
00:19:54: Vielleicht wartet sie nur darauf, das du endlich wieder hinschaust.
00:20:01: Und eines möchte ich dir zum Schluss noch mitgeben Du bist nicht nur die Mama deines Kindes!
00:20:07: Du bist ein Mensch Eine Frau Mit einer eigenen Geschichte Mit eigenen Wünschen Mit eigenen Grenzen Mit eigenen Werten Mit eigenen Träumen Und dein Kind braucht nicht, dass du dich selbst aufgibst damit es ihm gut geht.
00:20:26: Es braucht eine Beziehung Eine echte Beziehungen.
00:20:30: und zu einer echten Beziehungs gehört nicht nur das Du Dein Kind kennenlernst Es gehört auch dazu Dass Du Dich Selbst Kennest Nicht Perfekt und Nicht Vollständig Aber Ein Stück mehr.
00:20:46: Ja Vielleicht ist das heute dann Erster Kleiner Schritt.
00:20:49: Nicht Ich Muss mich verändern Sondern Hey, ich möchte mich kennenlernen!
00:20:54: Und vielleicht ist das ein viel freundlicherer Anfang?
00:20:58: In der nächsten Folge können wir dann genauer weiter machen.
00:21:01: Denn wenn wir langsam herausfinden wer wir sind stellt sich irgendwann natürlich die nächste spannende Frage was davon es eigentlich wirklich meint.
00:21:09: Welche Werte habe ich welche Überzeugungen welcher alten Sätze welche Erwartungen welche Brillen habe ich vielleicht übernommen ohne jemals zu prüfen ob sie mir überhaupt passen?
00:21:20: Aber das ist eine andere Reise.
00:21:22: Für heute reicht es vielleicht!
00:21:25: Steh einmal kurz still, atme, spür dich, schau dich um und frag dich wer bin ich?
00:21:36: Vielleicht kommt keine Antwort.
00:21:39: Vielleicht nur ein kleines Haar.
00:21:42: da bin ich Und weißt du was?
00:21:45: für Heute ist das völlig genug denn Du musst Dich nicht neu erfinden.
00:21:49: Du darfst Dich kennenlernen Und vielleicht ist das heute auch ein erster kleiner Schritt.
00:21:57: Nicht ich muss mich mehr ändern, sondern ich möchte mich kennenlernen und vielleicht ist es ein viel freundlicher Anfang Denn manchmal ist es gar nicht so dass etwas in uns nicht da ist.
00:22:10: Vielleicht ist es nur verschüttet unter Jahren des Funktionierens Unter Erwartungen Unter Ich Muss Unter Ich sollte und all den Rollen die wir übernommen haben.
00:22:22: Und vielleicht liegen da irgendwo noch kleine und große Schätze.
00:22:25: Eine Stärke, die du längst vergessen hast!
00:22:28: Eine Leidenschaft, die dir schon lange kein Platz mehr war.
00:22:31: Eine Grenze, die eigentlich viel früher hätte gesetzt werden dürfen.
00:22:35: Ein Bedürfnis, das du immer wieder nach hinten geschoben hast... ein Traum, eine Leichtigkeit, ein Stück Mut… Vielleicht sogar eine Seite an dir von der du gar nicht mehr wusstest hey dass sie noch da ist?
00:22:47: Und genau diese Schätze müssen wir nicht mit Gewalt ausgraben.
00:22:51: Wir dürfen uns ihnen langsam nähern.
00:22:54: Mit Neugier, mit Respekt und manchmal vielleicht auch mit einem kleinen Schwunzeln.
00:23:01: Wenn du dabei Unterstützung möchtest musst du diese Entdeckungsreise nicht alleine machen.
00:23:06: Ich begleite Mütter auf dieser Reise zu sich selbst Nicht mit einer fertigen Landkarte Und schon gar nicht mit einem Anspruch dir zu sagen wer du sein solltest Sondern indem wir gemeinsam schauen Wer bist du?
00:23:20: Was macht dich aus?
00:23:22: Was ist dir wichtig, was brauchst du?
00:23:26: Was hast du vielleicht unter all dem Funktionieren verloren oder einfach nur gut vergraben?
00:23:31: und vielleicht entdecken wir dabei den ein oder anderen verschütteten Schatz, den du längst vergessen hattest.
00:23:38: Dabei geht es nicht darum eine andere Frau oder eine bessere Mutter zu werden.
00:23:43: Es geht darum wieder mehr du selbst zu sein.
00:23:46: Wenn du jetzt spürst, dass du dich auf diese Reise machen möchtest und dabei eine Begleitung an deiner Seite gebrauchen kannst dann melde dich gerne bei mir.
00:23:55: Die Möglichkeiten wie ich dich begleiten kann findest Du auf meiner Homepage www.manuela-kronenberger.de oder schreib mir einfach.
00:24:03: wir schauen dann gemeinsam was du dir von deinem Leben wünscht.
00:24:07: Und bis dahin sei neugierig auf Dich.
00:24:10: Schau ein bisschen genauer hin und vielleicht fragt Dich heute nicht das stimmt mit mir nicht sondern Was könnte da noch alles in mir stecken?
00:24:19: Vielleicht wartet dort ein Schatz auf dich und vielleicht bist du gerade erst dabei, die Stelle zu finden an der du anfangen kannst zu kramen.
00:24:28: Ja!
00:24:29: Und in der nächsten Folge schauen wir uns dann an was wir eigentlich mit all den Dingen machen, die wir über uns gelernt, übernommen und vielleicht schon viel zu lange mit uns herumgetragen haben.
00:24:40: Bis dahin, hey pass gut auf dich auf und vergiss bitte nicht Du bist nicht nur die Mama, die alles zusammenhält.
00:24:48: Du bist auch die Frau, die darin leben
00:24:51: möchte.".
00:24:53: Und hier noch ein kleines Zitat.
00:24:55: Vielleicht bist du gar nicht verloren?
00:24:58: Vielleicht hast du dich einfach nur sehr lange nicht mehr gefragt wo du eigentlich bist.
00:25:05: Ja bis zur nächsten Folge von Träumalie und Zappel Philipp wünsche ich dir Alles Liebe!
00:25:11: Deine Manuela.
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