135 - Und wo bleibst eigentlich du, Mama? Wenn die Supermama sich selbst verliert

Shownotes

Wenn du mehr Informationen im Umgang zum Thema ADHS/ADS & Co. suchst, besuche mich gerne auf meiner Homepage unter: https://www.manuelakronenberger.de

Dort erfährst du mehr zu mir und die Möglichkeit wie ich dich und dein Kind/deine Familie begleiten und unterstützen kann.

Du kannst auch gerne die Möglichkeit nutzen, mir eine e-mail zu schreiben oder ruf mich unverbindlich an.

Ich freu mich von dir zu hören, Deine Manuela

Manuela Kronenberger – Heilpraktikerin Psychotherapie, Beratung, Kinder-, Jugend- und Familiencoach, Wertschätzungstrainerin und KinFlex Therapeutin Psychotherapeutische Praxis Manuela Kronenberger Am Rohlande 2 58300 Wetter an der Ruhr

Mobil: +49 (0)1632836205 Praxis: +49 (0) 23358989790 info@manuelakronenberger.de

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00:00:05: Hallo und herzlich willkommen bei Träumerie.

00:00:05: Unser Befehl.

00:00:06: Dem Podcast für alle, die selber temperamentvoll sind oder ein sehr lebendiges und bewegungsfreudiges Kind haben mit- und ohne Diagnose ARR S&K.

00:00:15: Mein Name ist Manuela und ich begleite Dich Deine Familie und weder jurische Fachkräfte!

00:00:20: Du bekommst Tipps für den Umgang mit dem besonderen Verhaltensweisen und dem Zusammenleben innerhalb der Familie.

00:00:27: Let's go!

00:00:28: Brauchst aus dem Schubladen.

00:00:29: Denken rein ins selbst gestachte Leben.

00:00:37: Vielleicht kennst du diesen Satz.

00:00:39: Ich weiß doch eigentlich alles!

00:00:42: Du hast Bücher gelesen, Podcast gehört, Webinare besucht und eine Elternberatung gemacht.

00:00:48: Du hast dich mit anderen Müttern ausgetauscht?

00:00:50: Du kennst mittlerweile Begriffe, beexekutive Funktionen, Reizüberflutung, Dopanien, Co-Regulation und Nervensysteme.

00:00:58: Du weißt das dein Kind nicht absichtlich trödelt.

00:01:00: Du Weißt dass es nicht einfach nicht will.

00:01:03: Du weißt, das Schrei nicht unbedingt ungehorsam bedeutet.

00:01:10: Du weisst, dass hinter dem Wut-Anfall vielleicht Überforderung steckt.

00:01:14: Du weißst so viel!

00:01:16: Und trotzdem stehst du manchmal abends in der Küche bist völlig erschöpft und denkst Was mache ich eigentlich falsch?

00:01:23: Oder warum bekomme ich das nicht hin?

00:01:26: Andere schaffen das doch auch.

00:01:28: Ich weiß es doch besser.

00:01:29: Warum handle ich dann trotzdem so?

00:01:32: Und vielleicht kommt irgendwann sogar dieser ganz leise Unangenehme Gedanke Vielleicht bin ich einfach keine gute Mutter.

00:01:41: Hallihallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Träumalie & Zappelphilippe!

00:01:46: Wenn du also diesen Gedanken, vielleicht bin nicht einfach eine gute Mutter kennst, dann möchte ich jetzt erst einmal etwas ganz Wichtiges sagen... Diese Folge ist NICHT dazu da dir noch mehr Wissen über dein Kind zu geben.

00:01:59: Heute geht es um Dich.

00:02:02: Um Dein Seelenleben.

00:02:03: Um deine Geschichte.

00:02:05: Um DEINE WERTE Um Deine Persönlichkeit, um Deine Stärken, um deine Grenzen.

00:02:12: Um das was Dich ausnacht und um eine vielleicht ziemlich unbequeme Frage weißt Du eigentlich noch wer Du bist jenseits deiner Rolle als Mutter?

00:02:25: Die Supermama!

00:02:26: Wir leben in einer Zeit in der Elternschaft manchmal fast zu einem Optimierungsprojekt geworden ist Das richtige Essen, die richtige Förderung, die richtige Kommunikation.

00:02:35: Die richtige Bindung, die richtige Bildschirmzeit, der richtige Konsequenz, die Richtige Begleitung von Emotionen, die rechte Morgenroutine und die richtige Abendroutine Und wenn ein Kind ADHS hat kommt möglicherweise noch eine ganze Schippe oben drauf.

00:02:48: Du sollst verstehen, du sollst begleiten und regulieren.

00:02:51: Du solltest dein Kind schmerken!

00:02:53: Du solltest es nicht beschämen oder Grenzen setzen – aber bitte liebevoll!

00:02:56: Du sollte konsequent sein, aber nicht autoritär!

00:02:58: Du musst Verständnis haben, aber nichts durchgehen lassen.

00:03:02: Du musst dein Kind annehmen wie es ist.

00:03:04: Und gleichzeitig dafür sorgen, dass es sich möglichst gut entwickelt.

00:03:09: Puh!

00:03:10: Ganz ehrlich?

00:03:12: Allein vom Zuhören brauche ich gerade schon einen Kaffee.

00:03:16: Und vielleicht entsteht genau hier dieses Bild der Supermama.

00:03:20: Die Mama, die immer ruhig bleibt, immer Verständnis hat, immer die richtigen Worte findet, nie die Nerven verliert, nie genervt ist, nie überfordert ist, nicht sagt jetzt reicht es mir aber!

00:03:31: Die Supermoma kennt die Bedürfnisse ihres Kindes und zwar möglichst bevor das Kind sie selbst kennt.

00:03:37: Sie ist emotional verfügbar, sie ist geduldig, sie isst reflektiert, sie informiert sich, sie liest, sie probiert aus.

00:03:44: Sie arbeitet an sich.

00:03:46: Und wenn es trotzdem nicht funktioniert, dann arbeitet sie eben noch mehr an sich.

00:03:51: und irgendwann sitzt diese Mama wirklich da und denkt was muss ich eigentlich noch alles verändern damit das endlich funktioniert?

00:04:02: Und jetzt kommt ein kleiner Gegenentwurf.

00:04:05: vielleicht musst du dich gar nicht immer weiter verändern Vielleicht musst du Dich nicht zur perfekten Mutter machen Vielleicht musst du auch nicht die Mutter werden, die in irgendeinem Buch beschrieben wird.

00:04:17: Vielleicht musst Du vielmehr herausfinden, welche Mutter bin ich?

00:04:22: Nicht was wäre jetzt die richtige Reaktion!

00:04:25: Sondern was passt zu

00:04:26: mir?!

00:04:27: Nicht wie würde eine perfekte ADHS-Mutter handeln sondern wie möchte Ich mit meinem Kind leben?

00:04:34: und da kommen wir an einen Punkt den ich unglaublich wichtig finde Wissen ist nicht Identität.

00:04:42: Du kannst hundert Bücher über ADHS gelesen haben, aber das macht dich noch lange nicht zu einer anderen Persönlichkeit.

00:05:09: und manchmal auch mit deinem ziemlich ausgeprägten Macken.

00:05:12: Und weißt du was?

00:05:14: Die dürfen da sein!

00:05:18: Wenn du jetzt denkst, aber ich muss doch anders reagieren... Ja, manchmal musst du tatsächlich anders reagiern.

00:05:25: wenn dein bisheriges Verhalten deinem Kind oder dir schadet lohnt sich Veränderung natürlich.

00:05:30: Aber Veränderungen ist etwas anderes als Selbstverleugnung.

00:05:34: und genau da wird es interessant.

00:05:37: Denn vielleicht hast Du irgendwann gelernt Eine gute Mutter schreit nicht.

00:05:41: Also unterdrückst du deinen Ärger!

00:05:43: Eine gute Mutter ist geduldig, also schluckst Du Deine Ungeduld herunter.

00:05:48: Eine gute Mutter begleitet Gefühle.

00:05:50: Also bleibst Du neben deinem Turm den Kinn sitzen obwohl Du innerlich eigentlich gerade selbst explodierst.

00:05:56: Eine Gute Mutter sagt Nicht Ich kann nicht mehr.

00:05:59: Also sagst Du es nicht und irgendwann passiert etwas merkwürdiges.

00:06:04: Du funktionierst... Du machst alles richtig Du erfüllst Anforderungen, du verwendest die richtigen Sätze.

00:06:12: Du kennst die richtige Strategie aber innerlich entfernst du dich immer weiter von dir selbst.

00:06:18: und vielleicht merkst du es zunächst gar nicht denn äußerlich läuft es nur!

00:06:23: Du läufst irgendwann nicht mehr mit.

00:06:29: Jetzt lass uns mal schauen was dieser Druck mit einer Mutter macht.

00:06:32: Die Forschung zeigt ziemlich deutlich dass Eltern vom Kindern mit ADHS häufiger unter erhöhtem Erziehungs Stress um psychischer Belastung stehen.

00:06:40: Eine aktuelle Meta-Analyse mit zwei Sechzig Studien und mehr als dreizehntausend Kindern und Jugendlichen fand Unterschiede in verschiedenen Bereichen älterlichem Verhaltens bei Familien mit und ohne ADHS, wobei die Autoren Autorinnen ausdrücklich darauf hinweisen dass die hohe Heterogynität und überwiegend querschnittlichen Daten keine einheitliche Ursachen Wirkungsaussagen erlauben.

00:07:04: Und das ist wichtig denn ich möchte hier auf keinen Fall die Botschaft vermitteln Wenn du gestresst bist, schadest du deinem Kind.

00:07:11: Nein!

00:07:12: So einfach ist es nicht.

00:07:14: ADHS entsteht nicht – weil Mama manchmal gestreszt ist und dein Kind wird nicht plötzlich adhsfrei wenn du dich nur genug entspannst.

00:07:22: aber dein eigener Zustand beeinflusst wie du Situationen wahrnimmst und wie du auf dein Kind reagieren kannst.

00:07:29: Und genau hier kommt die sogenannte elterliche Selbstwirksamkeit ins Spiel.

00:07:34: Also vereinfacht gesagt, ich glaube daran dass sich als Mutter etwas bewirken und schwierige Situationen bewältigen kann.

00:07:42: Studien zeigen Zusammenhänge zwischen elterlicher Selbstwirksamkeit, elterlichem Wohlbefinden Und bei Müttern mit eigenen ADHS-Symptomen zeigte eine Studie beispielsweise, dass der Zusammenhang zwischen ADHS Symptomen der Mutter und Erziehungsstress wesentlich über ihre Überzeugung als Mutter wirksam zu sein erklärt wurde.

00:08:07: Das finde ich sehr spannend!

00:08:08: Denn vielleicht plautet die Frage manchmal gar nicht, welche Strategien brauche ich noch?

00:08:13: Sondern glaube eigentlich noch daran, Lass uns mal schauen, die Falle des ich muss.

00:08:26: Und jetzt möchte ich einmal ein paar Sätze in den Raum stellen.

00:08:29: Vielleicht erkennst du dich in dem einen oder anderen davon wieder?

00:08:33: Ich muss geduldiger werden!

00:08:35: Ich muss konsequenter werden!

00:08:52: Selbst für Sorge kann zu einer neuen Pflicht werden.

00:08:56: Denn dann steht irgendwann auf deiner To-do Liste, Kind versorgt, Hausaufgaben begleitet, Termine organisiert, Schule kontaktiert, ADHS Fortbildung gemacht, Nervensystem reguliert, zwanzig Minuten Achtsamkeit, Sport, gesunde Ernährung, Grenzen setzen authentisch sein.

00:09:10: Halt!

00:09:12: Wenn du beim Punkt authentisch seien schon wieder das Gefühl hast Mist, das habe ich heute auch nicht geschafft.

00:09:18: Dann dürfen wir gemeinsam kurz nachhören Denn dann ist aus Selbstfürsorge gerade Selbstoptimierung in zwei Punkt null geworden.

00:09:28: Lass uns mal schauen und wer bist du?

00:09:31: Ich möchte dich heute deshalb nicht zuerst fragen, was braucht dein Kind sondern Was brauchst Du?

00:09:38: Was ist dir wirklich wichtig?

00:09:40: Welche Werte möchtest du deinem Kind vermitteln?

00:09:43: Was bedeutet Familie für Dich?

00:09:45: Was Bedeutet Respekt?

00:09:47: Was bedeutet Freiheit?

00:09:48: Was beteutet Verantwortung?

00:09:50: Was bedeutet Liebe?

00:09:52: Was bedeutet Grenzen setzen, was bedeutet Erfolg?

00:09:55: Was bedeutet ein gutes Leben?

00:09:58: und dann vielleicht noch eine viel schwierigere Frage.

00:10:01: Liebst du diese Werte eigentlich oder redest du hauptsächlich darüber?

00:10:07: Kinder lernen nicht nur aus unseren Erklärungen sie lernen aus dem was wir ihnen vorleben.

00:10:14: Und genau hier stellt sich die Frage was erlebt dein Kind bei dir?

00:10:19: Stell dir einmal vor dein Kind wird erwachsen.

00:10:21: Vielleicht ist es von um zwanzig, vielleicht vom dreißig.

00:10:24: Und jemand fragt dein Kind was hast du von deiner Mutter gelernt?

00:10:29: Was möchtest Du das?

00:10:29: dein Kind antwortet?

00:10:31: Deine Mama wusste immer alles über ADHS?

00:10:33: Nur!

00:10:34: Vielleicht... Aber ich vermute da gebe es noch etwas anderes.

00:10:39: Vielleicht meine Mama hat mir gezeigt dass man Fehler machen darf.

00:10:43: oder Meine Mama konnte sich entschuldigen Oder meine Mama konnte sagen wenn es ihr zu viel wurde oder Meine Mama hat mir gezeigt, dass Grenzen nichts mit Ablehnung zu tun haben.

00:10:54: Oder meine Mama war nicht perfekt aber sie war echt und vielleicht sogar.

00:11:00: ich wusste immer woran ich bei ihr bin.

00:11:05: Lass uns mal weiter schauen.

00:11:07: Echtheit ist nicht dasselbe wie Rücksichtslosigkeit Und hier möchte ich eine wichtige Grenze ziehen.

00:11:13: Authentisch zu sein bedeutet nicht Ich bin halt so!

00:11:17: Und dann dürfen alle anderen darunter leiden.

00:11:20: Authentizität ist keine Eintrittskarte für Rücksichtlosigkeit.

00:11:24: Wenn ich sage, Ich bin eben laut und mein Kind ständig anschreihe, Ist das nicht automatisch Authentzität?

00:11:32: Wenn ich sagen, Ich Bin eben ungeduldig und mein kind ständig unter Druck setze, Ist dass keine Entschuldigung.

00:11:39: Authentisch zu sein bedeutet vielmehr, Ich nehme wahr was in mir passiert!

00:11:45: Ich übernehme Verantwortung dafür Und ich entscheide bewusst wie ich damit umgehen möchte.

00:11:51: Ich darf sagen, ich bin gerade richtig wütend und gleichzeitig möchte dich nicht anschreien.

00:11:56: Ich brauche fünf Minuten.

00:11:58: Das ist keine Schwäche!

00:12:00: Das ist Selbstwahrnehmung, das ist Regulationen – und möglicherweise sogar ein ziemlich wertvolles Lernmodell für dein Kind.

00:12:08: Denn dein Kind braucht keine perfekte Mutter.

00:12:12: Vielleicht braucht dein Kind keine perfektem Mutter die immer reguliert ist?

00:12:16: Vielleicht braucht es eine Mutter, die Regulation immer wieder

00:12:20: findet?!

00:12:21: Und genau das ist der Unterschied.

00:12:23: Eine Mutter, die sagen kann ich war gerade zu laut.

00:12:26: Das war nicht fair von mir.

00:12:28: Ich brauche gerade eine Pause Ich weiß grade selbst nicht weiter.

00:12:32: Lass uns gemeinsam unterlegen.

00:12:34: Oh!

00:12:34: Ich habe einen Fehler gemacht.

00:12:36: Was lernt dein Kind daraus?

00:12:38: Dass Beziehungen Fehler aushalten können Dass Konflikte reparierbar sind Dass Gefühle nicht gefährlich sind Dass man Verantwortung übernehmen kann Dass man nicht perfekt sein muss um geliebt zu werden und dass Erwachsene Ebenfalls Menschen sind.

00:12:55: Ja, Coregulation bedeutet nicht Mama muss immer ruhig sein.

00:12:59: Auch wissenschaftlich ist das interessant.

00:13:02: Kinder entwickeln ihre Fähigkeiten zur Selbstregulation nicht isoliert.

00:13:07: Eltern-Kind Interaktionen spielen dabei eine wichtige Rolle.

00:13:11: Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit beschreibt Coregulation als einen Entwicklungsprozess bei dem Eltern und Kinder ihre biologischen Zustände ihr Verhalten ihre Emotionen miteinander abstimmen, besonders in herausfordernden Situation.

00:13:29: Aber Co-Regulation bedeutet deshalb noch lange nicht Mama darf niemals aus dem Gleichgewicht geraten!

00:13:34: Denn das wäre ziemlich unrealistisch.

00:13:37: Co-regulation bedeutet nicht ich muss immer den menschlichen Ruhrpult sein sondern wir lernen gemeinsam mit schwierigen Zuständen umzugehen und manchmal bedeutet dass Wir sind gerade beide völlig drüber.

00:13:51: Wir machen jetzt erst mal eine Pause.

00:13:54: Auch das kann Regulation sein!

00:13:59: Ja, und dann kommt der Moment in dem Wissen nicht mehr hilft.

00:14:02: Vielleicht kennst du diese Situation?

00:14:05: Dein Kind soll sich anziehen – Du weißt Nicht.

00:14:07: zehnmal sagen Kurze Anweisung Blickkontakt Keine lange Diskussion Vielleicht visuelle Struktur vielleicht Timer vielleicht Wahlmöglichkeiten.

00:14:16: Du hast alles gelernt Und dann steht dein Kind immer noch im Schlafanzug da.

00:14:20: Du sagst Bitte seh dich jetzt an Keine Reaktion.

00:14:25: Du sagst es nochmal, dann lauter!

00:14:28: Dann?

00:14:29: Wir haben das doch schon hundertmal besprochen und fünf Minuten später sitzt du im Auto und denkst Warum habe ich schon wieder so reagiert?

00:14:38: Und vielleicht ist genau hier der Moment an dem du nicht noch eine Strategie brauchst.

00:14:44: Vielleicht brauchst du eine andere Frage Was ist eigentlich gerade mit mir los?

00:14:51: Praktich mal bin ich müde Unter Zeitdruck habe ich Angst zu spät zu kommen, habe das Gefühl niemand nimmt mich ernst.

00:15:01: Bin ich gerade sowieso schon voll?

00:15:03: Hat mich die Lehrerin gestern kritisiert?

00:15:05: Habe ich das Gefühl wieder versagt zu haben?

00:15:08: oder berührt mein Kind gerade etwas in mir?

00:15:11: Vielleicht erinnert sich sein Chaos an meine eigene Kindheit!

00:15:14: Vielleicht wurde mir früher ständig gesagt du musst dich einfach mehr anstrengen.

00:15:19: vielleicht triggert mich Unpünktlichkeit vielleicht habe ich gelernt Wer nicht funktioniert, macht Ärger und plötzlich geht es beim Anziehen gar nicht mehr nur ums Anziehen.

00:15:29: Denn deine Geschichte sitzt mit am Tisch!

00:15:33: Wenn wir Mutter werden, bringen wir nicht nur unsere Liebe mit – Wir bringen auch unsere Geschichte mit.

00:15:39: Unsere eigene Kindheit, unserer Erfahrungen mit unseren Eltern, unsere Vorstellungen davon was gute Erziehung bedeutet, unsere alten Glaubenssätze, unsere Verletzungen, unsere Ängste….

00:15:50: Unsere Sehnsucht danach ist besser zu

00:15:52: machen.".

00:15:53: Und manchmal, auch den unbewussten Wunsch.

00:15:55: Mein Kind soll niemals das erleben was ich erlebt habe.

00:16:00: Das kann unheimlich kraftvoll sein aber es kann auch Druck erzeugen Denn dann wird das Kind plötzlich zum Projekt.

00:16:07: Ich muss verhindern dass mein Kind dieselben Erfahrungen macht wie ich und damit kann eine riesige Verantwortung auf den Schultern einer Mutter landen.

00:16:17: Ja vielleicht bist du nicht zu wenig Vielleicht bist du einfach zu viel für dich selbst geworden.

00:16:51: Lass uns hier ein kleines Experiment machen.

00:16:53: Ich möchte dich jetzt tatsächlich einmal bitten, während du zuheißt kurz etwas anderes zu tun.

00:17:00: Nicht denken!

00:17:01: Nicht analysieren nicht bewerten.

00:17:03: Wenn es gerade möglich ist schließt für einen Moment die Augen.

00:17:08: Da hat man einmal tief ein und langsam wieder aus.

00:17:14: Und dann stell dir die Frage wie geht es mir eigentlich wirklich?

00:17:19: Nicht Wie sollte es mir gehen?

00:17:21: Nicht Ich müsste eigentlich dankbar sein.

00:17:24: Nicht andere haben es viel schwerer, sondern wie geht es mir?

00:17:31: Was spürst du?

00:17:33: Druck Erschöpfung Traurigkeit Wut Leere Angst Liebe Stolz Vielleicht alles gleichzeitig.

00:17:48: Und dann wo spürste das?

00:17:52: im Bauch in der Brust Im Hals, in den Schultern im Kopf?

00:18:01: und jetzt noch eine Frage.

00:18:03: Wenn dieses Gefühl sprechen könnte was würde es dir sagen?

00:18:14: Denn ganz wichtig ist du darfst sagen ich darf einzigartig sein.

00:18:20: Ich liebe an dieser Stelle ein Wort das manchmal etwas missverstanden wird Einzigartig nicht einzig unartig Also nicht!

00:18:29: Ich muss besonders brav angepasst und perfekt sein sondern einzigartig.

00:18:35: Ich darf die Mutter sein, die ich bin!

00:18:37: Vielleicht bist du eine sehr strukturierte Mutter?

00:18:40: Vielleicht bist Du chaotisch?

00:18:42: Vielleicht brauchst Du morgens absolute Ruhe?

00:18:45: Vielleicht läuft bei Euch Musik?

00:18:46: Vielleicht Bist Du sehr körperlich und kuschelig?

00:18:49: Vielleicht Brauchst Du mehr Abstand?

00:18:51: Vielleicht bist Du eine Mutter, die viel erklärt?

00:18:53: Vielleicht, bist Du eine Mama, die lieber gemeinsam ausprobiert?

00:18:57: Vielleicht ist Du humorvoll?

00:18:58: vielleicht bist Du manchmal ziemlich direkt?

00:19:01: Vielleicht braucht Du Ordnung.

00:19:03: Vielleicht kannst du mit Chaos erstaunlich gut umgehen.

00:19:05: Vielleicht bist du introvertiert, vielleicht brauchst du Menschen um dich herum.

00:19:11: Es gibt nicht die eine richtige Mutterpersönlichkeit und dein Kind braucht auch nicht deine Kopie.

00:19:19: Ja aber was wenn die Welt etwas anderes von dir verlangt?

00:19:24: Vielleicht kennst Du Aussagen wie Ah, du musst konsequenter sein.

00:19:27: Du musst mehr Grenzen setzen!

00:19:29: Du musst mir loslassen!

00:19:30: Du muss dich mehr durchsetzen!

00:19:32: Du bist ruhiger bleiben!

00:19:33: Du darfst dein Kind nicht so viel abnehmen... ...du musst dein Kind mehr fordern!

00:19:37: Du mußt es mehr fördern!

00:19:39: Und möglicherweise sagen das nicht einmal Menschen die dich wirklich kennen.

00:19:43: Vielleicht kommen diese Erwartungen aus Social Media, Aus Ratgebern, Aus der Familie, Aus Schule, Aus dem Kindergarten, Aus anderen Eltern oder aus deinem eigenen Kopf.

00:19:56: Und manchmal frage ich mich, wieviel von dem was wir als gute Elternschaft bezeichnen ist eigentlich unsere eigene Überzeugung und wie viel davon ist einfach eine fremde Stimme die wir irgendwann übernommen haben?

00:20:14: Jetzt wird es ein bisschen provokant Denn manchmal ist es einfacher auf andere zu zeigen.

00:20:20: Die Schule versteht mein Kind nicht, die anderen Eltern haben keine Ahnung, die Teuroportien macht das falsch, die Väter müssten sich mehr kümmern, die Großeltern verwöhnten das Kind, die Gesellschaft ist schuld und manch über stimmt das sogar!

00:20:31: Natürlich gibt es Systeme, Strukturen und Menschen, die nicht passend handeln – und natürlich müssen wir darüber sprechen.

00:20:40: Aber manchmal kann der Fingerzeig nach außen auch etwas sehr Bequemes haben.

00:20:45: Solange ich auf den anderen zeige, muss ich mich selbst nicht anschauen.

00:20:49: Und deshalb möchte ich dich nicht fragen wer macht es falsch?

00:20:53: Sondern was liegt in meinem Einflussbereich?

00:20:57: Nicht alles!

00:20:58: Aber immerhin etwas und dieses Etwas beginnt häufig bei mir.

00:21:04: Nicht mit Schuld sondern mit Eigenmacht.

00:21:09: Jetzt lass uns mal schauen was der Unterschied ist zwischen Eigenmachts- und Schuld.

00:21:13: Schuld sagt Ich bin schuld, dass es meinem Kind zu schlecht geht.

00:21:17: Eigenmacht sagt ich kann nicht alles kontrollieren aber ich kann beeinflussen wie ich damit umgehe und das ist ein riesiger Unterschied denn Schuld macht klein.

00:21:29: Eigenmarkt macht handlungsfähig und genau deshalb finde ich den Blick auf die Mutter so wichtig.

00:21:34: Nicht was musst du noch besser machen sondern was hilft dir vielleicht handlungsfähig zu werden?

00:21:41: Und jetzt kommt vielleicht die wichtigste Frage der heutigen Folge Was möchtest du deinem Kind eigentlich vorleben?

00:21:48: Nicht beibringen!

00:21:50: Vorleben.

00:21:52: Möchtest Du ihm vorleben, Du musst dich ständig verbessern um gut genug zu sein oder Du darfst wachsen ohne Dich dafür abzulehnen?

00:22:00: Möchest Du ihn zeigen?

00:22:01: deine Bedürfnisse sind wichtig aber die Bedürfenisse andere auch?

00:22:05: Mötest Du im Zeigen, Du darf es nein sagen?

00:22:09: Möktest Du ihm zeigen, Du möcht das Hilfe annehmen?

00:22:12: Möchtest du ihm zeigen, du darfst Fehler machen.

00:22:15: Möchest du ihn zeigen, Du musst nicht allen gefallen und möchtest zu ihm zeigen?

00:22:20: Du darfst du selbst sein!

00:22:24: Dann wäre es doch ziemlich schön wenn dein Kind erleben dürfte Mama darf Mama sein.

00:22:29: Nicht perfekt, nicht immer ruhig, nicht so berin Aber echt.

00:22:35: Hier eine kleine Alltagsgeschichte.

00:22:38: Stell dir zwei Mütter vor.

00:22:40: Beide Kinder haben ADHS.

00:22:42: Beide wissen ziemlich viele bei ADIs.

00:22:44: Mutter A versucht ständig alles richtig zu machen.

00:22:47: Sie nutzt jede Strategie, sie kontrolliert ihre Worte, sie analysiert jede Situation.

00:22:52: Abends geht sie den Tag noch einmal durch.

00:22:54: Das hätte ich anders machen müssen.

00:22:56: Da war ich zu laut, da hätt' ich anders reagieren müssen.

00:22:59: Da habe ich zu viel durchgehen lassen.

00:23:00: Da hätte ich konsequenter sein dürfen.

00:23:04: Mutter B kennt ebenfalls Strategien Aber sie fragt zusätzlich Was passt zu uns?

00:23:11: Sie entscheidet sich für drei Dinge, die zu ihrer Familie passen.

00:23:15: Sie sagt ihrem Kind Ich weiß dass Übergänge für dich schwierig sind.

00:23:19: Deshalb machen wir das morgen so und wenn es nicht funktioniert Dann wird nicht automatisch die gesamte Persönlichkeit der Mutter infrage gestellt.

00:23:28: sie schaut Okay Das hat heute nicht funktioniert.

00:23:33: was brauchen wir jetzt?

00:23:34: Und genau das ist ein gewaltiger Unterschied.

00:23:38: Nicht weil mutter B alles besser macht sondern weil sie nicht permanent gegen sich selbst arbeitet.

00:23:46: Ja, Strategie braucht Passung.

00:23:49: Was heißt das denn?

00:23:51: Das ist übrigens etwas, dass ich aus meiner Arbeit mit Familien immer wieder spannend finde.

00:23:55: Eine Strategie kann wissenschaftlich sinnvoll sein und trotzdem für eine bestimmte Familie nicht funktionieren – nicht, weil die Strategie schlecht ist, sondern weil Menschen unterschiedlich sind!

00:24:06: Was bei einer Familie wunderbar funktioniert, kann bei einer anderen völlig daneben liegen.

00:24:13: Und genau deshalb sollten wir nicht nur fragen, ist diese Methode evidenzbasiert?

00:24:18: Sondern zusätzlich passt sie zu diesem Kind.

00:24:20: Zu dieser Familie und zu dieser Mutter.

00:24:23: Das ist kein Freipadscheid nach dem Motto Ich mache einfach was ich will.

00:24:27: Es ist vielmehr die Verbindung aus Wissen und Individualität Und genau diese Verbindung ist mir so wichtig.

00:24:34: Lass uns nochmal schauen.

00:24:35: Wissenschaft trifft Bauchgefühl auch ein spannendes Thema.

00:24:40: Vielleicht ist das überhaupt die Brücke die wir brauchen Wissen und Gefühl, nicht entweder.

00:24:46: Ich verlasse mich nur auf mein Bauchgefühl oder ich mache nur das was irgendeine Studie sagt sondern ich informiere mich, ich prüfe, ich beobachte, ich reflektiere und dann schaue ich.

00:24:59: was passt zu uns?

00:25:01: Psychologische Flexibilität beschreibt genau diese Fähigkeit auch mit schwierigen inneren Erfahrungen umgehen zu können um gleichzeitig das eigene Handeln an persönlichen Wertenausrichten.

00:25:12: Eine systematische Übersichtsarbeit bei Eltern von Kindern mit Entwicklungsbeeinträchtigungen fand Zusammenhänge psychologischer Flexibilität, mit psychischer Gesundheit und ärterlichem Funktionieren.

00:25:26: Das finde ich für unsere heutige Folge unglaublich passend!

00:25:29: Denn vielleicht geht es gar nicht darum immer das richtige Gefühl zu haben?

00:25:33: Vielleicht geht es darum trotz schwieriger Gefühle wieder handlungsfähig zu

00:25:38: werden?!

00:25:40: Hm, was könnte das denn ganz praktisch bedeuten?

00:25:43: Vielleicht beginnt Veränderung nicht mit einer neuen Strategie.

00:25:47: Vielleicht beginnen Sie mit Beobachtung.

00:25:50: Beobachte Dich!

00:25:51: Nicht bewerten – nur beobachten.

00:25:55: Wann wirst Du besonders laut?

00:25:57: Wann wärst Du besonders streng?

00:25:59: Wanne funktionierst du noch?

00:26:01: Wannen sagst Du ja obwohl Du nein

00:26:03: meinst?!

00:26:04: Wann verkleist Du

00:26:05: Dich!?

00:26:06: Wann bekommst Du das Gefühl nicht gut genug zu sein?

00:26:10: Man suchst du sofort nach einer neuen Methode.

00:26:13: Wann verlässt Du Dich selbst, um die Erwartungen anderer zu erfüllen?

00:26:17: Und dann fragt Dich – ist das gerade wirklich

00:26:21: meins?!

00:26:24: Und da sind dann auch noch Deine Werte!

00:26:27: Nimm Dir einmal fünf Minuten Zeit und schreib spontan Fünf Werte auf, die dir in deinem Leben wichtig sind.

00:26:34: Nicht was sollte dir wichtig sein sondern was IST mir wichtig?

00:26:40: Wirklich wichtig!

00:26:41: Vielleicht Freiheit, Liebe, Respekt, Humor, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Familie, Selbstständigkeit, Gerechtigkeit, Leichtigkeit, Sicherheit und Mut usw.

00:26:57: Und dann kommt die zweite Frage Wie viel davon erlebt mein Kind im Alltag mit mir?

00:27:03: Und vielleicht die dritte Wo verbiege ich mich gerade Obwohl dieser Wert mir eigentlich richtig ist?

00:27:10: Das kann richtig spannend werden.

00:27:13: Also, nimm dir ein paar Minuten!

00:27:20: Und jetzt noch eine Frage die ein bisschen weh tun darf... Wo versuchst du gerade eine Mutter zu sein, die du gar nicht bist?

00:27:27: Vielleicht bist Du die Mutter, die immer alles im Griff haben möchte Obwohl Du eigentlich ein Mensch bist der Freiheit braucht.

00:27:34: Vielleicht bist du die Mutter die immer vermittelt Obwohl du eigentlich klare Grenzen brauchst.

00:27:40: Vielleicht bist DU die Mutter Die immer alles erklärt Obwohl du eigentlich lieber gemeinsam handelst.

00:27:46: und vielleicht bist du die Mutter, die ständig funktionieren möchte.

00:27:50: Obwohl dein Körper längst sagt ich möchte nicht mehr.

00:27:55: Und vielleicht ist genau das der Moment an dem du dich fragen darf Was würde passieren wenn Ich aufhöre eine gute mutter spielen zu wollen?

00:28:03: Und anfange meine mutterrolle wirklich Zu meiner zu machen.

00:28:10: und glaub mir dass bedeutet Nicht alles bleibt wie es ist.

00:28:14: ganz wichtig Ich bin eben so, ist nicht das Ende jeder Entwicklung.

00:28:19: Im Gegenteil – echte Selbstannahme kann überhaupt erst Veränderung ermöglichen!

00:28:24: Denn wenn ich nicht ständig damit beschäftigt bin, mich selbst abzuwerten, kann ich mich anschauen.

00:28:30: Ehrlich auch an den unangenehmen Stellen.

00:28:33: Ich kann sagen Ja, ich werde schnell laut Ja, habe Schwierigkeiten mit Chaos Ja, kontrolliere manchmal zu viel Ich kann schlecht loslassen und ja, ich möchte manchmal einfach das mein Kind funktioniert.

00:28:51: Und dann kann ich fragen was möchte ich mit damit machen?

00:28:54: Nicht!

00:28:55: Was stimmt nicht mit mir sondern...was möchte ich verändern?

00:29:00: Das ist ein völlig anderer Ausgangspunkt.

00:29:05: Und weißt du was?

00:29:06: vielleicht braucht dein Kind genau das?

00:29:09: Vielleicht braucht dein kind nicht die Supermama Vielleicht braucht es eine Mama die ihm zeigt Du musst dich nicht verbiegen, um wertvoll zu sein.

00:29:17: Du darfst lernen!

00:29:18: Du darf wachsen!

00:29:20: Du kannst sich verändern... du darfst Fehler machen.. du darf dich probieren.... du darf herausfinden wer du bist und vielleicht ist das eine der wertvollsten Botschaften die du deinem Kind geben kannst.

00:29:31: Nicht durch einen Vortrag sondern dadurch dass du es selbst lebst Und hier etwas zum mitnehmen.

00:29:41: Ich möchte dir heute deshalb ein paar Fragen da lassen.

00:29:44: Vielleicht beantwortest du sie nicht sofort.

00:29:47: Vielleicht gehst du beim Spazieren gehen mit ihnen, vielleicht sitzt du heute Abend an der Tasse Tina und vielleicht kommt irgendwann eine Antwort.

00:29:56: Und zwar auf die Frage Wer bin ich?

00:29:58: Jenseits meiner Rolle als Mama?

00:30:02: Was macht mich aus?

00:30:04: Welche Werte sind mir wirklich wichtig?

00:30:06: Welchen davon lebe ich?

00:30:09: Wo funktioniere ich nur noch?

00:30:11: Welcher Erwartung erfülle ich obwohl ich sie gar nicht meine?

00:30:15: Wo versuche ich eine Supermama zu sein?

00:30:18: Was würde ich tun, wenn ich keine Angst hätte von anderen beurteilt zu werden.

00:30:24: Wo darf ich einzigartig

00:30:25: sein?!

00:30:26: Was möchte ich meinem Kind über das Leben vorleben?

00:30:30: und vielleicht die wichtigste Frage?

00:30:33: Wenn mein Kind mich später einmal als Erwachsenen betrachtet was soll es über mich sagen?

00:30:38: Nicht meine Mama hat immer alles richtig gemacht sondern vielleicht meine Mama war immer echt!

00:30:48: Und bevor wir uns verabschieden noch etwas.

00:30:51: Vielleicht denkst du gerade, naja das klingt schön aber mein Alltag sieht anders aus?

00:30:57: Dann möchte ich dir sagen ja natürlich!

00:31:00: Du kannst nicht einfach mit einem tiefem Atemzug sämtliche Belastungen weglatmen!

00:31:04: Du kannst nicht alle äußeren Bedingungen verändern!

00:31:07: Du konntest dein Kind nicht komplett von der Welt schützen!

00:31:10: Du kanst ADHS nicht wegkotschen!

00:31:13: Du musst auch nicht jeden Tag deine innere Mitte finden!

00:31:16: Manchmal ist ein Tag einfach Mist.

00:31:18: Manchmal bist du erschöpft, manchmal schreist Du.

00:31:20: Manchmal hast Du keine Geduld.

00:31:22: Manchmal willst Du einfach nur fünf Minuten Deine Ruhe.

00:31:25: Das macht Dich nicht zu einer schlechten Mutter Es macht DICH zu einem Menschen und vielleicht darf genau dort etwas Neues beginnen.

00:31:34: Nicht bei was muss ich noch besser machen Sondern bei wie kann ich wieder mehr ihr selbst sein?

00:31:40: Denn vielleicht liegt die Lösung nicht darin die perfekte Mutter zu werden.

00:31:44: Vielleicht liegt sie darin DIE Mutter zu Werden die wirklich zu dir passt.

00:31:50: Nicht nur zu dir, mit deinem Kind!

00:31:52: Mit seinen Besonderheiten!

00:31:54: Mit deinen Besonderigkeiten!

00:31:56: Mit Euren Stärken!

00:31:57: Mit euren Grenzen!

00:31:59: Mit eurem chaotischen Tagen!

00:32:01: Mit euern kleinen Erfolgen!

00:32:02: Mit Eueren Rückschritten und ganz viel Menschlichkeit.

00:32:08: Und hier mein Gedanke zum Schluss.

00:32:10: Ich möchte Dir noch einen Satz da lassen Perfektion verbindet nicht Echtheit schon Und vielleicht braucht ein Kind gar keine Mutter, die ihm zeigt wie man perfekt ist und wie man perfektebt.

00:32:22: Vielleicht braucht es eine Mutter, Die ihm zeigt so ist ein echtes Leben So sieht das aus.

00:32:28: mit Freude Mit Mut mit Fehlern mit Mut mit Zweifeln mit Veränderung mit Grenzen mit Liebe Und mit der Freiheit immer wieder herauszufinden wer bin ich eigentlich?

00:32:40: Und wer möchte Ich sein?

00:32:43: Vielleicht ist genau dass eine der schönsten Formen von Vorbild.

00:32:46: nicht Schau, wie perfekt ich bin!

00:32:49: Sondern schau.

00:32:51: Ich bin ich und du darfst so

00:32:52: sein.".

00:32:54: Und wenn wir das unseren Kindern mitgeben dann haben wir ihnen vielleicht etwas sehr wertvolles Geschenk nicht ein fertiges Leben sondern Erlaubnis ihr eigenes zu leben.

00:33:07: Ja...und damit verabschiede ich mich für heute von dir.

00:33:10: Wenn Du beim Zuhören an der einen oder anderen Stelle gedacht hast Oh..das war jetzt aber ziemlich direkt dann war das vielleicht genau die Stelle, an der es interessant wurde.

00:33:21: Und wenn du an einer anderen Stelle gedacht hast Das tut gerade gut Dann nimm genau dieses Gefühl mit.

00:33:28: Du musst heute nichts lösen!

00:33:30: Du musst keine neue Liste schreiben!

00:33:32: Du muss auch nicht morgen eine komplett andere Mutter sein.

00:33:35: Vielleicht reicht es für heute dich einmal selbst zu fragen und wo bleibe eigentlich ich?

00:33:41: Und vielleicht findest du dort nicht die perfekte mutter sondern einfach Dich.

00:33:47: Und das ist ein ziemlich guter Anfang.

00:33:50: Wenn du Unterstützung dabei möchtest, wieder mehr Klarheit über dich deine Rolle als Mutter und euren ganz persönlichen Familienweg zu bekommen, begleite ich dich natürlich auch gerne dabei – nicht mit dem erhobenen Zeigefänger!

00:34:02: Nicht mit Du musst sondern gemeinsam mit dir auf der Suche nach dem was zu dir deinem Kind und Euren Alltag passt.

00:34:10: Und natürlich gibt es auch weiterhin meinen monatlichen ADHS Elterntalk jeden zweiten Donnerstag im Monat.

00:34:17: Das ist ein Raum für Austausch, Fragen, Sorgen, Erfahrungen, Impulse und vor allem für das Gefühl – ich bin nicht allein damit.

00:34:27: Ja bis zur nächsten Folge von Träumalie & Zappelphilip.

00:34:30: Passt gut auf dich aus!

00:34:32: Und vergiss bei all dem Wissen über dein Kind nicht den Menschen der jeden Tag an seiner Seite steht.

00:34:38: Dich.

00:34:39: Und noch ein kleines Titat Du musst nicht weniger für dein Kind da sein um wieder mehr bei dir anzukommen.

00:34:47: In diesem Sinne wünsche ich dir alles Liebe, deine Manuela.

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