132 - "Aber mein Kind weiß doch schon so viel!“ - Lernen in Zeiten von Checker Tobi, YouTube & Co

Shownotes

Wenn du mehr Informationen im Umgang zum Thema ADHS/ADS & Co. suchst, besuche mich gerne auf meiner Homepage unter: https://www.manuelakronenberger.de

Dort erfährst du mehr zu mir und die Möglichkeit wie ich dich und dein Kind/deine Familie begleiten und unterstützen kann.

Du kannst auch gerne die Möglichkeit nutzen, mir eine e-mail zu schreiben oder ruf mich unverbindlich an.

Ich freu mich von dir zu hören, Deine Manuela

Manuela Kronenberger – Heilpraktikerin Psychotherapie, Beratung, Kinder-, Jugend- und Familiencoach, Wertschätzungstrainerin und KinFlex Therapeutin Psychotherapeutische Praxis Manuela Kronenberger Am Rohlande 2 58300 Wetter an der Ruhr

Mobil: +49 (0)1632836205 Praxis: +49 (0) 23358989790 info@manuelakronenberger.de

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00:00:05: Hallo und herzlich willkommen bei Träumerie Unser Befehl.

00:00:06: Dem Podcast für alle, die selber temperamentvoll sind oder ein sehr lebendiges und bewegungsfreudiges Kind haben mit- und ohne Diagnose ARR S&K.

00:00:15: Mein Name ist Manuela und ich begleite Dich Deine Familie und weder jurische Fachkräfte!

00:00:20: Du bekommst Tipps für den Umgang mit dem besonderen Verhaltensweisen und dem Zusammenleben innerhalb der Familie.

00:00:27: Let's go!

00:00:28: Brauchst aus dem Schubladen.

00:00:29: Denken rein ins selbstbestachte Leben.

00:00:36: Aber mein Kind weiß doch schon so viel.

00:00:39: Vielleicht habt ihr diesen Satz schon einmal gesagt, oder gedacht?

00:00:42: Oder vielleicht sogar ein bisschen empört?

00:00:45: Mein Kind weiß alles über Dinosaurier!

00:00:47: Es kann dir erklären wie ein Vulkan funktioniert... es kennt alle Planeten, es weiß wie ein Bagger funktioniert ...es kann mit zehn verschiedene High-Arten nennen.

00:00:56: und dann setzt dieses Kind in der Schule vor einem Arbeitsblatt und bekommt die Aufgabe schreibe den Buchstaben M zehn Mal.

00:01:03: Und das Kind boah langweilig.

00:01:06: Und wir Erwachsenen stehen daneben und denken, wie kann das sein?

00:01:11: Wie kann ein Kind gleichzeitig unglaublich klug, wissbegierig und neugierig sein und trotzdem beim Lernen so große Schwierigkeiten haben.

00:01:21: Genau darum geht es heute!

00:01:23: Hallihallo und herzlich willkommen bei Träumalie und Zappelphilip.

00:01:26: Raus aus der Schublade rein in die Großartigkeit.

00:01:32: Wir sind mitten in unserer vierteiligen Schulstartminiserie.

00:01:36: In Folge eins haben wir uns angeschaut, was eigentlich passiert wenn ein Kind vom Kindergarten in die Schule kommt.

00:01:42: Heute gehen wir einen Schritt weiter.

00:01:44: heute geht es um lernen aber nicht um das Lernen der Schule meint sondern um die Frage wie lernen Kinder eigentlich wirklich?

00:01:52: und ganz besonders Wie kann ein Kind mit ADHS lernen?

00:01:56: Warum kann es sich bei Lego neunzig Minuten vergraben Aber bei sieben Minuten Mathe aussehen als hätte jemand den Stecker gezogen?

00:02:04: Warum kann eine zwanzigminütige Wissenssendung komplett wiedergeben, aber nach zwei Minuten Arbeitsauftrag sagen?

00:02:12: Was soll ich damit machen?

00:02:13: und was machen eigentlich Checker Tobi die Sendung mit der Maus YouTube Computerspiele Und die gesamte digitale Welt.

00:02:22: Mit unserem Verständnis davon was Lernen überhaupt ist?

00:02:26: Also Kopfhörer auf Gehen an und los geht's!

00:02:30: Lass uns mal schauen was bedeutet eigentlich lernen?

00:02:33: Wenn wir Erwachsenen lernen sagen, denken viele sofort an Buch, Heft, Arbeitsblatt wiederholen, Abfragen üben, schreiben, lesen rechnen.

00:02:43: Vielleicht auch setz dich hin und konzentriere dich.

00:02:46: aber lernen ist viel mehr!

00:02:48: Ein Kind lernt, wenn es ausprobiert.

00:02:51: Wenn es beobachtet!

00:02:52: Wenn es Fragen stellt!

00:02:53: Wenn das einen Fehler macht!

00:02:54: Wenn etwas wiederholt!

00:02:56: Wenn zusammenhänge entdeckt und mit bereits vorhandenen Wissen verbindet!

00:03:01: Wenn anderen etwas erklärt oder selbst eine Lösung findet!

00:03:05: Manchmal lernt er sogar etwas während wir Erwachsenen denken... Das Kind spielt doch nur!

00:03:12: Ein Kind baut einen Turm.

00:03:14: Der Turm fällt um Es baut ihn neu Es verändert die Steine.

00:03:18: Es beobachtet, es probiert und entwickelt eine Strategie.

00:03:21: Das ist Lernen – nur eben kein Arbeitsblattlernen!

00:03:26: Lernen ist nicht gleich absitzen.

00:03:29: Deshalb finde ich diesen Satz so wichtig.

00:03:31: Kinder müssen nicht erst still sitzen damit Lernen beginnt.

00:03:36: Natürlich braucht Schule auch Phasen in denen Kinder sitzen zuhören und konzentriert arbeiten aber Konzentration ist keine einzelne Fähigkeit die immer gleich funktioniert.

00:03:47: Sie hängt davon ab, was soll ich tun?

00:03:49: Wie schwierig ist es?

00:03:51: Wie interessiert bin ich sie.

00:03:52: Wie lange dauert es?

00:03:53: Was bekomme ich dadurch zurück?

00:03:55: Wie viel Vorwissen habe ich?

00:03:57: Wie viele Ablenkungen gibt es?

00:03:59: Bin ich müde, hungrig überreizt aufgeregt?

00:04:03: und bei ADHS kommen noch Besonderheiten der Aufmerksamkeitssteuerung und exekutiven Funktionen hinzu Denn Aufmerksamkeit ist keine Glühbirne.

00:04:15: Ich mag das Bild von der Glühbirne nicht besonders.

00:04:18: An, aus, konzentriert, nicht konzentriert – so funktioniert Aufmerksamkeit nicht!

00:04:22: Vielleicht ist Aufmerksamkeit eher wie ein Scheinwerfer?

00:04:26: Der Scheinwärfer kann sehr stark sein aber wohin leuchtet er und wie lange?

00:04:34: Wie leicht lässt er sich umlenken und wie viel braucht es, um ihn wieder zurück auf die Aufgabe zu richten?

00:04:41: Bei ADHS können gerade solche Steuerungsprozesse schwieriger.

00:04:45: Eine große Metaanalyse zur exekutiven Funktionen umfasste dreiundachtzig Studien mit insgesamt mehr als sechstausend siebenhundert Kindern und Erwachsenen, und fand bei ADHS im Mittel relevante Unterschiede unter anderem bei Reaktionshemmung, Virgilanz, Arbeitsgedächtnis und Planung.

00:05:06: Virgilans meint in diesem Sinne Wachsamkeit – es kommt aus dem Lateinischen – und bezeichnet in der Medizin und Psychologie den Zustand der Wachheit und der Aufmerksamkeit über einen längeren Zeitraum hinweg.

00:05:19: Wichtig dabei ist, das sind statistische Gruppenunterschiede.

00:05:23: Kein Test sagt voraus wie jedes einzelne Kind funktioniert Und genau deshalb ist der Satz Du musst dich einfach konzentrieren eigentlich keine Strategie.

00:05:33: Das ist ungefähr so hilfreich wie du musst einfach besser sehen bei jemanden der eine Brille braucht.

00:05:38: Das funktioniert auch nicht!

00:05:41: Und damit kommen wir zu einem wichtigen Begriff Exekutive Funktionen.

00:05:46: Das klingt erstmal sehr wissenschaftlich, aber eigentlich geht es um ganz alltägliche Dinge zum Beispiel anfangen dran bleiben Impuls stoppen Information kurz im Kopf behalten Planen eine Aufgabe in die Schritte zerlegen zwischen zwei Aufgaben wechseln sich selbst zurückholen wenn man abschweift.

00:06:07: das sind exekutive funktionen.

00:06:10: Und jetzt stellt euch einmal einen Erstklässler vor, bei dem genau diese Fähigkeiten noch in Entwicklung sind.

00:06:40: Geht zum Tisch und denkt, was sollte ich noch mal machen?

00:06:45: Und warum?

00:06:47: Unter anderem weil das Arbeitsgedächtnis begrenzt ist.

00:06:50: Es hält Informationen kurzfristig verfügbar und hilft uns mit ihnen weiterzuarbeiten.

00:06:56: Und genau dabei können Kinder mit ADHS Schwierigkeiten haben!

00:07:00: Metaanalytische Forschung findet sowohl bei Werbalen, also Sprachbasiertes als auch Visu-Pastialen visuell räumliches Arbeitsgedächtnisaufgaben deutliche Gruppenunterschiede bei Kindern mit ADHS.

00:07:15: Und jetzt wird es für den Unterricht sehr praktisch!

00:07:18: Wenn also eine Arbeitsanweisung aus drei, vier oder fünf Schritten besteht kann ein Kind durchaus gut zugehört haben Und trotzdem anschließend nur noch einen Teil davon zur Verfügung kam.

00:07:32: Das sieht von außen dann aus wie, du hast mir doch gar nicht zugehört!

00:07:37: Oder vielleicht hat das Kind aber tatsächlich zugehört?

00:07:40: Es könnte nun nicht alles gleichzeitig festhalten und umsetzen.

00:07:44: Ja genau das ist der Unterschied.

00:07:48: Was könnt ihr denn jetzt also helfen?

00:07:51: Also hilfreich wäre nicht jedes mal höher besser zu sondern vielleicht ein Schritt Pause nächster Schritt oder die Anweisung zusätzlich sichtbar machen.

00:08:04: Ein Beispiel zeigen, den ersten Schritt gemeinsam beginnen!

00:08:07: Die Aufgabe in kleinere Einheiten zerlegen.

00:08:10: und damit kommen wir zu einem ganz wichtigen Grundsatz nicht jede Schwierigkeit braucht mehr Druck manche brauchen bessere Zugänge.

00:08:20: ja und jetzt wird spannend weil wir sind jetzt bei den Lerntypen.

00:08:24: Jetzt kommen wir zur eine meiner Lieblingsmütten.

00:08:27: vielleicht kennt ihr das Mein Kind ist ein visueller Lerntyp oder mein Kind muss alles hören.

00:08:32: Oder, mein Kind ist eine Bewegungstyp und wisst ihr was?

00:08:36: Ich verstehe das total.

00:08:37: warum diese Einteilung so attraktiv es denn?

00:08:40: natürlich merken wir im Alltag wenn ich meinem kind etwas zeige versteht es das schneller oder Wenn wir beim Spazierengehen etwas besprechen kann er sich das besser merken.

00:08:50: Das kann absolut stimmen.

00:08:53: aber daraus folgt nicht automatisch mein Kind is ein visueller LernTyp Die bekannte Idee, Kinder bestimmten festen Lerntypen zuzuordnen und Unterricht dann genau an diesen Typ anzupassen hat wissenschaftlich keine ausreichende Evidenzbasis.

00:09:09: Das heißt also keine wissenschaftliche Grundbasis.

00:09:11: Eine viel zitierte Übersichtsarbeit von Parchler- und Kollegenkolleginnen fand keine überzeugenden Belege für diese sogenannten Matching-Hypothese.

00:09:21: Und das heißt jetzt bitte nicht, LernTypen gibt es nicht!

00:09:24: Alles Quatsch?

00:09:26: Das wäre die nächste Vereinfachung Denn natürlich unterscheiden sich Kinder.

00:09:30: Sie haben unterschiedliche Vorlieben, Vorwissen Interessen Sprachkenntnisse Erfahrungen Kognitive Stärken Entwicklungsstände und manche Zugänge sind für eine konkrete Aufgabe hilfreicher als andere.

00:09:44: Aber ein Kind ist nicht auf Lebenszeit als visuell abgestempelt.

00:09:50: Tja, fragst du dich wahrscheinlich was es denn dann sinnvoller?

00:09:55: Ich würde deshalb lieber von Lernzugängen und Lernbedingungen sprechen.

00:09:59: Was hilft diesem Kind bei dieser Aufgabe?

00:10:02: Braucht es ein Bild, ein Beispiel eine Erklärung Bewegung etwas zum Anfassen Eine Geschichte Wiederholung Ein Gespräch Eine klare Struktur oder mehrere dieser Dinge gleichzeitig?

00:10:16: Das ist wesentlich näher an dem was wir aus der Lernforschung ableiten können.

00:10:21: Bei bestimmten Aufgaben kann die Kombination verschiedener Darstellungsformen sogar hilfreich sein.

00:10:28: Forschung zu multimodaler beziehungsweise audiovisueller Informationsverarbeitung zeigt beispielsweise Vorteile gegenüber rein ein modaler Präsentation unter bestimmten Bedingungen.

00:10:41: Jetzt fragst du dich ganz bestimmt und wie heißt das jetzt alles im Klartext?

00:10:46: Multimodal beziehungsweise audiovisuell beschreibt die gleichzeitige Aufnahme, Verknüpfung und Auswertung von Reizen über verschiedene Wahrnehmungskanäle.

00:10:56: Insbesondere See also gleich visuell und Hörsinn auditiv sowie Text-und Sprache.

00:11:04: Ein Modal bedeutet die Vermittlung von Informationen über nur einen einzigen Wahrneemungskanal oder ein einziges Medium zum Beispiel reiner Text oder nur Sprache ohne visuelle Unterstützung.

00:11:18: Ich weiß, es ist ein bisschen kompliziert aber ich habe es versucht so einfach zu erklären wie's geht.

00:11:23: Aber auch hier gilt mehr ist nicht automatisch besser.

00:11:28: Wenn ich einem Kind gleichzeitig Text Bild Musik Animation Geräusche zwanzig Punkte Pfeile und drei Menschen im Video präsentiere dann habe ich vielleicht kein tolles Lernmaterial geschaffen sondern einen kleinen medialen Freizeitpark.

00:11:44: Unser Gehirn aber hat keine unbegrenzte Verarbeitungskapazität.

00:11:49: Das ist leider so!

00:11:50: Also, was braucht mein Kind?

00:11:53: Vielleicht ist das die sinnvollere Frage.

00:11:55: nicht welcher Lerntyp ist mein Kind sondern unter welchen Bedingungen kann mein Kind gut lernen?

00:12:03: Das ist nämlich ein riesiger Unterschied.

00:12:06: und jetzt kommen Checker Tobi & Co.

00:12:08: hier wird es spannend Denn vielleicht denken manchen gerade, na toll.

00:12:12: Jetzt wird bestimmt erklärt das YouTube unsere Kinder verblödet.

00:12:16: Nein!

00:12:17: Ganz im Gegenteil es wäre viel zu einfach denn gut gemachte Bildungsmedien können tatsächlich Lernen unterstützen kleine Ausflug in die Forschung.

00:12:29: Forschungsarbeiten zeigen seit Jahren dass gut konzipierte, altersgerechte Bildungsformate, Wissen und beispielsweise Wortschatz oder Literacy fördern können.

00:12:42: Eine Meta-Analyse zu Ready to Learn Medien mit fortyfünf Evaluationen und mehr als vierundzwanzigtausend Kindern fand positive Effekte auf verschiedene frühe Literacy Effektkeiten besonders Wortschutz und phonologische Konzepte Auch bei Bildungsfernsehen, das meint Fernseh- und Videoprogramme die gezielt Wissen vermitteln, Schulunterricht begleiten oder erwachsenen Bildung ermöglichen spielt die Art der Aufbereitung eine wichtige Rolle.

00:13:15: Forschung zeigt dass narrative Strukturen und eingebettete Lernstrategien das Lernen aus Bildungsprogrammen unterstützen können.

00:13:25: Wenn du jetzt gerade vielleicht denkst kann ich bitte eine Übersetzung bekommen?

00:13:29: Gerne!

00:13:30: Denn mir ging es genauso.

00:13:32: Also einfach, hier ohne Fach chinesisch!

00:13:35: Gute altersgerechte Wissensendungen können Kindern tatsächlich beim Lernen helfen.

00:13:41: Sie können zum Beispiel den Wortschatz erweitern und Kinder in den Umgang mit Sprache Büchern und Geschichten näher bringen.

00:13:49: eine große Auswertung von forty-fünf Studien mit über vierundzwanzigtausend Kindern zeigt, solche Bildungsangebote können gerade bei jüngeren Kindern das Lernen unterstützen.

00:14:00: Besonders beim Wortschatz und beim Verständnis von Lauten und Sprache!

00:14:06: Und auch bei Bildungsfernsehen kommt es darauf an wie Wissen vermittelt wird.

00:14:11: Wenn Informationen in eine spannende Geschichte eingebettet sind und Kinder dabei aktiv zu mitdenken und lernen angeregt werden können sich die Inhalte besser merken und verstehen.

00:14:23: Heißt also, Checker Tobi & Co.

00:14:26: sind nicht automatisch Zeitverschwendung.

00:14:29: Entscheidend ist was Kinder schauen – und wie darauf Lernen entsteht!

00:14:35: Ich glaube das war jetzt etwas besser auch wenn es sich ein bisschen doppelt angehört hat.

00:14:40: Jetzt lasst uns mal einen Schritt weitergehen.

00:14:41: Das Dinosaurier Phänomen.

00:14:44: Das ist ein Klassiker.

00:14:46: Das Kind schaut etwas über Dinosuria nachher weiß es Tirex, Velociraptor, Tri-Ceraptops, Grasic Period.

00:14:55: Möglicherweise sogar noch irgendwelche lateinischen Begriffe die wir Erwachsenen nicht einmal ausbrechen können und wir denken wow was das Kind sich alles merken kann?

00:15:06: Ja!

00:15:07: Und das ist tatsächlich interessant denn wenn das Thema hochrelevant ist kann Aufmerksamkeit ganz anders funktionieren.

00:15:16: Das Kind möchte wissen Es hat eine Frage.

00:15:19: Es bekommt eine Antwort, die Antwort für zur nächsten Frage und plötzlich entsteht eine Lernkette Neugier Aufmerksamkeit Information Verstehen.

00:15:30: nächste Frage.

00:15:32: Und genau das ist lernen Tja!

00:15:36: Und irgendwann kam YouTube dazu.

00:15:39: Die Information ist nicht mehr nur verfügbar Sie ist sofort verfügbaren.

00:15:45: Ich habe eine Frage, such fällt.

00:15:47: ich will sehen wie jemand etwas baut Tutorien.

00:15:50: Ich möchte wissen wie ein Tornado entsteht Video?

00:15:53: Ich möchte verstehen wie eine Rakete startet video.

00:15:56: und wenn mich das nicht interessiert weiter.

00:15:59: Das ist eine völlig andere Lernumgebung als ein Klassenzimmer Und die KIM Studie aus zwanzig vierundzwanzig also studiet zur Kindheit Internet und Medien zeigt wie selbstverständlich diese Medienwelt für Kinder inzwischen ist.

00:16:17: In der redpräsentativen Befragung von tausend zwanzig Kindern zwischen sechs und dreizehn Jahren nutzten jeweils gut die Hälfte YouTube bzw.

00:16:27: die entsprechenden Angebote mindestens wöchentlich.

00:16:30: Zugleich gehören Internetzugang und Smartphone inzwischen nahezu flächendeckend zum Alltag dieser Familien.

00:16:38: Die Studie bestreibt ausdrücklich, wie sehr sich der Medienalltag heutiger Grundschulkinder gegenüber der Zeit um die Jahrtausendwende verändert hat.

00:16:48: Weg vom gemeinsamen linearen Fernsehen hin zu individuellen Videos Clips Streamings und digitalen Angeboten auf verschiedenen Geräten.

00:16:59: Und jetzt stellt euch dazu den Schulunterricht vor!

00:17:08: heißt das jetzt YouTube gegen Schule?

00:17:10: Nein, das wäre zu simpel.

00:17:13: Aber Schule und digitale Medien erzeugen unterschiedliche Lernbedingungen.

00:17:18: hier zum Beispiel YouTube.

00:17:19: Ich wähle ich starte ich bekomme schnell etwas interessantes ich kann stoppen ich kann zurückspulen ich kann wechseln Schule die Aufgabe ist vorgegeben ich muss warten ich kann nicht immer selbst bestimmen ich muss wiederholen oder ich muss üben Und ich muss mit Dingen beschäftigen, die ich gerade vielleicht nicht spannend finde.

00:17:40: Um genau hier kommen wir zum nächsten Thema Motivation.

00:17:46: Aber mein Kind kann es doch!

00:17:48: Eine der häufigsten Aussagen bei ADH ist lautet Wenn mein Kind etwas wirklich will Dann kann es das stundenlang und genau hier steckt eine Falle Denn daraus wird schnell.

00:17:59: dann könnte er sich ja auch beim Mathe konzentrieren wenn es nur wollen würde.

00:18:04: Nein so einfach ist es nicht.

00:18:07: Motivation ist keine Charaktereigenschaft.

00:18:11: Motivations hängt von vielen Dingen ab, Ist die Aufgabe interessant?

00:18:16: Ist sie neu?

00:18:18: Wie schwierig ist sie?

00:18:19: Wie groß ist die Belohnung?

00:18:21: Wie schnell bekommt die Rückmeldung?

00:18:23: wie lange muss ich warten?

00:18:24: Wie wahrscheinlich ist Erfolg?

00:18:26: Wie viel Energie kostet der Staat?

00:18:29: und bei ADHS können gerade Belohnungsvereinbarungen und die Bedeutung vom Verzögerung eine wichtige Rolle spielen.

00:18:37: Forschungsarbeiten beschreiben bei Kindern mit ADHS unter anderem eine stärkere Tendenz zu unmittelbaren gegenüber verzögerten Belohnungen.

00:18:47: Zugleich ist die Forschung differenzierter, als das populäre Bild vom Dopaminmangel vermuten lässt.

00:18:54: Deshalb möchte ich bei einem Begriff vorsichtig sein – Dopaminen!

00:18:59: Wir hören inzwischen überall, adhs ist ein Dopaminproblem.

00:19:04: Das ist zu simpel.

00:19:05: Dopamine Glückshormon.

00:19:09: Es ist an Motivationen, Besondungsvereinbarungen lernen Bewegung und vielen anderen Prozessen beteiligt Und bei ADHS finden sich Hinweise auf Unterschiede in der Verarbeitung von Belohnung und Verstärkung.

00:19:22: Welche Mechanismen bei welchem Kind wie stark wirken Ist aber komplex und nicht auf einen einzigen Bodenstift reduzierbar.

00:19:30: Das ist wichtig zu wissen Denn wir wollen Kinder nicht mit einem biologischen Etikett erklären Wir wollen sie Verstehen.

00:19:40: Jetzt nochmal zurück zur Frage, warum Lego neunzig Minuten und Mathe sieben Minuten?

00:19:46: Das ist jetzt hier so ein Lieblingsbeispiel von mir.

00:19:48: Lego das Kind baut Es hat einen Ziel es entscheidet es probiert es bekommt sofort Feedback.

00:19:55: passt oder passt nicht?

00:19:57: Es kann verändern er sieht Fortschritte es hat Interesse es ist aktiv Und vielleicht ist die Belohnung sehr unmittelbar.

00:20:03: Guck mal mein Raumschiff!

00:20:06: Jetzt Mathe.

00:20:08: Schreibe die Zahlen von eins bis zwanzig Das kennt, äh warum?

00:20:13: Keine sichtbare Belohnung.

00:20:15: Wenig Neuigkeit Wie viel?

00:20:18: bereits bekannte Inhalte Wiederholung Sitzen Fehler möglich Und der Erfolg kommt nicht unbedingt sofort.

00:20:25: und dann sagen wir Du hast doch gerade neunzig Minuten Lego gespielt.

00:20:30: Ja Aber das sind nicht dieselben Anforderungen!

00:20:33: Das ist kein Beweis für fehlende Konzentrationsfähigkeit.

00:20:37: Es ist ein Hinweis darauf Wie stark die Situation, die Aufmerksamkeit und Motivation beeinflusst.

00:20:45: Puh!

00:20:45: Ganz schön viele Informationen auf einmal.

00:20:48: Und wenn du gerade das Gefühl hast Hilfe mein Gehirn ist gerade überfordert von so vielen Informationen Dann mach eine kleine Pause Hol dir deinen Kaffee oder Tee Schau aus dem Fenster und atme dreimal tief ein und aus.

00:21:01: Und beim Autofahren unterbricht den Podcast kurz Und nehm auch zwei bis drei kräftige Atemzüge.

00:21:07: Vier Sekunden ein Sechs Sekunden aus.

00:21:11: So und wenn du dann wieder bereit bist, kann es weitergehen.

00:21:16: Ich will ja aber ich kann gerade nicht anfangen!

00:21:19: Und hier landen wir bei einem Satz den ich für Eltern und Lehrkräfte wirklich wichtig finde.

00:21:24: Ich kann gerade Nicht anfangen Denn Aufgaben beginnen ist selbst eine Leistung.

00:21:30: Das Kind muss die Aufgabe wahrnehmen verstehen priorisieren Material finden Den ersten Schritt bestimmen sich von anderen Reizen lösen und anfangen.

00:21:42: Und wenn schon dieser erste Übergang schwierig ist, hilft nun fangen doch endlich an?

00:21:46: Ja nicht wirklich unbedingt!

00:21:49: Das ist ein bisschen wie bei einem Computer.

00:21:51: ich klicke fünfmal auf das Programm und sage los jetzt aber wenn das Programm nicht geladen ist wird es durch Lautstärke nichts schneller.

00:22:03: Lass uns mal überlegen was könnte stattdessen helfen?

00:22:06: auch hier ein Beispiel sondern hol dein Mathehäft, dann Schlagseite zwölf auf und dann welche Aufgabe ist die erste?

00:22:21: oder wir machen jetzt nur die erste Aufgabe.

00:22:25: Und manchmal reicht genau das nicht weil das Kind nichts kann, sondern weil wir ihm helfen eine exekutive Brücke zu bauen also eine Brücke zwischen lernen und handeln.

00:22:41: Jetzt noch ein kleiner Gedanke zwischen Wissen vs.

00:22:44: Können.

00:22:45: Hier möchte ich eine weitere wichtige Unterscheidung machen.

00:22:49: Ein Kind kann wissen, was es tun soll und trotzdem nicht in der Lage sein ist gerade zuverlässig umzusetzen.

00:22:57: Es kann die Regel kennen Ich darf mich dazwischenrufen Und trotzdem dazWischenrufe.

00:23:03: Es kann Wissen!

00:23:04: Ich muss meine Hausaufgabe machen Und trotzdem nicht anfangen Und zehn Minuten später legeborn.

00:23:12: Das bedeutet nicht automatisch, es weiß es nicht und auch nicht Es respektiert uns nicht!

00:23:20: Es kann eine Lücke geben zwischen Wissen und Ausführen.

00:23:25: Und genau diese Lücke ist bei ADHS besonders relevant.

00:23:31: Und das ist übrigens auch der Grund warum reine Übung nicht alles löst.

00:23:37: Wir hören häufig dann muss das Kind eben öfter machen.

00:23:40: Natürlich ist Übung wichtig, aber wenn das Problem darin liegt dass das Kind die exekutiven Schritte also den Ablauf nicht zuverlässig steuern kann, kann hundertmal dieselbe Aufforderung allein wenig verändern.

00:23:55: Eine systematische Übersichtsarbeit und Meteranalyse von exekutive Funktionen unter anderem für körperliche Aktivität und bestimmte strukturierte Trainingsansätze.

00:24:16: Das zeigt zugleich, exekotive Funktion sind beeinflussbar aber nicht einfach durch mehr Anstrengungen Und auch hier gilt wir wollen keine Wunderprogramme versprechen Wir wollen Bedingungen schaffen unter denen Entwicklung möglich ist.

00:24:37: Jetzt noch einmal zurück zu den Medien Denn ich möchte einen Fehler unbedingt vermeiden.

00:24:42: Nicht YouTube ist schlecht, nicht Fernsehen macht dumm!

00:24:46: Nicht früher hatten Kinder keine Smartphones und waren besser – das ist wissenschaftlich zu

00:24:51: grob.".

00:24:51: Eine Meta-Analyse zur Mediennutzung und Sprachentwicklung bei Kindern bis sechs Jahren fand beispielsweise kleine positive Zusammenhänge zwischen bestimmten Medienformen und Wortschatz wobei Art und Qualität des Medien eine Rolle spielten.

00:25:05: Für alltägliche unspezifische Mediennutzung zeigte sich dagegen keinen allgemeiner Zusammenhang.

00:25:12: Auch die Forschung zu Bildungsmedien zeigt, Inhalte machen einen Unterschied.

00:25:18: Gut gemachte Bildungsangebote können Lernen fördern und reine Unterhaltungsmedie sind eben eine andere Kategorie.

00:25:26: Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur wie lange schaut mein Kind sondern auch was schaut es?

00:25:33: Wie schaut es?

00:25:34: Und was macht das anschließend damit?

00:25:38: Konsum und Entdecken.

00:25:40: Tja, stellt euch zwei Situationen vor!

00:25:42: Situation eins Das Kind wischt eine Stunde lang durch kurze Videos Nächstes Video Noch Eins, noch Eins, viele Reize wenig Vertiefung Dann ist Schluss.

00:25:52: Situation Zwei Das Kind schaut einer Wissenssendung über Vulkaner.

00:25:57: Da nachfragt es Warum kommt Lava daraus?

00:26:01: Es sucht weiter Es baut einen Vulkan Experimentiert.

00:26:05: Erzählt beim Abendessen davon, vielleicht schaut es am nächsten Tag noch einmal nach!

00:26:09: Das sind zwei völlig unterschiedliche Lernprozesse und genau deshalb sollten wir uns angewöhnen nicht jedes digitale Medium über einen Kampf zu scheren.

00:26:22: Und jetzt kommt die Transferfrage Denn Wissen im Video zu verstehen ist das eine Es ist in einer neuen Situation anzuwendet etwas anderes.

00:26:30: Das nennt man vereinfacht transfer.

00:26:33: Ich weiß wie ein Vulkan entsteht so und so, aber kann ich daraus ableiten warum ein anderer Vulkan anders funktioniert?

00:26:42: Ich habe gesehen wie jemand einen Experiment macht.

00:26:44: Aber kann ich selbst planen was ich dafür brauche?

00:26:48: Ich weiß was ein Planet ist!

00:26:50: Aber kann nicht erklären warum die Erde kein Stern ist?

00:26:54: Schule trainiert genau diese Übertragung und deshalb reicht es nicht immer dass sein Kind etwas wieder erkennen kann.

00:27:01: Es muss es irgendwann auch abrufen, erklären anwenden und übertragen können.

00:27:09: Hier etwas für Lehrkräfte, aber er weiß es doch.

00:27:13: Vielleicht kennt ihr diese Situation?

00:27:15: Ein Kind meldet sich ständig!

00:27:17: Es weiß unglaublich viel.

00:27:19: Es gibt Antworten bevor die Frage ganz ausgesprochen ist.

00:27:22: Es erzählt, es ergänzt.

00:27:24: Es weiß Dinge, die eigentlich gar nicht Thema sind.

00:27:26: Und gleichzeitig schafft es die schriftliche Aufgabe nicht.

00:27:29: Da kann sehr leichter Eindruck entstehen... ...es könnte doch wenn das wollte.

00:27:34: Vielleicht steckt dahinter aber eine interessante Trennung.

00:27:38: Wissen vorhanden?

00:27:39: Abruf schwierig, Umsetzung schwierig, Selbstteuerung schwierig und das bedeutet vielleicht braucht dieses Kind nicht mehr Stoff.

00:27:48: Vielleicht braucht es eine andere Form der Anforderung.

00:27:52: und hier noch etwas für Eltern.

00:27:54: Warum funktioniert es bei anderen?

00:27:57: Und ihr als Eltern kennt vielleicht die andere Seite!

00:28:00: Ihr seht zu Hause mein Kind ist wirklich klug und dann kommt aus der Schule Er arbeitet nicht mit und ihr versteht die Welt nicht mehr.

00:28:09: Vielleicht hilft euch dann diese Frage, wo zeigt mein Kind seine Fähigkeiten bereits?

00:28:15: Und unter welchen Bedingungen?

00:28:17: das ist viel informativer als Warum macht es in der Schule nicht mit beobachtet?

00:28:23: wann beginnt es freiwillig?

00:28:25: Wobei bleibt es dran?

00:28:27: was interessiertes?

00:28:29: Wann fragt es nach welche Umgebung hilft?

00:28:33: Was überfordert?

00:28:34: Wie lange kann es arbeiten?

00:28:36: Was passiert kurz vor dem Abbruch?

00:28:39: Das sind alles wertvolle Daten.

00:28:42: Und vielleicht müssen wir lernen, neu zu denken!

00:28:45: Vielleicht bedeutet Lernen nicht nur.

00:28:47: das Kind sitzt zwanzig Minuten still und bearbeitet ein Arbeitsblatt.

00:28:51: Vielleicht sieht Lernen auch so aus – Ein Kind stellt fünfzehn Fragen Es baut etwas, es probiert, es scheitert, es beginnt erneut, es erklärt etwas, sie sucht Informationen Es verbindet zwei Themen.

00:29:05: Es beobachtet, es argumentiert, es diskutiert und bewegt sich.

00:29:10: Und dann plötzlich... Mama!

00:29:11: Ich hab's!

00:29:12: Dieser Moment ist

00:29:15: Lernen

00:29:20: Eine kleine Denkpause für euch.

00:29:23: Ich möchte Euch noch ein paar Fragen mitgeben hier an Eltern Was lernt mein Kind freiwillig?

00:29:30: Wobei verliert es die Zeit?

00:29:33: was bringt seine Augen zum Leuchten?

00:29:35: Was kann das Anderen erklären?

00:29:39: Welche dieser Fähigkeiten nutzt die Schule bereits und welche noch nicht?

00:29:44: Hier an euch Lehrkräfte, wenn ein Kind nicht arbeitet.

00:29:49: Ist die Aufgabe zu schwer?

00:29:51: Zu langen?

00:29:52: Zu unklar?

00:29:53: Zu longweilig?

00:29:55: Fehlt Vorwissen?

00:29:56: Sind so viele Reize da?

00:29:58: Ist das kind gerade überfordert oder ist es vielleicht einfach noch nicht am Start?

00:30:04: Denn bevor wir Verhalten bewerten lohnt sich manchmal die Frage was genau passiert hier gerade.

00:30:14: Und hier möchte ich eine kleine Warnung einbauen.

00:30:17: Wir können jetzt leicht in die Falle geraten, ah da muss man alles interessant gemacht werden.

00:30:22: Nein das geht nicht und es wäre auch keine gute Idee.

00:30:27: Kinder müssen lernen langweiler auszuhalten.

00:30:30: sie müssen lernen Aufgaben zu Ende zu bringen.

00:30:33: Sie müssen lernen nicht immer sofort eine Belohnung zu bekommen.

00:30:37: Sie müssen Lernen Frustrationen auszuhalten.

00:30:39: aber Das Lernen dieser Fähigkeiten braucht ebenfalls Entwicklung.

00:30:45: Und bei ADHS können manche diese Schritte schwieriger und langsamer sein, das Ziel ist also nicht wir machen alles spannend sondern wir machen den Einstieg möglich und bauen Selbstständigkeit Schritt für Schritt

00:31:00: auf!

00:31:09: Und das Kind?

00:31:13: Ich kann nicht.

00:31:15: Und jetzt wissen wir, vielleicht steckt dahinter keine Fauleid,

00:31:19: vielleicht

00:31:19: keine Provokationen,

00:31:21: vielleicht

00:31:22: kein Desinteresse.

00:31:23: Vielleicht steckt da hinter gerade eine echte

00:31:25: Schwierigkeit

00:31:26: mit Staaten, Steuern, Priorisieren dranbleiben, Reize ausblenden, Frustration regulieren.

00:31:35: und jetzt kommt die spannendste Frage Was passiert wenn dieser ganze Tag schon vorher voller solcher Anforderungen war Wenn das Kind morgens aufsteht, in der Schule sechs Stunden Versuch zu funktionieren.

00:31:47: Reizefeltert

00:31:48: Anweisungen verarbeitet Impulse bremst sozial navigiert und dann Zuhause ankommt.

00:31:53: Und wir sagen super jetzt machen wir noch Hausaufgaben

00:31:58: Vielleicht

00:31:59: ist die nächste Folge Dann nicht mehr.

00:32:01: warum will mein kind Nicht Sondern wie voll ist sein Akku eigentlich schon?

00:32:05: und genau da steigen Wir in folge drei ein also in der nächsten Folge.

00:32:10: Schule ist um drei Uhr vorbei.

00:32:13: Schön wär's!

00:32:14: Wir sprechen über UGS, Hausaufgaben,

00:32:17: Reizüberflutung,

00:32:19: Freundschaften den leeren Akku

00:32:21: und die Frage

00:32:22: Ist mein Kind nach der Schule schwierig oder einfach völlig erschafft?

00:32:28: Und hier noch etwas zu mitnehmen?

00:32:30: Vielleicht war heute ein Satz dabei Den du deinem Kind, deinem Schüler oder deiner Schülerin künftig etwas anders sagen möchtest.

00:32:38: Nicht Du kannst dich doch konzentrieren, wenn du willst.

00:32:42: Sondern vielleicht ich sehe dass du dich gerade schwer tust Lass uns herausfinden was dir den Einstieg leichter macht Denn vielleicht brauchen unsere Kinder gar nicht ständig jemanden der ihnen sagt Du musst dich mehr anstrengen.

00:32:55: Vielleicht brauchen sie manchmal jemand der fragt Was würde dir gerade helfen damit du es kannst?

00:33:02: Und genau da beginnt Verständnis und vielleicht sogar lernen.

00:33:08: Wenn du beim Thema ADHS Lernen und Schule merkst, ich verstehe mein Kind jetzt ein bisschen besser.

00:33:14: Aber im Alltag

00:33:15: stehe ich

00:33:15: trotzdem vor vielen Fragezeichen.

00:33:18: Dann musst du damit nicht alleine bleiben!

00:33:20: Ich begleite Eltern, Erzieher, Erzählerinnen und Lehrkräfte die Kinder mit ADHS und anderen Neurodevent-gebente Kinder besser verstehen und dem Alltag passender begleiten möchten.

00:33:30: Dabei geht es nicht um wie bringe ich das Kind dazu endlich zu funktionieren sondern um was steckt dahinter?

00:33:37: Was braucht das Kind?

00:33:38: Was brauchen die Erwachsenen?

00:33:40: und welche Veränderungen ist im Alltag wirklich wirksam?

00:33:44: mit fachlichem Wissen, langjähriger Erfahrung, Empathie und einer guten Portion Humor.

00:33:49: Ob ein zu eins Begleitung, Coaching, Workshops Seminar oder Vortrag Die Unterstützung kann so individuell aussehen wie die Situation selbst.

00:33:58: Und wenn du dich mit anderen Eltern austauschen möchtest dann komm zum ADHS Talk.

00:34:03: Ein monatlicher Elterntalk bietet nämlich Raum

00:34:05: für Austausch

00:34:07: Erfahrungen, Sorgen, Fragen, Impulse, Lösungswege und manchmal einfach für das beruhigende Gefühl.

00:34:15: Ah

00:34:16: ich bin damit nicht allein!

00:34:18: Sehen wir uns am zweiten Donnerstag im Monat, zwanzig Uhr dreißig, merkt ihr den Termin?

00:34:23: Und vielleicht nimmst du aus dieser Folge noch einen Gedanken mit.

00:34:27: Ein Kind lernt nicht unbedingt dann am besten wenn es sich am längsten konzentrieren kann sondern wenn sein Gehirn die richtigen Bedingungen vorfindet.

00:34:37: Und jetzt freue ich mich schon auf unseren nächsten Schritt.

00:34:40: Denn wenn der Akkulär ist,

00:34:42: wird selbst die beste Leerzschracke

00:34:43: geht ziemlich abgleich!

00:34:45: Bis zur nächsten Folge von Träumerli und Zappel.

00:34:47: Philipp raus aus der Schublade rein in die Großartigkeit wünsche Ich Dir alles Liebe Deine Manuela.

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