129 - „Mir doch egal!“ – Was dein ADHS-Kind wirklich sagen will und warum es dich so sehr trifft

Shownotes

Wenn du mehr Informationen im Umgang zum Thema ADHS/ADS & Co. suchst, besuche mich gerne auf meiner Homepage unter: https://www.manuelakronenberger.de

Dort erfährst du mehr zu mir und die Möglichkeit wie ich dich und dein Kind/deine Familie begleiten und unterstützen kann.

Du kannst auch gerne die Möglichkeit nutzen, mir eine e-mail zu schreiben oder ruf mich unverbindlich an.

Ich freu mich von dir zu hören, Deine Manuela

Manuela Kronenberger – Heilpraktikerin Psychotherapie, Beratung, Kinder-, Jugend- und Familiencoach, Wertschätzungstrainerin und KinFlex Therapeutin Psychotherapeutische Praxis Manuela Kronenberger Am Rohlande 2 58300 Wetter an der Ruhr

Mobil: +49 (0)1632836205 Praxis: +49 (0) 23358989790 info@manuelakronenberger.de

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00:00:05: Hallo und herzlich willkommen bei Träumerie.

00:00:05: Unser Befehl.

00:00:06: Dem Podcast für alle, die selber temperamentvoll sind oder ein sehr lebendiges und bewegungsfreudiges Kind haben mit- und ohne Diagnose ARR S&K.

00:00:15: Mein Name ist Manuela und ich begleite Dich Deine Familie und weder jurische Fachkräfte!

00:00:20: Du bekommst Tipps für den Umgang mit dem besonderen Verhaltensweisen und dem Zusammenleben innerhalb der Familie.

00:00:27: Let's go!

00:00:28: Brauchst aus dem Schubladen.

00:00:29: Denken rein ins selbstbestachte Leben.

00:00:36: Ist mir noch egal, was du sagst.

00:00:38: Bam!

00:00:39: Da ist er.

00:00:41: Dieser Satz bei dem bei vielen Erwachsenen innerlich sofort die Alarmanlage losgeht.

00:00:48: Vielleicht kennst Du das?

00:00:49: Du hast dein Kind gerade zum fünften Mal gebeten endlich die Schuhe anzuziehen oder die Hausaufgaben zu machen oder das Handy wegzulegen oder aufzuhören den kleinen Bruder zu ärgern oder ganz banal endlich ins Badezimmer zu gehen.

00:01:04: und dann kommt Es mir doch egal, was du sagst.

00:01:08: Vielleicht noch begleitet von einem Augenrollen?

00:01:10: Vielleicht einem demonstrativen Weggehen?

00:01:13: Vielleicht einer Tür die etwas lauter zufällt als unbedingt notwendig?

00:01:19: Und in deinem Kopf geht es los!

00:01:20: Wie

00:01:20: bitte?!

00:01:21: Wie redest Du mit

00:01:22: mir!?

00:01:23: Das lasse ich mir nicht gefallen... Ich bin hier schließlich der Erwachsene!

00:01:27: Und vielleicht kommt dann der Satz?

00:01:28: Solange Du unter meinem Dach wohnst hast Du zu tun, was ich sage und herzlichen Glückwunsch.

00:01:35: Wir sind mittendrin Nicht mehr bei den Schuhen, nicht mal bei den Hausaufgaben.

00:01:40: Nicht mehr beim Handy!

00:01:41: Wir sind jetzt bei der Frage Wer hat hier eigentlich das Sagen?

00:01:46: Und genau da wird es spannend!

00:01:48: Hallihallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Denn heute möchte ich mit dir einmal genauer hinschauen.

00:01:54: Was steckt eigentlich hinter einem Mir doch

00:01:57: egal?!

00:01:58: Was meint ein Kind wirklich wenn es das sagt?

00:02:02: Und warum sagen Erwachsene manchmal selbst mir doch egal was du sagst Was passiert dazwischen uns?

00:02:08: Warum reagieren wir so empfindlich, warum werden aus kleinen Alltagssituationen plötzlich riesige Machtkämpfe?

00:02:16: und was hat das Ganze vielleicht mit unserer eigenen Geschichte zu tun?

00:02:20: denn vielleicht ist es überraschendste.

00:02:22: Manchmal sagen wir mir doch egal obwohl es uns in Wahrheit überhaupt nicht egal ist.

00:02:31: Mir doch egal wirklich!

00:02:34: Stell dir einmal folgende Situation vor Ein Kind mit ADHS soll deine Hausaufgaben machen.

00:02:39: Die Mutter erinnert, denkt bitte an deine Hausafgaben.

00:02:43: Keine Reaktion!

00:02:45: Fünf Minuten später.

00:02:46: du musst jetzt wirklich anfangen.

00:02:48: gleich weitere zehn Minuten Jetzt.

00:02:52: mach bitte deine Haus-Aufgaben.

00:02:53: Boah nerf nicht Ich nerfe?

00:02:57: Du hast seit einer Stunde nichts gemacht Ist mir doch egal.

00:03:01: Und jetzt könnte man sagen na wunderbar das Kind ist respektlos.

00:03:07: Punkt, Thema erledigt!

00:03:09: Aber ich möchte dich heute einladen genau an dieser Stelle einen kleinen Schritt zurückzugehen.

00:03:15: Nicht um das Verhalten schön zu reden nicht um Grenzen abzuschaffen sondern um zu fragen was könnte dieser Satz noch bedeuten?

00:03:26: Vielleicht bedeutet er Ich weiß dass sich anfangen müsste aber ich schaffe den Übergang gerade nicht.

00:03:32: vielleicht Ich habe Angst, dass ich es sowieso nicht schaffe.

00:03:36: Vielleicht?

00:03:37: Ich weiß das du enttäuscht bist!

00:03:39: Vielleicht?!

00:03:40: Ich fühle mich gerade so unter Druck... ...dass ich lieber so tue als wäre mir alles egal und vielleicht...?

00:03:47: Ich will nicht, dass du merkst, dass sich mich gerade klein und unfähig fühle oder vielleicht einfach?

00:03:54: Ich will gerade nicht hören was du sagst.

00:03:57: Und ja auch das darf ein Kind sagen aber vielleicht kann es das irgendwann lernen ohne dabei verletzend zu werden.

00:04:06: Und genau da liegt unsere Aufgabe als Erwachsene, nicht nur wie bringe ich das Kind dazu diesen Satz nicht mehr zu sagen sondern, wie helfe ich meinem Kind das auszudrucken was hinter diesem Satz steckt?

00:04:21: Es ist ein Satz mit vielen Botschaften!

00:04:25: Wir müssen aufpassen dass wir nicht jeden Satz übersetzen wollen denn mir doch egal kann tatsächlich bedeuten mir dochegal.

00:04:32: Punkt Kinder dürfen manchmal auch einfach keine Lust haben.

00:04:37: Sie dürfen genervt sein, sie dürfen anderer Meinung sein, die dürfen Grenzen austesten und auch ein Kind mit ADHS ist nicht automatisch von jeder Verantwortung freigestellt.

00:04:47: ADHS is keine Generalerlaubnis für respektloses Verhalten aber verstehen ist nicht dasselbe wie entschuldigen Und genau das ist mir wichtig.

00:04:58: Ich kann sagen ich verstehe dass du gerade wütend bist und gleichzeitig Ich akzeptiere nicht, dass du mich beleidigst.

00:05:07: Beides darf gleichzeitig existieren Empathie und Grenze Verständnis und Konsequenz Beziehung und Führung.

00:05:16: Wir müssen uns nicht für eines entscheiden.

00:05:21: Vielleicht fragst Du Dich gerade Was hat ADS jetzt damit zu tun?

00:05:26: Ja!

00:05:27: Jetzt wird es ein bisschen wissenschaftlicher Denn wenn wir verstehen wollen, warum manche Situationen bei Kindern mit ADHS schneller eskalieren können müssen wir uns das Nervensystem und die exekutiven Funktionen anschauen.

00:05:39: Exekutive Funktione helfen uns unter anderem dabei Impulse zu kontrollieren Handlungen zu planen Aufmerksamkeit zu lenken Prioritäten zu setzen Zwischen verschiedenen Aufgaben zu wechseln Und Emotionen zu regulieren.

00:05:55: Bei ADHS können diese Funktion beeinträchtigt sein Nicht bei jedem Kind gleich und nicht immer, aber eben häufig genug dass es im Alltag eine Rolle spielt.

00:06:07: Und jetzt stell dir vor ein Kind ist schon den ganzen Tag damit beschäftigt Anforderungen zu bewältigen In der Schule Im Kindergarten Bei den Hausaufgaben beim Übergang Beim Warten beim Zuhören beim Einhalten von Regeln.

00:06:21: und dann kommt am Abend noch Jetzt mach endlich.

00:06:25: für uns Erwachsene klingt das vielleicht nach einer ganz normalen Aufforderung.

00:06:30: Für das Kind kann es sich aber anfühlen wie, oh nein schon wieder eine Anforderung und wenn das Nervensystem bereits hochgefahren ist wird die Fähigkeit zur Selbststeuerung nicht unbedingt besser.

00:06:43: im Gegenteil dann kommt vielleicht ist mir doch egal und plötzlich stehen wir vor einem kind dass gerade nicht mehr gut regulieren kann und einem Erwachsener der das verhaltenes angreif interpretiert ist desreguliert.

00:06:59: Der Erwachsene wird ebenfalls desregulate.

00:07:01: und jetzt passiert etwas ganz spannendes Nervensystem trifft Nerven-System.

00:07:10: Und was hören wir eigentlich?

00:07:12: Das Kind sagt Ist mir doch egal, der Erwachsener hört Du bist mehr nicht wichtig oder du hast mir nichts zu sagen Oder vielleicht ich respektiere dich nicht oder du bist als Mutter oder Vater gescheitet und dann reagieren wir nicht mehr auf den Satz Wir reagieren auf unsere Interpretation.

00:07:32: Und genau hier möchte ich dich kurz etwas fragen, was hörst du wenn dein Kind sagt mir doch egal?

00:07:41: Hörst Du Ich brauche gerade Abstand oder hörst Du ich respektiere Dich nicht?

00:07:48: Hört Du vielleicht ich bin überfordert oder ich mache das mit Absicht?

00:07:54: Hösst Du!

00:07:55: Ich kann gerade Nicht Oder ich will einfach nicht.

00:07:59: Das sind zwei völlig unterschiedliche Ausgangspunkte und sie führen zu völlig unterschiedlichen Reaktionen.

00:08:08: Und jetzt drehen wir mal den Spieß um, Wir reden immer darüber was Kinder sagen aber Was ist da mit uns Erwachsenen?

00:08:16: Sagen wir nicht manchmal auch Ist mir doch egal was du sagst Zu unserem Kind Zu unseren Partner Zu Kollegen Kolleginnen zur Mitarbeiter Mitarbeiterinnen Vielleicht nicht wortwörtlich Aber Sind gemäß?

00:08:32: Das interessiert mich jetzt nicht, das ist mir völlig egal.

00:08:35: Darüber diskutiere ich nicht!

00:08:37: Punkt aus Ende Und schlief.

00:08:39: vielleicht ist es uns tatsächlich egal Aber manchmal eben auch nicht.

00:08:44: Vielleicht steckt dahinter Ich bin erschöpft Ich weiß nicht mehr weiter Ich fühle mich machtlos Ich habe Angst die Kontrolle zu verlieren Ich kann deine Gefühle gerade nicht noch tragen Ich fühl mich angegriffen Und vielleicht steckt auch dahinter?

00:09:05: Ich muss jetzt stark sein.

00:09:07: Und da kommen wir zu einem sehr wichtigen Punkt.

00:09:11: Manchmal wird Härte mit Souveränität verwechselt, aber Souveranität bedeutet nicht immer das letzte Wort zu haben.

00:09:20: Souverianität bedeutet ich kann mich selbst regulieren während der andere gerade seine Regulation verliert und das ist etwas völlig anderes.

00:09:32: Lass uns mal schauen, warum uns dieser Satz denn noch so trifft.

00:09:37: Jetzt möchte ich dich auf eine kleine Reise mitnehmen – zu dir!

00:09:42: Zu deiner eigenen Geschichte.

00:09:44: Denn vielleicht ist dieser Satze deines Kindes gar nicht nur ein Satz aus der Gegenwart.

00:09:48: Vielleicht trifft er eine alte Stelle in dir.

00:09:52: Wie bist du aufgewachsen?

00:09:54: Was passiert, wenn Du widersprochen hast?

00:09:57: Dürfest Du deine Meinung sagen?

00:10:00: Dürdest Du Nein sagen?

00:10:02: Durftest Du Wütend

00:10:03: sein?!

00:10:04: Was passierte, wenn du einem Erwachsenen gesagt hast?

00:10:07: Das sehe ich anders.

00:10:09: Vielleicht hast du gelernt Kinder haben zu gehorchen.

00:10:13: vielleicht Widerspruch ist Respektlosigkeit.

00:10:16: Vielleicht man diskutiert nicht mit der Erwachsenden.

00:10:19: Vielleicht Gefühle sind schwäche und dann steht plötzlich dein Kind vor dir und sagt Möder egal Und in dir wird eine alte Geschichte aktiviert.

00:10:30: Vielleicht denkst Du gar nicht bewusst mein Kind ist respektlos.

00:10:35: Vielleicht fühlt dein Nervensystem einfach Gefahr und dann reagieren wir.

00:10:42: Nicht unbedingt auf unser Kind, sondern auf das was dieser Moment in uns auslöst.

00:10:47: Deshalb möchte ich dich fragen Was genau verletzt mich an diesem Satz?

00:10:55: Ist es der Ton?

00:10:56: Ist ist die Ablehnung?

00:10:59: Ist das Gefühl keine Kontrolle zu haben?

00:11:02: Ist dass die Angst nicht ernst genommen zu werden?

00:11:05: oder Ist es vielleicht die alte Erfahrung?

00:11:08: Ich durfte das früher nicht.

00:11:10: Und wenn du ehrlich bist, willst du gerade dein Kind erziehen oder willst du gewinnen?

00:11:18: Ich weiß diese Frage kann wehtun aber sie kann unglaublich wertvoll sein!

00:11:26: Lass uns mal schauen der Teufelskreis.

00:11:29: Wir schauen uns einmal an wie so ein Kreislauf entstehen kann.

00:11:33: Das Kind bekommt eine Aufforderung Es fühlt sich unter Druck Es reagiert impulsiv.

00:11:38: Mit doch egal!

00:11:40: Der Erwachsene fühlt sich nicht respektiert, er erhöht den Druck.

00:11:44: Wie redest du mit mir?

00:11:46: Das Kind fühlt dich noch stärker kontrolliert es geht in den Widerstand.

00:11:51: Du hast mir gar nichts zu sagen.

00:11:53: Der Erwachsener erhöht die Konsequenz Dann gibt's eben kein Handy mehr.

00:11:58: das Kind eskaliert der Erwachsener eskalierte.

00:12:01: irgendwann fliegt vielleicht eine Tür vielleicht ein Gegenstand Vielleicht fallen Worte später leidtun Und irgendwann ist Ruhe, aber keine gute Ruhe.

00:12:11: Sondern diese erschöpfte Ruhe und dann kommt vielleicht Schuld, Scham, Traurigkeit, Erschöpfung – und manchmal sogar Entschuldigung.

00:12:24: Tut mir Leid!

00:12:26: Mir auch.

00:12:28: Am nächsten Tag beginnt alles wieder von vorne.

00:12:32: Das Problem ist wir versuchen oft das Verhalten zu kontrollieren Aber wir verändern nicht die Dynamik und genau deshalb brauchen wir einen Ausstieg.

00:12:44: Und der beginnt bei uns!

00:12:48: Das ist jetzt vielleicht die unangenehmste und gleichzeitig befreienste Nachricht.

00:12:52: Wir können unser Kind nicht immer kontrollieren, aber wir können beeinflussen wie wir reagieren.

00:13:01: Wenn mein Kind sagt mir doch egal kann ich sagen das lasse Ich mir nicht bieten.

00:13:07: oder Ich kann sagen, ich glaube die ist gerade nicht alles egal.

00:13:12: Ich glaube du bist gerade richtig wütend!

00:13:16: Das bedeutet nicht dass ich nachgebe.

00:13:18: es bedeutet nur... ...ich entscheide mich den Konflikt nicht größer zu machen und da wäre dann so die Deeskalation ohne Autoritätsverlust.

00:13:31: Es ist genau der Punkt der besonders wichtig ist.

00:13:35: Manche Erwachsene haben nämlich Angst.

00:13:37: Wenn ich jetzt ruhig bleibe, denkt mein Kind.

00:13:40: Es kann alles mit mir

00:13:41: machen.".

00:13:42: Nein!

00:13:43: Das ist ein Missverständnis.

00:13:45: Deeskalation bedeutet nicht – Ich gebe nach….

00:13:49: Deescalation bedeutet «Ich entscheide wie wir miteinander umgehen».

00:13:55: Ich kann sagen Hey du darfst sauer sein Du darfst meine Entscheidung doof finden Du darf anderer Meinung sein Aber du darf mich nicht beleidigen.

00:14:06: Das ist eine Grenze, eine klare Grenze aber ohne Demütigung.

00:14:12: Ohne Machtkampf und ohne – jetzt zeige ich dir mal wer hier das Sagen hat!

00:14:18: Denn wenn wir anfangen um Macht zu kämpfen haben wir häufig schon verloren Und was noch ganz wichtig ist dem Kind das Gesicht wahren lassen.

00:14:32: Hier liegt ein unglaublich wichtiger Schlüssel.

00:14:35: Stell dir vor Dein Kind hat sich gerade völlig verrannt.

00:14:39: Es hat gesagt mir doch egal, vielleicht noch du bist so blöd und jetzt soll es dich entschuldigen.

00:14:46: sofort vor allem und du stehst daneben und wartest na ich warte entschulge dich.

00:14:52: was passiert jetzt?

00:14:55: das kind hat zwei Möglichkeiten es kann nachgeben oder es kann kämpfen Und gerade Kinder, die schnell in einem emotionalen Tunnel geraten wählen nicht immer die vernünftigste Option.

00:15:08: Vielleicht braucht das Kind eine Brücke?

00:15:11: Du könntest zum Beispiel sagen... Ich glaube du bist gerade richtig wütend!

00:15:17: ich glaube nicht dass du das wirklich so meinst.

00:15:19: wir sprechen später darüber.

00:15:22: oder du musst dich jetzt nicht sofort entschuldigen aber wir kommen darauf zurück.

00:15:28: damit gibst du dem kind einen weg zurück ohne gesichtsverlust ohne Kapitulation, ohne dass du deine Grenze aufgibst sondern du sagst ich sehe dich.

00:15:41: Ich akzeptiere deinen Verhalten nicht aber ich lasse dich nicht fallen und vielleicht ist genau das eine der stärksten Botschaften die wir Kindern geben können.

00:15:53: Und hier eine kleine Notfallformel Wenn Du das nächste mal hörst dann mir doch egal.

00:15:59: Dann probiere vielleicht einmal diese fünf Schritte Stopp!

00:16:03: Nicht sofort reagieren.

00:16:06: Atme, sehen Was passiert jetzt gerade wirklich?

00:16:12: Benennen Ich glaube du bist gerade richtig wütend.

00:16:17: Grenze Du darfst wüten sein aber du darfst mich nicht beleidigen.

00:16:24: und eine Brücke.

00:16:25: Wir sprechen später darüber wenn es wieder ruhiger ist.

00:16:28: Also nochmal Stopp Sehen benennen Grenze Brücke.

00:16:36: Vielleicht kannst du dir diese fünf Worte merken, denn manchmal brauchen wir Erwachsenen in solchen Situationen genau einen inneren Fahrplan wie unsere Kinder.

00:16:47: Ja und jetzt fragst du dich vielleicht um was braucht das Kind eigentlich?

00:16:52: Vielleicht braucht es gar nicht immer eine lange Erklärung, vielleicht braucht es zunächst Uhr Abstand Korregulation Eine klare Grenze Eine kurze Sprache.

00:17:06: Und Die Sicherheit, unsere Beziehung ist nicht in Gefahr nur weil wir gerade streiten.

00:17:12: Das ist für mich ein ganz wichtiger Satz!

00:17:15: Denn manche Kinder erleben Konflikte sehr existenziell.

00:17:19: Oh, Mama ist sauer, Papa ist enttäuscht die Lehrerin ist wütend.

00:17:22: ich habe es wieder falsch gemacht und daraus kann schnell werden.

00:17:26: Ich bin falsch Und genau da müssen wir aufpassen.

00:17:30: Wir wollen das Verhalten korrigieren aber wir wollen nicht die Persönlichkeit des Kindes beschädigen.

00:17:37: Nicht du bist respektlos, sondern so wie Du gerade mit mir sprichst ist nicht in Ordnung.

00:17:44: Der Unterschied ist riesig!

00:17:46: Das eine beschreibt das Kind, das andere beschreibt es Verhalten und Verhalten kann sich natürlich verändern.

00:17:55: Und was können wir unseren Kindern jetzt beibringen?

00:17:58: Vielleicht können wir unsere Kinder alternative Sätze geben statt mir doch egal vielleicht ich will das gerade nicht hören.

00:18:06: Ich bin gerade zu wütend, um darüber zu sprechen.

00:18:10: Ich brauche eine Pause.

00:18:11: Aber ich finde das unfair!

00:18:13: Ich bin grade richtig sauer auf dich.

00:18:15: Ich möchte später darüber reden.

00:18:17: Das sind Fähigkeiten und Fähigkeit müssen wir lernen.

00:18:22: Niemand wird geboren und kann perfekt mit Konflikten umgehen – auch wir Erwachsene nicht.

00:18:27: Und vielleicht ist es unser eigentliches Ziel?

00:18:31: Nicht ein Kind, dass niemals widerspricht sondern ein Kind das irgendwann sagen kann Ich bin gerade richtig sauber auf dich, aber ich kann trotzdem mit dir reden.

00:18:41: Na das wäre doch großartig oder?

00:18:46: Und hier nochmal eine letzte Reflektionsrunde!

00:18:49: Denn bevor wir zum Ende kommen möchte ich Dich hier noch mal ein paar Fragen stellen.

00:18:54: Vielleicht nimmst Du Dir die eine oder die andere davon mit vielleicht denkst du später darüber nach.

00:19:00: vielleicht sprichst Du mit jemandem darüber Hier die Fragen Was höre ich wenn mein Kind sagt mir doch egal Was könnte mein Kind eigentlich meinen?

00:19:12: Welche Knöpfe drückt dieser Satz bei mir?

00:19:16: Was brauche ich, damit ich ruhig bleiben kann.

00:19:20: Welche Geschichte aus meiner eigenen Kindheit bringe ich mit?

00:19:24: Will ich gerade wirklich erziehen oder will ich gewinnen?

00:19:29: Und vielleicht die wichtigste Frage – was braucht mein Kind in diesem Moment von mir und was brauche Ich selbst, damit Ich es geben kann?

00:19:45: Mir doch egal.

00:19:47: Manchmal tatsächlich ein... Ich kann gerade nicht!

00:19:51: Vielleicht ist es ein, lass mich in Ruhe?

00:19:54: Vielleicht ein.

00:19:56: ich fühle mich gerade so klein dass sich so groß tun muss vielleicht ein ich habe Angst das du enttäuscht von mir bist vielleicht aber auch einfach.

00:20:06: ich will gerade meinen Willen durchsetzen.

00:20:09: wir werden es nicht immer sofort wissen und genau deshalb brauche man nicht die perfekte reaktion.

00:20:15: Wir brauchen die Bereitschaft, hinzuschauen.

00:20:18: Denn Hinterverhalten steckt eine Botschaft – nicht immer die, die wir zuerst hören.

00:20:23: und vielleicht ist genau das die Aufgabe von uns Erwachsenen!

00:20:27: Nicht jeden Satz persönlich zu nehmen, nicht jede Grenze als Angriff zu verstehen, nicht jeden Konflikt gewinnen zu müssen sondern manchmal einen Schritt zurückzugehen und zu fragen….

00:20:39: was passiert hier gerade wirklich?

00:20:42: Denn Erziehung bedeutet NICHT dass wir immer das letzte Wort haben und Souveränität bedeutet nicht, dass wir jeden Machtkampf gewinnen.

00:20:51: Souveranität bedeutet vielleicht viel eher.

00:20:54: ich kann klar bleiben ohne hart zu werden.

00:20:57: Ich kann Grenzen setzen ohne zu beschämen.

00:21:01: Ich kann nein sagen ohne die Beziehung zu verlieren Und ich kann meinem Kind zeigen du darfst anderer Meinung sein Du darfst wütend sein!

00:21:13: Du darfest mich durchfinden Aber du bist mir nicht egal und unsere Beziehung ist mir auch nicht egal.

00:21:21: Vielleicht ist das die Botschaft, die wir unseren Kindern viel öfter geben sollten?

00:21:26: Und vielleicht brauchen wir sie selbst manchmal genauso denn am Ende geht es nicht darum wer Recht hat Es geht darum ob wir einander noch erreichen können.

00:21:36: und deshalb frage ich dich heute nochmal Was hörst Du wenn jemand zu dir sagt Mir doch egal!

00:21:45: Was möchtest du, dass dein Kind hört wenn du antwortest?

00:21:53: Wenn Du jetzt beim Zuhören an Dein eigenes Kind gedacht hast.

00:21:56: An eine Situation die vielleicht gerade ziemlich festgefahren ist Dann möchte ich Dir sagen Du musst das nicht alles alleine herausfinden.

00:22:05: Manchmal braucht es halt jemanden der von außen mit drauf schaut Jemandem der nicht mitten im Konflikt steckt Jemanden der zuhört sortiert neue Perspektiven eröffnet und gemeinsam mit dir nach Lösungen sucht Die zu dir deinem Kind und eurem Alltag passen.

00:22:21: Genau dabei beklarte ich Familien, Eltern, Kinder und Jugendliche aber auch Erzieher, Erziehern und Leckkräfte.

00:22:28: Fachlich fundiert mit viel Erfahrung Empathie und wie du mich kennst – auch mit einer guten Prisehumor!

00:22:35: Denn manchmal braucht es eben nicht noch einen Ratgeber mit siebenundzwanzig Erziehungstipps.

00:22:40: Manchmal braucht es jemand der sagt Komm wir schauen uns das gemeinsam an.

00:22:46: Was steckt wirklich dahinter?

00:22:48: Und wenn du Lust hast, dich mit anderen Eltern auszutauschen und Erfahrungen zu teilen, fragenlos zu werden oder einfach einmal zu meckern.

00:22:56: Okay!

00:22:58: Ich bin damit nicht allein.

00:23:00: Dann bist du auch herzlich zu meinem monatlichen ADHS-Elterntalk eingeladen – ein Raum für Austausch, Verbindung, Erfahrungen, Sorgen, Fragenimpulse und Lösungswege.

00:23:12: Denn manchmal ist der erste Schritt aus dem Teufelskreis aufzuhören, ihn allein drehen zu wollen.

00:23:22: In diesem Sinne bis zum nächsten Mal bei Träumer Leon Zappel Philipp und denkt vielleicht daran hinter einem mir doch egal steckt manchmal ein es ist mir gerade viel zuviel.

00:23:33: Und hinter einem wie redest du eigentlich mit mir?

00:23:36: Steckt manchmal einen bitte nämlich ernst.

00:23:40: Vielleicht hören wir beim nächsten mal ein kleines bisschen genauer hin.

00:23:45: Bis dahin passt gut auf dich auf und vor allem bleibt neugierig auf das, was hinter dem Verhalten steckt.

00:23:53: Und zum Schluss noch ein kleines Zitat.

00:23:56: Vielleicht ist die Frage nicht warum respektiert mein Kind mich nicht?

00:24:01: Sondern was hat mein Kind gerade erlebt?

00:24:03: dass es keinen anderen Weg mehr findet mir zu sagen was in ihm los ist.

00:24:11: In diesem Sinne wünsche ich dir alles Liebe Deine Manuela.

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