126 - Resignation ist keine Option. Keine Entscheidung. Und schon gar nicht dein Schicksal.

Shownotes

Dort erfährst du mehr zu mir und die Möglichkeit wie ich dich und dein Kind/deine Familie begleiten und unterstützen kann.

Du kannst auch gerne die Möglichkeit nutzen, mir eine e-mail zu schreiben oder ruf mich unverbindlich an.

Ich freu mich von dir zu hören, Deine Manuela

Manuela Kronenberger – Heilpraktikerin Psychotherapie, Beratung, Kinder-, Jugend- und Familiencoach, Wertschätzungstrainerin und KinFlex Therapeutin Psychotherapeutische Praxis Manuela Kronenberger Am Rohlande 2 58300 Wetter an der Ruhr

Mobil: +49 (0)1632836205 Praxis: +49 (0) 23358989790 info@manuelakronenberger.de

Transkript anzeigen

00:00:05: Hallo und herzlich willkommen bei Träumerie Unser Befehl.

00:00:06: Dem Podcast für alle, die selber temperamentvoll sind oder ein sehr lebendiges und bewegungsfreudiges Kind haben mit- und ohne Diagnose ARR S&K.

00:00:15: Mein Name ist Manuela und ich begleite Dich Deine Familie und weder jurische Fachkräfte!

00:00:20: Du bekommst Tipps für den Umgang mit dem besonderen Verhaltensweisen und dem Zusammenleben innerhalb der Familie.

00:00:27: Let's go!

00:00:28: Brauchst aus dem Schubladen Denken rein ins selbst gestachte Leben.

00:00:36: Kennst du diese Tage?

00:00:38: Du warst morgens auf und bist eigentlich schon müde, nicht körperlich sondern innerlich.

00:00:43: Du weißt schon dass heute wieder Diskussionen kommen werden das dein Kind wahrscheinlich wieder aneckt Dass du wieder erklären musst rechtfertigen auffangen organisieren Das wieder jemand einen gut gemeinten Ratschlatt haben wird.

00:00:58: Und du denkst dir irgendwann nur noch wofür eigentlich?

00:01:01: Warum kämpfe ich jeden Tag?

00:01:03: warum lese ich Bücher?

00:01:05: Warum suche ich nach Lösungen?

00:01:07: Warum mache ich Therapien, warum erkläre ich Lehrkräften ADHS zum hundertsten Mal.

00:01:13: Warum versuche ich immer wieder ruhig zu bleiben?

00:01:16: Warum strengere ich mich so an wenn sich gefühlt nichts verändert?

00:01:21: Wenn dir diese Gedanken bekannt vorkommen dann möchte ich dir heute als erstes etwas sagen du bist nicht schwach Du bist vermutlich einfach unglaublich erschöpft.

00:01:32: und genau darüber sprechen wir heute Über Resignation, über diesen Moment an dem Hoffnung langsam in Müdigkeit umschlägt und darüber warum genau dort trotzdem nicht Schluss sein muss.

00:01:47: Hallihallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge.

00:01:50: Ich musste heute etwas Persönliches erzählen.

00:01:54: ich bin von Natur aus ein Mensch der kämpft.

00:01:56: aufgeben war für mich eigentlich nie eine Option.

00:02:00: wenn mir jemand sagte das geht nicht dann dachte Na, warte mal.

00:02:07: Wenn eine Tür zu ging suchte ich ein Fenster und wenn es kein Fenster gab?

00:02:11: Naja dann nahm mich eben den Hammer!

00:02:14: Manchmal ist das eine Stärke manchmal macht es aber auch müde denn auch ich kenne diese Momente Diese Abende an denen ich denke warum mache ich das ja alles hier eigentlich?

00:02:28: Warum investiere ich Zeit?

00:02:30: Warum bilde ich mich weiter?

00:02:32: Warum entwickle ich Ideen?

00:02:34: Warum versuche ich Menschen zusammenzubringen?

00:02:38: Wenn gefühlt alles gegen Windmühlen kämpfen ist, kennst du dieses Gefühl dass du einen Schritt nach vorne machst und das Leben dich drei Schritte zurück schubst.

00:02:51: Vor ein paar Tagen habe ich etwas ähnliches erlebt.

00:02:54: in einer ADHS Gruppe schrieb eine Mutter wir brauchen endlich einen geschützten Raum einen Ort an dem wir endlich reden können ohne Bewertungen.

00:03:04: Ich dachte Was für eine großartige Idee.

00:03:08: Also habe ich spontan angeboten einen Zoom-Abend zu organisieren, kostenlos offen einfach ein Raum zum Reden.

00:03:16: Weißt du wie viele sich gemeldet haben?

00:03:19: Zwei ganze zwei und ich saß danach da und fragte mich was ist da eigentlich los?

00:03:28: wollen wir Veränderung oder wünschen wir sie uns nur?

00:03:33: Ist es Resignation?

00:03:35: Ist es Angst?

00:03:36: Ist das Enttäuschung?

00:03:38: oder glauben viele inzwischen gar nicht mehr daran, dass Hilfe überhaupt noch helfen kann.

00:03:43: Diese Frage beschäftigt mich bis heute – nicht vorbusvoll sondern ehrlich.

00:03:50: und vielleicht fragst du dich jetzt was ist Resignation überhaupt?

00:03:55: Lass uns zuerst einmal darüber sprechen was Resignations wirklich ist denn wir benutzen dieses Wort ständig.

00:04:02: ich habe resigniert Es bringt doch sowieso nix.

00:04:07: Aber was passiert da eigentlich in unserem Kopf?

00:04:10: Psychologisch beschreibt Resignation einen Zustand, indem ein Mensch den Glauben verliert durch sein eigenes Handeln etwas verändern zu können.

00:04:19: Der Fachbegriff dafür lautet verminderte Selbstwirksamkeit.

00:04:24: Der Psychologe Albert Bandura prägte den Begriff der Selbstwirksamkeit – er beschreibt damit die Überzeugung eines Menschen Ich kann durch mein eigenes Handeln Einfluss auf meinen Leben nehmen.

00:04:37: Menschen mit einer hohen Selbstwirksamkeit erleben Rückschläge zwar als schmerzhaft, sehen sie aber als vorübergehend an.

00:04:44: Sie denken eher, es war schwer!

00:04:47: ich probiere einen anderen Weg.

00:04:49: Menschen Mit einer geringen Selbstwirksamkeit denken häufiger.

00:04:53: Es hat keinen Sinn egal was ich mache und genau dort beginnt Resignation.

00:05:00: Vielleicht hast du einmal schon im Begriff erlerne die Hilflosigkeit gehört.

00:05:04: Er klingt hart.

00:05:05: Fast so, als wäre ich jemand selbst schuld!

00:05:08: Das Gegenteil ist der Fall.

00:05:10: Der amerikanische Psychologe Martin Siddigmann untersuchte Ende der neunzehntsechziger Jahre gemeinsam mit Stephen Meyer wie Lebewesen auf Situationen reagieren die sie nicht kontrollieren können.

00:05:22: Die Ergebnisse waren damals erschreckend.

00:05:24: Wenn Menschen oder Tiere immer wieder erleben dass ihr eigenes Handeln nichts verändert geben Sie irgendwann auf Selbst dann, wenn sich die Situation längst verändert hat.

00:05:35: Sie könnten handeln – tun es aber nicht!

00:05:38: Nicht weil sie faul sind, nicht weil sie dumm sind sondern weil ihr Gehirn gelernt habt.

00:05:44: Anstrengung lohnt sich nicht.

00:05:46: Das ist keine Charakterfrage.

00:05:48: Es ist ein Lernprozess unseres Gehirns Unser Gehirnen liebt Energie sparen.

00:05:54: Wenn etwas hundertmal nicht funktioniert hat zieht es irgendwann den Schlussstrich und sagt lasse es das spart Kraft.

00:06:01: Na ja, kurzfristig.

00:06:03: Langfristig nimmt das uns Hoffnung!

00:06:07: Dazu gibt es die Geschichte der angekettete Elefant, die ich dir am Ende vorlesen werde.

00:06:11: Es ist eine Weihzeitsgeschichte.

00:06:13: Freue dich schon drauf.

00:06:15: Aber jetzt lass uns mal schauen warum Eltern von ADS-Kindern besonders gefährdet sind.

00:06:20: Wenn ich mit Eltern spreche höre ich immer wieder dieselben Geschichten Du erklärst zum zehnten Mal warum dein Kind nicht absichtlich stört.

00:06:28: du bekommst trotzdem den Satz Es braucht einfach mehr Konsequenz.

00:06:33: Du kämpfst um einen Therapieplatz, Warteliste!

00:06:36: Du beantragsunterstützung – abgelehnt!

00:06:38: Du sprichst mit der Schule?

00:06:40: Keine Veränderung!

00:06:41: Du liest Fachbücher, probierst Strategien….

00:06:44: ja manche helfen.

00:06:46: Viele scheinen im Alltag zu verpuffen und irgendwann entsteht im Gehirn eine gefährliche Rechnung Anstrengung minus Erfolg Tja gleich Sinnlosigkeit.

00:06:57: Dabei stimmt diese Rechnungen objektiv oft gar nicht.

00:07:00: Sie fühlt sich aber so an und Gefühle sind für unser Gehirn häufig überzeugender als Fakten.

00:07:08: Jetzt lass uns mal schauen, was in deinem Körper passiert!

00:07:11: Resignation findet nicht nur im Kopf statt – sie verändert unseren ganzen Körper.

00:07:17: Kronischer Stress erhöht dauerhaft den Spiegel des Stresshormons der Cortisol.

00:07:21: Das Nervensystem befindet sich ständig in Alarmbereitschaft Schlaf wird schlechter Gedächtnis- und Konzentrationen nehmen ab Emotionen lassen sich schlechter regulieren Das Gehirn schaltet zunehmend in einen Energiesparmodus.

00:07:35: Also man könnte sagen, nicht weil du schwach bist sondern weil dein Körper versucht zu überleben.

00:07:41: Deshalb fühlen sich viele Mütter irgendwann antriebslos Nicht faul!

00:07:45: Nicht unmotiviert Sondern erschöpft bis in die Zellen hinein.

00:07:51: Hier ein paar Zahlen die nachdenklich machen.

00:07:54: Studien zeigen seit Jahren, dass Eltern neurodivergenter Kinder deutlich häufiger unter chronischen Stress, Depressionen, Angststörungen und Erschöpfung leiden als Eltern neurotypischer Kinder.

00:08:06: Besonders Mütter berichten von einem erheblich höheren Mindeload.

00:08:10: Viele reduzieren ihre Arbeitszeit, verzichten auf Karriere, verlieren Freundschaften, erleben soziale Isolation.

00:08:18: nicht weniger entwickeln Symptome eines Burnouts.

00:08:21: Das Problem ist also nicht die einzelne Mutter.

00:08:24: Das Problem ist häufig die Dauerbelastung.

00:08:29: Du, und jetzt wird es unverquem?

00:08:31: Ich möchte dir eine Frage stellen – eine Provokante!

00:08:35: Nicht weil ich glaube dass es darauf eine einfache Antwort gibt sondern weil sie zum Nachdenken anregen darf.

00:08:42: Wer profitiert eigentlich davon wenn Menschen aufhören ihre Stimme zu erheben?

00:08:49: Wer profitieren davon?

00:08:51: wenn Eltern denken ich sage lieber nichts Ich halte einfach durch.

00:08:57: Ich glaube nicht, dass irgendwo Menschen zusammensitzen und beschließen – lasst uns Eltern klein halten!

00:09:04: So einfach funktioniert unsere Welt nicht.

00:09:06: Aber Systeme entwickeln eine erstaunliche Eigendynamik.

00:09:10: Ein überlastetes Schulsystem profitiert zunächst davon wenn Eltern stillhalten.

00:09:16: Ein Gesundheitssystem mit langen Wartelisten gerät weniger unter Druck beim Menschen irgendwann aufgeben.

00:09:22: Behörden erleben weniger Widerstand, wenn Anträge nicht mehr gestellt werden.

00:09:27: Und gesellschaftlich ist Anpassung oft einfacher als Veränderung – nicht weil jemand böse ist sondern weil Veränderungen unbequem sind.

00:09:35: Die kostet Geld Zeit Kraft und verlangt gewohntes zu hinterfragen.

00:09:43: Ja und der Preis des Schreigens?

00:09:46: Die entscheidende Frage lautet deshalb vielleicht wer verliert wenn du resignierst?

00:09:52: Du, dein Kind und deine Familie.

00:09:56: Aber letztendlich auch unsere Gesellschaft!

00:09:59: Denn jedes Kind das nicht verstanden wird verliert Chancen.

00:10:04: Jede Mutter die ausbrennt verliert Lebensqualität.

00:10:08: Jeder Vater der sich zurückzieht verliert Verbindung Und jede Familie die schweigt macht ein Problem unsichtbar.

00:10:16: Dabei entstehen Veränderungen fast nie dadurch dass Menschen still werden.

00:10:21: Sie entstehen dadurch, dass Menschen sich zusammentun.

00:10:25: Dass sie Erfahrungen teilen und laut werden – nicht aggressiv oder respektlos.

00:10:30: Aber klar!

00:10:31: Denn Selbstwirksamkeit beginnt genau dort mit dem Satz Ich bin vielleicht nur ein Mensch aber ich bin NICHT machtlos.

00:10:41: Und vielleicht ist genau das Gegenteil von Resignation Nicht ständig kämpfen zu müssen sondern wieder daran zu glauben, dass Dein Handeln einen Unterschied machen kann.

00:10:52: Für Dein Kind und für Dich!

00:10:54: Und vielleicht sogar für die Familie, die morgen erst ihre Diagnose bekommt?

00:11:00: Jetzt lass uns mal schauen was Resignation mit unseren Kindern macht.

00:11:04: Hm... jetzt möchte ich Dich auf eine kleine Gedankenreise mitnehmen Denn bisher haben wir darüber gesprochen was Resignation mit UNS macht.

00:11:13: Aber was bedeutet sie eigentlich für unsere

00:11:15: Kinder?!

00:11:17: Gerade für Kinder mit ADHS.

00:11:19: Kinder lernen nicht nur durch Worte, sie lernen durch Beobachtung.

00:11:23: Der Psychologe Albert Bandura nannte das Lernen am Modell.

00:11:27: Kinder schauen sich an.

00:11:29: wie geht Mama mit Problemen um?

00:11:32: Wie reagiert Papa auf Rückschläge?

00:11:34: Was macht meine Erzieherin wenn etwas schwierig wird?

00:11:38: Wie spricht meine Lehrkraft über Fehler?

00:11:40: Wie gehen Erwachsene mit Stress um?

00:11:42: und genau daraus entwickeln Sie ihre eigene innere Landkarte Nicht bewusst, sondern jeden einzelnen Tag.

00:11:52: Stell dir also folgende Situation vor Dein Kind kommt aus der Schule Es wurde wieder ausgeschlossen Wieder gab es Ärger Wieder hast du Gespräche geführt.

00:12:03: Zu Hause sagst Du irgendwann Es bringt doch alles sowieso nichts.

00:12:08: Kann dein Kind verstehen warum du das sagst?

00:12:11: Ja Wird es gleichzeitig etwas daraus lernen?

00:12:15: auch ja Vielleicht lernt es?

00:12:18: Kämpfen lohnt sich nicht.

00:12:19: Ich bin sowieso das Problem, man kann nichts verändern und genau das ist der Moment in dem sich Resignation vererben kann – nicht genetisch sondern durch Erfahrungen.

00:12:33: Kinder mit ADHS haben ohnehin ein erhöhtes Risiko negative Rückmeldungen zusammen.

00:12:39: Studien zeigen dass sie deutlich häufiger kritisiert werden als gleichaltrige Kinder.

00:12:44: Viele hören schon im Grundschulalter tausend Mal Sätze wie, jetzt reiste ich doch zusammen.

00:12:49: Hey du störst!

00:12:51: Warum kannst Du nicht einfach?

00:12:53: Mit jeder dieser Botschaften entsteht ein kleines Stück Selbstzweifel.

00:12:58: Wenn dann auch noch die Erwachsenen um sich herum den Glauben verlieren das Veränderung möglich ist wird es doppelt schwer Denn Kinder leiden sich ihre Hoffnung zunächst von den Erwachsenden.

00:13:09: Bevor sie selbst daran glauben können dass sie etwas schaffen brauchen Sie jemandem der an sie glaubt.

00:13:17: Übrigens, das gilt auch für uns Eltern!

00:13:19: Auch für uns Ermaxten im pädagogischen Berufen.

00:13:22: Vielleicht arbeitest du als Erzieherin?

00:13:24: Vielleicht bist Du Lehrkraft?

00:13:26: Vielleicht Integrationskraft?

00:13:27: vielleicht Therapeuten?

00:13:29: Auch dort schleicht sich Resignation ein.

00:13:32: Der wird sich nie ändern.

00:13:33: Mit dem komme ich nicht weiter.

00:13:35: Das bringt doch alles nichts.

00:13:38: Ich verstehe wie solche Gedanken entstehen Wirklich Denn auch ihr arbeitet oft unter enormen Druck.

00:13:46: Mit zu wenig Zeit, zu wenig Personal und zu wenig Unterstützung.

00:13:51: Aber weißt du was?

00:13:52: Was der gefährlichste Satz in einem pädagogischen Beruf ist?

00:13:55: Nicht ich bin erschöpft sondern da kann man sowieso nichts machen Denn in diesem Moment hören wir auf Möglichkeiten zu suchen Und Kinder spüren das.

00:14:08: Sie merken sehr genau ob ein Erwachsener noch an sie glaubt Ohne längst aufgegeben hat.

00:14:15: Und jetzt kommt auch noch eine unbequeme Wahrheit!

00:14:18: Resignation ist ansteckend, aber Hoffnung auch Selbstwirksamkeit ebenfalls Mut ebenso.

00:14:26: Wenn dein Kind erlebt das du nach einem schlechten Tag wieder aufstehst Lernt es aufstehen.

00:14:32: Wenn dein kind erlebt dass Du die Hilfe sucht lernt es Hilfe anzunehmen.

00:14:38: wenn dein Kind erlebt Dass du Fehlermaß und dich entschuldest lern des dass Fehler kein Weltuntergang sind.

00:14:45: Wenn dein Kind erlebt, das du sagst heute war furchtbar Aber morgen versuchen wir es noch einmal Dann lernt es vielleicht den wichtigsten Satz seines Lebens.

00:14:55: Es gibt immer noch einen nächsten Schritt.

00:15:01: Ich möchte dir auch etwas von deinem schlechten Gewissen nehmen.

00:15:04: Es geht nicht darum immer stark zu sein.

00:15:07: Bitte nicht.

00:15:08: Unsere Kinder brauchen keine perfekten Eltern Keine perfekte Lehrkräfte keine perfekten Erzieherinnen.

00:15:15: Sie brauchen echte Menschen, Menschen die auch mal weinen, die auch einmal verzweifeln, die sagen dürfen ich weiß gerade nicht weiter aber sie brauchen auch Erwachsene die irgendwann dann sagen Ich weiß es noch nicht Aber ich suche weiter.

00:15:34: und das ist der Unterschied Nicht Perfektion sondern Hoffnung!

00:15:38: Nicht Dauerstärke sondern die Bereitschaft nach einem Sturz wieder aufzustehen.

00:15:44: Denn genau das ist Resilienz.

00:15:47: und Resilience können wir unseren Kindern nicht beibringen, wir können sie ihnen nur vorleben.

00:15:55: Und jetzt?

00:15:56: Aber!

00:15:58: Jetzt kommt das große aber.

00:16:00: Nur bei Resignation verständlich ist, isst sie noch lange kein guter Ratgeber denn sie nimmt dir etwas – nicht nur Energie, Hoffnung, Selbstwirksamkeit und Vertrauen.

00:16:15: Und irgendwann sogar deine Vorstellung davon das Zukunft anders aussehen könnte.

00:16:22: Ja!

00:16:23: Und vielleicht kennst du solche Situationen?

00:16:26: Du liest einen Artikel.

00:16:27: dafür habe ich sowieso keine Zeit.

00:16:29: Du hörst einem Podcast bei anderen von Runiertas Bei uns nicht.

00:16:33: Jemand empfiehlt dir eine Fortbildung.

00:16:35: ach das bringt doch eh nix.

00:16:37: Eine Freundin fragt du sollen wir uns mal treffen?

00:16:40: nein Ich bin zu kaputt.

00:16:42: Du möchtest Sport machen, morgen.

00:16:44: Du möchst es jemanden anrufen?

00:16:46: Nächste Woche!

00:16:47: Du möich das Hilfe annehmen.

00:16:49: Ich schaff das alleine.

00:16:51: und plötzlich merkst du nicht dass Leben hält dich fest sondern deine Überzeugung dass sich ohnehin nichts ändern wird.

00:17:02: Und jetzt möchte ich dir heute eine Frage stellen keine einfache aber vielleicht eine wichtige was brauchst du eigentlich gerade wirklich?

00:17:12: Nicht was müsste alles erledigt werden, nicht was erwartet andere.

00:17:17: Nicht was braucht dein Kind zuerst sondern was brauchst du?

00:17:23: Ruhe schlaf jemanden der einfach zuhört.

00:17:28: Information professionelle Unterstützung eine Freundin eine Pause Mut oder Einfach einmal Jemandem der sagt ich verstehe dich.

00:17:41: Respektation ist nämlich oft gar nicht das eigentliche Problem.

00:17:45: Es ist ein Symptom, so wie Fieber!

00:17:48: Niemand behandelt Fiebergohne nach der Ursache zu schauen.

00:17:52: Warum machen wir das bei unserer Seele?

00:17:55: Vielleicht braucht dein Körper Erholung.

00:17:58: Vielleicht braucht ein Nervensystem Sicherheit.

00:18:01: Vielleicht brauche dein Herz wieder Hoffnung.

00:18:03: Vielleicht brauchst du Gemeinschaft.

00:18:06: Denn eines ist mir in den letzten Jahren immer deutlicher geworden... Einzelkämpfer tun funktioniert eine Zeit lang, aber nicht für immer.

00:18:16: Niemand gewinnt dauerhaft allein!

00:18:19: Nicht Familien, nicht Eltern, nicht Gesellschaften.

00:18:22: Veränderung entsteht fast immer dann wenn Menschen sich zusammentun und ich wünsche mir manchmal dass Eltern von ADHS-Kindern erkennen würden welche Kraft sie gemeinsam hätten.

00:18:36: Stell dir einmal vor, nicht tausend Erschöpfe für Einzelkämpfer sondern tausend Menschen, die sich gegenseitig stärken.

00:18:44: Die Erfahrungen teilen!

00:18:45: Die sich vertreten!

00:18:47: Die laut werden!

00:18:48: Die wissen weitergeben!

00:18:50: Die füreinander da sind!

00:18:52: Was könnte dadurch alles entstehen?

00:18:55: Vielleicht bessere

00:18:55: Schulen?!

00:18:56: Mehr Verständnis!

00:18:58: Frühere Diagnosen!

00:18:59: Mehr Unterstützung!

00:19:00: Mehr Forschung!

00:19:01: Mehr Akzeptanz!

00:19:03: Vielleicht sogar eine Gesellschaft, die aufhört unsere Kinder ständig verbiegen zu wollen... Und deshalb möchte ich heute auch ein bisschen provozieren.

00:19:12: Nicht gegen dich, sondern gegen die Resignation!

00:19:15: Denn sie flüstert, hey bleib sitzen.

00:19:18: Ich möchte dir zuflüstern, steh wieder auf.

00:19:22: Nicht heute komplett nicht perfekt, nicht mit hundert Prozent vielleicht nur einen kleinen Schritt.

00:19:30: Frag dich einmal welches Ziel härtest du ursprünglich für dein Kind und welches ziel hast Du für Dich?

00:19:38: Nicht das Ziel anderer Nicht das Ziel der Schule, nicht das Ziel den Nachbarn.

00:19:43: Deins!

00:19:44: Vielleicht lautet es gar nicht mein Kind soll funktionieren?

00:19:48: Vielleicht heißt es Mein Kind soll glücklich werden?

00:19:51: Vielleicht heisst es Wir möchten wieder lachen und vielleicht heißt es Ich möchte mich selbst nicht verlieren.

00:19:58: Das sind Ziele für die sich kämpfen alle Male lohnt.

00:20:04: Und jetzt möchte ich dir noch etwas mitgeben.

00:20:06: Wenn du heute nur einen Satz aus dieser Folge mitnimmst, dann bitte diesen.

00:20:11: Du musst nicht alles alleine schaffen!

00:20:15: Das war übrigens nie der Plan.

00:20:17: Menschen sind Gemeinschaftswesen.

00:20:20: Unser Gehirn reguliert sich über Beziehungen.

00:20:22: Wir werden stärker durch Verbundenheit und nicht durch Einsamkeit.

00:20:27: Vielleicht ist dein erster Schritt heute ganz klein?

00:20:31: Jemanden schreiben eine Freundin anrufen der professionelle Hilfe suchen in einer Gruppe Hallo sagen oder einfach diesen Podcast an jemanden weiter leiden, der gerade glaubt allein zu sein.

00:20:46: Denn genau das bist du nicht!

00:20:48: Nicht heute, nicht morgen und auch nicht in einem Jahr.

00:20:54: Und es möchte ich denn noch drei Fragen mitgeben.

00:20:56: vielleicht magst Du Dir heute Abend oder irgendwann bei einem Spaziergang die Zeit dafür nehmen Wofür lohnt es sich weiterzugehen?

00:21:06: Was brauche ich gerade wirklich?

00:21:09: Welchen kleinen Schritt kann ich heute machen, statt auf den perfekten Moment zu warten.

00:21:16: Denn Veränderung beginnt selbst mit einem riesigen Sprung!

00:21:19: Sie beginnt mit dem nächsten kleinen Schritt.

00:21:25: Naja und falls du gerade mitten in deiner Resignation sitzt, dann leid ihr heute einfach ein Stück Hoffnung von mir bis du deine eigene wiedergefunden hast.

00:21:35: denn nicht glaube an etwas, nicht daran dass alles leicht wird Nicht daran, dass ADHS plötzlich verschwindet.

00:21:41: Aber daran, das Menschen unglaublich stark werden können wenn sie aufhören alleine kämpfen zu müssen.

00:21:49: Du bist nicht allein und du musst diesem Weg auch nicht alleine gehen.

00:21:57: Genau deshalb begleite ich seit Jahren Eltern Erzieher erzieherinnen und Lehrkräfte im Umgang mit Kindern mit ADHS.

00:22:06: Und das nicht weil ich die Patentlösung habe Die gibt es nämlich überhaupt nicht Aber weil ich weiß, wie sich Überforderung anfühlt.

00:22:14: Weil ich die fachliche Expertise mitbringe!

00:22:16: Weil ich viele Familien pädagogische Fachkräfte und Teams begleiten durfte Und weil ich überzeugt bin dass Veränderungen dort beginnt wo Wissen auf Verständnis trifft und wo Menschen sich nicht mehr dafür schämen müssen.

00:22:29: ehrlich zu sagen Ich weiss gerade nicht weiter Meine Begleitung ist fachlich fundiert geprägt von Erfahrung einen großen Portion Empathie Das ist mir besonders wichtig, auch immer mit einer Prise Humor.

00:22:43: Denn so ernst unsere Herausforderungen manchmal sind!

00:22:45: Wir müssen nicht jede einzelne Minute unseres Weges mit Schwere füllen.

00:22:51: und wenn du im Moment noch gar keine individuelle Begleitung möchtest sondern einfach erst einmal erleben willst ich bin nicht allein dann lade ich dich herzlich zu meinem Elterntag ein.

00:23:02: An jedem zweiten Donnerstag im Monat um zwanzig Uhr dreißig treffen wir uns online über Zoom.

00:23:08: Der Eltern-Talk ist kostenlos.

00:23:10: Ist kein Vortrag, es ist kein Kurs und ein Ort für Begegnung.

00:23:14: Ein Ort an dem du Fragen stellen kannst oder gelacht werden darf.

00:23:18: An dem Tränen genauso ihren Platz haben wie kleine und große Erfolgsgeschichten.

00:23:23: Einen Ort, an dem niemand erklären muss warum sein Kind anders ist.

00:23:28: Weil alle am virtuellen Tisch genau das kennen.

00:23:32: Denn ich bin fest davon überzeugt!

00:23:34: Respektation wächst in der Einsamkeit.

00:23:37: Hoffnung wächst in Gemeinschaft.

00:23:40: Und manchmal reicht schon ein einziger Abend, an dem jemand sagt mir geht es genauso damit aus einem.

00:23:48: ich kann nicht mehr wieder ein.

00:23:50: Ich versuche es morgen noch einmal wird.

00:23:53: Wenn du dabei sein möchtest findest du alle Informationen zum Elterntalk und zu meinen Angeboten wie immer in den Shownoten.

00:23:59: Ich freue mich darauf dich kennen zu lernen und bis dahin vergesst bitte nicht eins.

00:24:05: Du musst nicht perfekt sein Du musst diesem Weg nicht alleine gehen.

00:24:13: Ja, danke, dass du heute wieder dabei warst!

00:24:17: Wenn dir diese Folge gut getan hat, teile sie gerne mit einem Menschen der Sie gerade hören möchtet.

00:24:24: Denn manchmal verändert nicht ein großer Ratschlag an Leben sondern das Gefühl da draußen ist jemand, der mich versteht.

00:24:33: Und jetzt die versprochene Geschichte vom angeketteten Elefanten, die zeigt wie tief verwurzelt Überzeugung unser Leben bestimmen kann.

00:24:41: Sie regt an über eigene Begrenzung nachzudenken und den Mut zu fassen scheinbare Hindernisse zu überwinden.

00:24:51: Vielleicht magst du noch dreimal tief durchatmen dich entspannen um dann der Geschichte zum Nachdenken lauschen zu können.

00:25:00: Als ich ein kleiner Junge war, war ich vollkommen vom Zirkus fasziniert und am meisten gefielen mir die Tiere.

00:25:06: Vor allem der Elefant hatte es mir angetan!

00:25:09: Wie später erfuhr ist er das Lieblingstier vieler Kinder.

00:25:12: Während der Zirkustvorstellung stellte das riesige Tier sein ungeheures Gewicht seine eindrucksvolle Größe und seine Kraft zu schauen.

00:25:20: Nach der Vorstellung aber – auch in der Zeit bis kurz oder vor seinem Auftritt blieb der Elephant immer am Fuß an seinem kleinen Block angekettet.

00:25:29: Der Pflok war allerdings nicht weiter, als ein minziges Stück Holz das kaum ein paar Zentimeter tief in der Erde steckte.

00:25:36: Und obwohl die Kette mächtig und schwer war, stand für mich außer Zweifeln dass ein Tier, das die Kraft hatte einen Baum mitsamt der Wurzel auszureißen sich mit Leichtigkeit von einem solchen Pflock befreien und fliehen konnte.

00:25:51: Dieses Rätsel beschäftigte mich bis heute.

00:25:53: Was hält ihn zurück?

00:25:56: Warum macht er sich nicht auf?

00:25:57: und davon?

00:25:59: Als sechs oder siebenjähriger vertraute ich noch auf die Weisheit der Erwachsenen.

00:26:03: Also fragte ich einen Lehrer, einen Vater und ein Onkel nach dem Rätsel des Elefanten.

00:26:09: Einer von ihnen erzählte mir, den Elefant mache sich nicht aus dem Staub weil er dressiert sei.

00:26:16: Meine nächste Frage lag auf der Hand Und wenn er dressert ist warum muss er dann noch angekettet werden?

00:26:24: Ich erinnere mich nicht je eine schlüssige Antwort darauf bekommen zu haben.

00:26:28: Mit der Zeit vergaß sich das Rätsel um den angeketteten Elefanten und erinnerte mich nur dann wieder daran, wenn ich auf Menschen traf die sich dieselbe Frage irgendwann auch schon einmal gestellt hatten.

00:26:41: Vor einigen Jahren fand ich heraus dass zu einem Glück doch schon jemand Weise genug gewesen war die Antwort auf diese Frage zu finden.

00:26:50: Der Zirkuselefon fliegt nicht weil es schon seit frühester Kindheit an einem solchen Flock gekettet ist.

00:26:57: Ich schloss die Augen und stellte mir den wehrlosen, neu geborenen Elefanten am Flock vor.

00:27:03: Ich war mir sicher, dass er in diesem Moment Schubst, zieht oder schwitzt um sich zu befreien versucht – und trotzdem alle Anstrengungen gelingt es ihm nicht weil dieser Flock zu fest in der Erde steckt!

00:27:16: Ich stellte mich vor das er erst schöpft einschläft und es am nächsten Tag gleich wieder versucht… Und am Nächsten bis eines Tages eines für seine Zukunft verhängnisvollen Tages, das Tier seiner Ohnmacht akzeptiert und sich in seinen Schicksal fügt.

00:27:35: Dieser riesige mächtige Elefant den wir aus dem Zirkus kennen flieht nicht weil der Ernste glaubt dass er es nicht kann.

00:27:44: Allzu tief hat sich die Erinnerung daran wie ohnmächtig er sich kurz nach seiner Geburt gefühlt hat in sein Gedächtnis eingebrannt.

00:27:53: Und was schlimmste dabei ist dass er diese Erinnerung nie wieder ernsthaft hinterfragt hat.

00:27:58: Nie wieder, hat er versucht seine Kraft auf die Probe zu stellen.

00:28:03: Eine Geschichte von George Bukei aus dem Buch komme.

00:28:07: ich erzähl' dir eine Geschichte.

00:28:10: Ja!

00:28:11: Ich wünsche dir das du den Mut hast deine eigene Kraft und Selbstwirksamkeit wiederzuentdecken.

00:28:17: Steh auf Und geh los.

00:28:21: Alles Liebe Deine Manuelle.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.