122 - Die Pubertät ist nicht das Ende der Verbindung – sie ist eine Einladung

Shownotes

Wenn du mehr Informationen im Umgang zum Thema ADHS/ADS & Co. suchst, besuche mich gerne auf meiner Homepage unter: https://www.manuelakronenberger.de

Dort erfährst du mehr zu mir und die Möglichkeit wie ich dich und dein Kind/deine Familie begleiten und unterstützen kann.

Du kannst auch gerne die Möglichkeit nutzen, mir eine e-mail zu schreiben oder ruf mich unverbindlich an.

Ich freu mich von dir zu hören, Deine Manuela

Manuela Kronenberger – Heilpraktikerin Psychotherapie, Beratung, Kinder-, Jugend- und Familiencoach, Wertschätzungstrainerin und KinFlex Therapeutin Psychotherapeutische Praxis Manuela Kronenberger Am Rohlande 2 58300 Wetter an der Ruhr

Mobil: +49 (0)1632836205 Praxis: +49 (0) 23358989790 info@manuelakronenberger.de

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00:00:05: Hallo und herzlich willkommen bei Träumerie.

00:00:05: Unser Befehl.

00:00:06: Dem Podcast für alle, die selber temperamentvoll sind oder ein sehr lebendiges und bewegungsfreudiges Kind haben mit- und ohne Diagnose ARR S&K.

00:00:15: Mein Name ist Manuela und ich begleite Dich Deine Familie und weder jurische Fachkräfte!

00:00:20: Du bekommst Tipps für den Umgang mit dem besonderen Verhaltensweisen und dem Zusammenleben innerhalb der Familie.

00:00:27: Let's go!

00:00:28: Brauchst aus dem Schubladen.

00:00:29: Denken rein ins selbstbestachte Leben.

00:00:36: Die Pubertät ist nicht das Ende der Verbindung, sie ist eine Einladung.

00:00:40: Aber hallo!

00:00:41: Wer bist du?

00:00:42: Und was hast Du mit meinem Kind gemacht?

00:00:45: Willst Dich Dein Zimmer aufräumen?

00:00:47: Ja, gleich.

00:00:49: Zwei Stunden später... Nichts passiert.

00:00:52: Der Mutter öffnet die Tür.

00:00:53: Klamotten auf dem Boden, Teller unter den Bett.

00:00:55: Der Geruch irgendwo zwischen Jugendherberge und biologischem Experiment Wie kannst Du so

00:01:01: leben?!

00:01:02: Boah!

00:01:03: Lass mich doch einfach!

00:01:04: Rums!

00:01:05: ...die Tür knallt Und genau da passiert oft etwas Spannendes.

00:01:10: Eltern sehen Faulheit, Respektlosigkeit Gleichgültigkeit Jugendliche erleben Überforderung Druckkontrollverlust Denn Ordnung im Kopf fehlt in der Pubertät oft genauso wie Ordnung Im Zimmer.

00:01:24: Das Gehirn sortiert gerade alles neu Leider nur nicht die Socken.

00:01:29: Hallihallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge dessen Thema an Sprengstoff kaum zu überbieten ist pubertät.

00:01:35: Und sie ist manchmal wirklich wie ein Software-Update mit Totalausfall.

00:01:41: Vielleicht kennst du das?

00:01:43: Gestern wollte dein Kind noch kuscheln, heute knallt es die Tür!

00:01:47: Gestern warst Du der wichtigste Mensch der Welt – Heute atmest Du angeblich falsch.

00:01:54: und irgendwo zwischen lass mich in Ruhe.

00:01:57: und warum verstehst Du mich nie stehen Eltern oft völlig verunsichert und denken wir verlieren uns.

00:02:05: Aber vielleicht ist es genau das, was nicht wahr ist.

00:02:08: Vielleicht ist Pubertät nicht das Ende von Nähe, sondern die Einladung bzw.

00:02:13: neu zu erlernen – Nicht kleiner, nicht weniger, sondern anders!

00:02:18: Denn während Eltern auf Denken mein Kind entfernt sich von mir passiert in Wirklichkeit etwas viel größeres.

00:02:26: Ein Mensch baut sich neu zusammen und mal ehrlich wie warst du in der Pubertäte?

00:02:32: Pflegeleicht?!

00:02:34: oder eher rebellisch.

00:02:38: Hier eine Szene aus dem Alltag wird der Überschrift, die Explosion wegen nichts Wir fahren in zehn Minuten.

00:02:45: Ich habe keinen Bock.

00:02:47: Warum schreist du jetzt so?

00:02:48: Weil ihr mich alle nervt Und plötzlich eskaliert ein kompletter Familienarbeit weil angeblich die falsche Hose gewaschen wurde.

00:02:57: Von außen wirkt das oft völlig übertrieben Aber Pubertät bedeutet Emotionen fühlen sich riesig an Das Nervensystem ist schneller überlastet.

00:03:07: Der innere Stresspegel höher, die Fähigkeit zur Regulation oft noch mitten im Umbau.

00:03:13: Jugendliche explodieren deshalb manchmal nicht wegen der Situation sondern wegen allem was sie vorher schon angestaut hat und vielleicht kennst du genau das.

00:03:25: aber was passiert eigentlich in der Pubertät?

00:03:29: Pubertäd ist kein schlechtes Benehmen.

00:03:31: Sie isst ein biologischer Ausnahmezustand Das Gehehl wird komplett umgebaut, das Gehellen im Baustellenmodus.

00:03:39: Besonders betroffen ist der Präfrontale Cortex.

00:03:42: Das ist der Bereich für Planung, Impulskontrolle, Risikoabschätzung, Emotionsregulationen, Überblick und Konsequenzen.

00:03:50: Ja, blöd nur!

00:03:52: Dieser Bereich reift erst mit Anfang bis Mitte zwanzig völlig aus.

00:03:56: Das emotionale Zentrum dagegen, also das limbische System läuft bereits ab.

00:04:01: Hochtouren bedeutet praktisch Große Gefühle, wenig Bremse, maximale Intensität.

00:04:08: Oder anders gesagt ein Ferrari-Motor mit Fahrradbremsen.

00:04:13: und genau deshalb wirken Jugendliche oft so impulsiv widersprüchlich überempfindlich laut gereizt riskant chaotisch dramatisch.

00:04:23: nicht weil sie falsch sind sondern bei der Gehirn gerade sortiert umbaut und priorisiert.

00:04:30: jetzt lass uns mal schauen was du mit den Hormonen los ist also das emotionale Gewitter.

00:04:35: Zusätzlich kommt das hormonelle Chaos dazu.

00:04:38: Der Körper verändert sich, die Wahrnehmung verändert sich der Schlaf verändert sich Das Selbstbild verändert sich.

00:04:45: Jugendliche erleben oft emotionale Achterbahnen Unsicherheit Charme starke Selbstkritik Körper Stress Identitätsfragen Überforderungen Innere Einsamkeit.

00:04:56: Und gleichzeitig sollen sie funktionieren Leistung bringen sozial dazugehören selbstständig werden Entscheidungen treffen und erwachsen Hannen.

00:05:06: Tja, das ist enorm!

00:05:09: Und da sitzen Eltern dann oft völlig ratlos und Jugendliche übrigens auch.

00:05:16: Bist du dir dessen bewusst was da so passiert?

00:05:18: Wie war es bei dir?

00:05:21: Ich habe noch eine Szene zum Beispiel die Szene mir doch egal.

00:05:25: Die Lehrerin hat angerufen Mir doch egal Du schreibst nur noch schlechte Noten Ist mir egal Aber ganz oft stimmt das nicht Denn hinter diesem Ist mir egal, steckt häufig Angst zu versagen, Scham, Selbstzweifel über Forderung das Gefühl nicht zu genügen.

00:05:46: Viele Jugendlichen wirken cool während sie innerlich kämpfen und manchmal ist Gleichgültigkeit einfach ein Selbstschutz.

00:05:56: Und was bedeutet das jetzt für den Jugendlichen selbst?

00:06:00: Viele Jugendliche erleben sich selbstplötzlich fremd.

00:06:03: Sie denken Warum bin ich so?

00:06:06: Warum rastet mein Gehirn aus?

00:06:08: Warum versteht mich niemand?

00:06:10: Bin ich falsch?

00:06:12: Warum bin ich gleichzeitig Kind unterwachsen?

00:06:15: Pobatät bedeutet nämlich Identitätssuche.

00:06:19: Jugendliche müssen herausfinden, wer bin ich?

00:06:23: Wo gehöre ich hin?

00:06:25: Was glaube ich?

00:06:27: Was macht mich aus?

00:06:29: Was will ich behalten?

00:06:31: Wovon will ich mich abkranzen?

00:06:33: und genau deshalb wirkt Ablehnung oft so persönlich.

00:06:36: Wenn Jugendliche sagen du verstehst mich nicht, meinen sie häufig.

00:06:41: Ich verstehe mich selbst gerade auch nicht.

00:06:46: und hier noch eine Szene der Rückzug.

00:06:49: Früher hat ein Kind alles erzählt.

00:06:52: heute Tür zu Kopfhörer drin Alles okay Ende der Unterhaltung Und Eltern sitzen davor und denken Warum redet mein Kind nicht mehr mit mir?

00:07:04: Dabei ist Rückzug oft kein Zeichen fehlender Liebe, sondern ein Entwicklungsprozess.

00:07:09: Jugendliche brauchen plötzlich mehr Privatsphäre, Eigenständigkeit in Resortierung und trotzdem wünschen sie sich meistens dass jemand da bleibt auch wenn sie so tun als wäre ihnen alles egal.

00:07:25: Tja und dann kommt die Frage warum Jugendliche plötzlich anders mit ihren Eltern umgehen.

00:07:30: tja das tut weh ich weiß aber Es ist ein Entwicklungspsychologisches Sinnvolles Prozess.

00:07:39: Jugendliche müssen sich emotional lösen, um eigenständig werden zu können und das bedeutet mehr Rückzug, mehr Diskussionen, mehr Gegenwehr und mehr Orientierung an Gleichalträngen.

00:07:52: nicht weil Eltern unwichtig werden sondern weil das Gehirn sagt ich muss ausprobieren wer ich außerdem meiner Familie bin Und genau deshalb ist Pubertät oft voller Widersprüche.

00:08:05: Lass mich, aber bitte bleib da!

00:08:07: Ich brauch dich nicht!

00:08:09: Aber fang mich auf!

00:08:11: Möcht ich nicht ein?

00:08:12: Aber sieh' mich trotzdem und das ist genauso schwieriger.

00:08:17: Na erkennst du deinen Jugendlichen wieder?

00:08:20: oder kannst Du Dich ja noch an Deiner eigene Zeit erinnern?

00:08:25: Jetzt lass uns mal schauen wie so die Umwelt die Jugendlichen wahrnimmt.

00:08:29: als erstes Mal aus der Perspektive der Eltern.

00:08:32: Viele Eltern fühlen Trauer, Kontrollverlust, Angst, Hilflosigkeit, Überforderung, Ablehnung.

00:08:39: Manche erleben Machtkämpfe, Schuldgefühle, Daueranspannung – das Gefühl zu versagen!

00:08:44: Vor allem Eltern, die neurodivagente.

00:08:46: Kinder erleben oft noch stärkere Konflikte, emotionale Eskalationen, Schonstress, Erschöpfung, Angst vor falschen Entscheidungen.

00:09:00: Ja, Schule erlebt Jugendliche oft als respektlos unmotiviert und konzentriert.

00:09:05: Provokativ, faul, emotional instabil.

00:09:10: Dabei steckt dahinter häufig Stress über Forderung Schlafmangel Sozialer Druck Reizüberlastung Identitätsunsicherheit.

00:09:19: Und gerade bei ADHS wird Pubertät offen noch einmal intensiver Stärkere Impulsivität Emotionales Chaos Mehr Konflikte und Hörer Selbstwertstress.

00:09:32: Tja und hier in der weitere Szene das Handy, das wirst du bestimmt gegen.

00:09:37: Leg bitte jetzt das Handy weg!

00:09:39: Keine Reaktion.

00:09:40: hallo ich hör dich schon.

00:09:43: dann antwortete aber warum nervt du denn so?

00:09:46: Das Handy ist in der Pubertät nicht einfach nur Bildschirmzeit.

00:09:50: es ist Kontakt zu Gehörigkeit sozialer Status Sicherheit Ablenkung Rückzugsort.

00:09:57: Und genau deshalb füllen sich Handikonflikte oft zu emotional an.

00:10:01: Für Eltern geht es um Grenzen, Schlafverantwortung, Medienzert für Jugendliche oft um Verbindung dazugehören und soziale Existenz.

00:10:13: Ja wie sieht das so mit Freunden und Gleichalträngen aus?

00:10:15: Tja die Piergrupp wird plötzlich extrem wichtig!

00:10:20: Warum ja ganz einfach weil Jugendliche dort testen wer bin ich?

00:10:24: wie wirke Ich?

00:10:26: wo gehöre ich hin?

00:10:27: Das Gehirn reagiert in dieser Phase besonders stark auf soziale Bewertungen.

00:10:32: Deshalb können Ausschluss, Gruppendruck sowie Social Media Vergleicher, Likes, Ablehnung massiven emotionalen Stress auslösen.

00:10:43: Ja und jetzt ist die große Frage was hilft den Jugendlichen nun wirklich?

00:10:48: Auf jeden Fall nicht Dauerkontrolle Vorträge Beschämung ständig korrigieren Machtkämpfe und Ironie oder solche Sätze wie In deinem Alter habe ich sondern Beziehung vor Kontrolle.

00:11:02: Jugendliche brauchen emotionale Sicherheit, Zugehörigkeit, echtes Interesse mit Bestimmung Respekt und Orientierung ohne Demütigung.

00:11:16: Und hast du dir schon mal so überlegt was Jugendliche sich aufwünschen?

00:11:21: Auch wenn sie es nie so sagen würden?

00:11:24: Vertrauen mir mehr!

00:11:25: Sehe nicht nur meine Fehler.

00:11:27: Hör mir zu, ohne sofort Lösungen zu liefern.

00:11:30: Nimm meine Gefühle ernst.

00:11:32: Kontrolliere mich nicht dauernd auf.

00:11:34: Bleib ruhig wenn ich es nicht kann.

00:11:36: Sei da, ohne mich zu erdrücken!

00:11:41: Ja und jetzt denkst du wahrscheinlich ja immer dreht sich alles um die Jugendlichen.

00:11:44: Lass uns mal schauen was Eltern brauchen.

00:11:47: Auch Eltern brauchen Unterstützung Denn loslassen ist nicht Gleichgültigkeit.

00:11:52: Loslassen bedeutet Verantwortung schrittweise übergeben Kontrolle reduzieren, Beziehung halten, Vertrauen entwickeln, eigene Ängste regulieren.

00:12:03: Und das ist schwer!

00:12:05: Weil Eltern oft gleichzeitig denken ich muss schützen, ich muss ziehen lassen.

00:12:11: Ich darf nicht zu streng sein aber ich darf auch nicht zu locker sein.

00:12:15: Willkommen im emotionalen Spagat der Pubertät.

00:12:20: Ja.

00:12:21: und dann die Lehrkräfte.

00:12:22: was brauchen sie denn?

00:12:24: Lehrkräften brauchen Wissen über so eine Entwicklung Verständnis für neurobiologische Prozesse, Beziehungskompetenz, realistische Erwartungen und Kooperation mit Eltern.

00:12:37: Jugendliche lernen nicht gut unter Dauerstress – Verbindung bleibt einer der wichtigsten Lernfaktoren.

00:12:46: Na, erkennst du dich und deine Familie wieder?

00:12:49: Vielleicht auch deinen Jugendlichen, der gerade manchmal außer Rand und Band ist?

00:12:55: Und jetzt lass uns mal schauen was bedeutet denn elterliche Beziehungen in der Pubertät?

00:13:00: Früher war Beziehung oft versorgen, führen, erklären, schützen.

00:13:05: Jetzt verändert sich das dazu und zwar zu begleiten, aushalten, zuhören, spiegeln, vertrauen, schenken, grenzen, respektvoll sitzen.

00:13:16: Eltern werden weniger Manager und mehr sicherer Hafen nicht mehr ständig steuern aber erreichbar.

00:13:27: Ich habe noch ein Beispiel die erste Freiheit.

00:13:30: Ich komm später!

00:13:31: Äh, wie spät genau?

00:13:33: Keine Ahnung.

00:13:34: Ey du bist vierzehn alle anderen dürfen auch länger und da ist sie die große Pubertätsaufgabe Freiheit üben.

00:13:43: Jugendliche wollen ernst genommen werden eigene Entscheidungen treffen Verantwortung testen und Grenzen verschieben.

00:13:50: Eltern gehen sehen plötzlich Gefahren Unsicherheit Kontrollverlust Und beide Seiten haben irgendwie recht Tja.

00:13:59: Und wie kann Loslassen im Alltag jetzt aussehen?

00:14:02: Loslassen heißt nicht mach was du willst, sondern Verantwortung altersgerecht übergeben.

00:14:10: Auch hier ein Beispiel Jugendliche eigene Entscheidungen treffen lassen natürliche Konsequenzen zulassen gemeinsam Regeln entwickeln Privatsphäre respektieren Nicht jede Emotion lösen wollen und Konflikte nicht persönlich nehmen.

00:14:27: Es ist eine Menge Und das ist eine ganz schöne Herausforderung für uns Eltern.

00:14:32: Ja und manchmal bedeutet loslassen auch nicht sofort reden, nicht sofort retten und nicht sofort kontrollieren sondern präsent bleiben!

00:14:45: Eine ganz schön starke Aufgabe oder?

00:14:49: Tja...und was passiert dann nach einem Streit?

00:14:54: Eine Stunde vor Türknall geschreien Drama.

00:14:57: und dann steht der Jugendliche plötzlich in der Küche und fragt Ist noch Pizza da?

00:15:03: Als wäre nichts gewesen.

00:15:05: Für Erwachsene wird das oft irritierend, aber Jugendliche können Emotionen häufig noch nicht lange bewusst halten oder reflektieren.

00:15:13: Viele Konflikte sind deshalb tatsächlich vorbei – zumindest für sie!

00:15:18: Und manchmal ist genau diese Frage… Ist noch pizza da?

00:15:22: Eigentlich ein vorsichtiges... Sind wir wieder okay...?

00:15:30: Und hier nochmal vielleicht einer der wichtigsten Sätze dieser Folge.

00:15:35: Jugendliche brauchen keine perfekten Eltern, sie brauchen Eltern die trotz Konflikten Beziehung anbieten, die sagen ich bin da auch wenn wir streiten, auch wenn du gerade Abstand brauchst, auch Wenn wir uns gegenseitig dringern.

00:15:51: Denn Pubertät fragt nicht kannst Du mich kontrollieren sondern bleibst du verbunden während Ich mich verändere?

00:16:01: Ja, Pubertät ist nicht so einfach.

00:16:05: Aber weißt du was?

00:16:06: Vielleicht ist Pubertäd deshalb so anstrengend weil sie uns alle verändert!

00:16:10: Nicht nur die Jugendlichen auch unsere Erwachsene Denn plötzlich funktionieren die alten Wege nicht mehr.

00:16:17: Kontrolle funktioniert nicht mehr wie früher.

00:16:20: Nähe sieht anders aus Gespräche werden komplizierter Grenzen müssen neu ausgehandelt werden Vertrauen wird wichtiger als Steuerung Und ganz ehrlich Das kann verdammt weh tun.

00:16:33: Es gibt Momente in denen Eltern denken, ich komme nicht mal an mein Kind ran.

00:16:38: Momente, in denen Jugendliche denken?

00:16:41: Niemand versteht mich und manchmal stehen beide Seiten nebeneinander und fühlen sich trotzdem meilenweit entfernt.

00:16:50: aber genau darin liegt vielleicht die eigentliche Einladung der Pubertät Nicht perfekt zu funktionieren sondern Beziehung neu zu lernen.

00:17:00: Weniger Kontrolle, dafür aber mehr Verbindung.

00:17:04: Weniger Kampf gegeneinander, dafür mehr Verständnis füreinander.

00:17:08: Denn Jugendliche brauchen in dieser Zeit nicht perfekte Eltern, perfekten Lehrkräfte oder perfekste Lösungen!

00:17:15: Sie brauchen Menschen die auch in schwierigen Momenten sagen ich bleibe da und Eltern?

00:17:23: Eltern brauchen keine Schuldgefühle sie brauchen Entlastung, Verständnissorientierung Und manchmal einfach jemand, der sagt es ist okay dass diese Phase schwer ist.

00:17:36: Denn Pubertät ist keine Prüfung die man bestehen muss.

00:17:40: sie ist ein gemeinsamer Entwicklungsweg und manchmal braucht es dabei Unterstützung von außen nicht weil jemand versagt hat sondern weil Entwicklung Begleitung verdient.

00:17:53: genau dafür begleite ich Familien Jugendliche Eltern Fachkräfte und Schulen.

00:17:58: Im Beratungen, Vorträgen und Workshops geht es nicht darum Jugendliche funktionieren zu machen sondern darum einander besser zu verstehen.

00:18:08: Mit Wissen über Entwicklung mit alltagstauglichen Strategien mit Humor mit ehrlichem Gesprächen und vor allem mit einem Blick der nicht nur das Verhalten sieht sondern den Menschen dahinter.

00:18:22: wenn du also merkst Wir drehen uns als Familie gerade im Kreis oder ich wünsche mir mehr Verständnis für diese Phase.

00:18:29: Tja, da melde ich gern bei mir!

00:18:31: Denn manchmal verändert ein neuer Blick nicht den Jugendlichen sondern die ganze Beziehung und vielleicht ist genau das die wichtigste Botschaft dieser Folge.

00:18:41: Pubertät ist nicht das Ende der Verbindung.

00:18:44: Sie ist eine Einladung sie neu entstehen zu lassen.

00:18:49: Und zum Schluss noch ein Zitat Pubertät bedeutet nicht, dass dein Kind sich von dir entfernt.

00:18:56: Oft versucht es nur herauszufinden wie näher aussehen kann ohne sich selbst dabei zu verlieren.

00:19:04: In diesem Sinne wünsche ich Dir alles Liebe Deine Vanuilla!

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